Elektromobilität
Welche Chancen bietet Elektromobilität der Immobilienwirtschaft?
30. August 2012 - Aktuell wirft die Elektromobilität mehr Fragen auf, als es Antworten gibt. Welche neuen Mobilitätskonzepte sich aus ihr ergeben, ist offen. In wie weit sich elektrisch angetriebene Fahrzeuge in ein intelligentes Energienetzwerk integrieren lassen, bleibt abzuwarten. Und wie Geschäftsmodelle aussehen, an denen auch Immobilienunternehmen partizipieren, muss erprobt werden.
Um den Austausch zwischen den verschiedenen Branchenbeteiligten zu intensivieren, hat Union Investment im Juni 2012 eine umfassende Ausstellung organisiert sowie einen Expertentalk zum Thema Elektromobilität in den Riem Arcaden in München veranstaltet. Einig waren sich die Fachleute, die im Videoclip zu Wort kommen, dass Elektromobilität sowohl unter technischen und ökologischen Gesichtspunkten als auch unter öknomischen Aspekten nur im Verbund einer Vielzahl von Akteuren gelingen kann - und nur nach nachhaltig Sinn macht. Fazit: Die Immobilienwirtschaft steht erst am Beginn eines Veränderungsprozesses, in dem sie zur Schnittstelle zwischen Green Buildings, smarter Energieversorgung und multimodalen Mobilitätskonzepten wird.
Jeder vierte Energieversorger investiert in E-Mobilität
30. August 2012 - Fünf von sechs Energieversorgungsunternehmen planen, das Geschäftsfeld E-Mobilität aufzubauen. 27 Prozent investieren sogar schon kurzfristig auf diesem Gebiet. In der Folge können die Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit über die reine Stromversorgung hinaus ausdehnen. Die Projekte sind allerdings komplex: Da die dafür notwendige Energie weitgehend aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden soll, müssen die Konzepte in die Planungen zur Energiewende eingebettet werden. Das sind Ergebnisse der Studie „Branchenkompass 2012 Energieversorger“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.
Bis 2020 sollen möglichst eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen zugelassen sein, Das sieht der „Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität“ der Bundesregierung vor. Bis Ende 2011 wurden bislang 2.154 Elektroautos neu angemeldet. Um dem anvisierten Ziel wenigstens nahezukommen, sollte die Wirtschaft schnell die entsprechenden Weichen stellen. Gefragt sind dabei allerdings nicht nur die Automobilhersteller, sondern ebenso die Energieversorgungsunternehmen. Die Energieexperten von Steria Mummert Consulting sehen die Aufgabe als große Chance für die Branche: „Für die Energieversorger eröffnen sich völlig neue Geschäftsfelder. Neben der Errichtung von Stromzapfsäulen können sie beispielsweise Carsharing-Angebote aufbauen oder in Joint Ventures die Abrechnungsprozesse übernehmen.“
Um diese Potenziale zu erschließen und zugleich die angestrebten Entwicklungsziele zu erreichen, setzen die Unternehmen nicht nur auf das Themenfeld E-Mobilität, sondern parallel auf den Ausbau erneuerbarer Energien. Dieses Thema steht im Zuge der Energiewende ohnehin auf der Agenda: 57 Prozent aller Entscheider planen hierzu kurzfristig eine strategische Neuorientierung, weitere 37 Prozent berücksichtigen das Thema bei ihrer langfristigen Planung. Doch auch konkrete Projekte sind bereits in Planung: 49 Prozent der Unternehmen prüfen kurzfristig den Netzausbau zur Nutzung dezentral erzeugter, erneuerbarer Energien. „Diese sollten mit intelligenten Systemen für die E-Mobilität nutzbar gemacht werden, beispielsweise um den Einspeisebedarf verlässlich zu prognostizieren und zu bedienen“, raten die Experten von Steria Mummert Consulting. Gelingt dies, so können Elektrofahrzeuge sogar dazu beitragen, eines der Probleme der Energiewende zu lösen: Fahrzeugbatterien können gut dafür genutzt werden, unerwartet hohe Strommengen infolge extrem sonnen- oder windreicher Zeiträume dezentral zu speichern und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.
Elektromobilität im urbanen Kontext betrachtet
25. Juni 2012 - Der Trend zum Elektroauto hat weitreichende Auswirkungen auf urbane Räume. Im städtischen Kontext betrachtet, wird Elektromobilität nicht nur das Mobilitätsverhalten verändern, sondern auch die Stromverteilung neu definieren. Eingebunden in ein sogenanntes Smart Grid, ein intelligentes Stromnetzwerk, das unter anderem Green Buildings (Büros, Shopping Center, Hotels, etc.) und Smart Homes miteinander vernetzt, bieten Elektromobile vielfältige Möglichkeiten, Stromenergie zu erzeugen, zu speichern und zu verteilen. Damit eröffnen sich auch für die Immobilienwirtschaft neue Geschäftsmodelle, die bisher noch nicht durchdacht wurde. Der Videoclip zeigt die technischen Herausforderungen, möglichen Entwicklungen und wirtschaftlichen Chancen.





