Green Buildings

Green Building für Green IT: Freyler Industriebau realisiert für Abilis ein energieeffizientes Rechenzentrum

 

18. Februar 2010 - In nur sechs Monaten Bauzeit ist in Stutensee die neue Zentrale des IT- und Software-Dienstleisters Abilis entstanden. Rund drei Millionen Euro hat das Unternehmen in ein energieeffizientes Gebäude investiert, das perfekt zur eigenen strategischen Ausrichtung passt: zur Green IT. Der Industriebauspezialist Freyler hat das Bauvorhaben integral und gemäß nachhaltiger Kriterien geplant, mit Blick nicht nur auf die Gebäudehülle und Einrichtung, sondern vor allem auf den effizienten Betrieb. Denn langfristig betrachtet geht es um die Reduzierung der Betriebskosten und die optimale Nutzung der eingesetzten Energie. Nach nur einem halben Jahr Bauzeit konnte Freyler das "Green Building" schlüsselfertig an den Software-Dienstleister übergeben.

In nur sechs Monaten Bauzeit realisierte Freyler ein neues Rechenzentrum für Abilis. | Foto: Freyler Industriebau GmbH

Bereits jetzt verursachen sämtliche Rechenzentren auf der Welt genauso viel CO²-Emission wie der gesamte Flugverkehr. Daher ist Green IT unter ökolologischen

wie ökonomischen Aspekten ein zentrales Zukunftsthema. Abilis benötigt für sein Rechenzentrum unter Vollauslastung circa 120 - 150 kWh Strom,etwa die Hälfte davon entfällt auf die Kühlung, der Rest auf Heizung in den Büros, Licht, PCs und sonstige Geräte. Hochgerechnet macht das etwa 210 - 240 kWh Stromverbrauch, was Kosten von circa 600 Euro pro Tag oder  18.000 Euro pro Monat entspricht. In partnerschaft-

licher Zusammenarbeit haben Freyler und Abilis verschiedene Maßnahmen identifiziert und umgesetzt, um diesen enormen Energiebedarf zu reduzieren. "Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass das Rechenzentrum ungeheuer viel Abwärme produziert, die wir nicht ungenutzt lassen wollten", erklärt der verantwortliche Bauleiter, Oliver Gärtner von Freyler. Die gesamte Gebäudeheizung erfolgt daher mittels Energierückgewin-

nung, ergänzt durch die Nutzung regenerativer Energiequellen: Über die Wärmetau-

scher in Warmwasserpuffern wird die Abwärme des Rechenzentrums gespeichert. Die Abwärmetemperaturen können direkt für die Gebäudeheizung genutzt werden, in den Büros wurden dafür durchgehend eine Fußbodenheizung installiert. Im Idealfall kommt es hier zu einer Wärmeleistung von 75 kWh. Zusätzlich besitzt das Gebäude zur Sicherheit eine Luft-Wärmepumpe, da nicht von Anfang an mit einer Vollauslastung des Rechenzentrums gerechnet werden konnte. Gleichzeitig klimatisiert diese wiederum die Räumlichkeit im Sommer.

Auf dem Dach des Gebäudes - das Freyler in klassischer Süd-West-Lage ausrichtet - wurde eine Photovoltaikanlage installiert, die den Primärenergiebedarf an Strom zu- sätzlich senkt. Ihr Ertrag wird ins Stromnetz eingespeist, die maximale Leistung pro Stunde beträgt 25 kW. Mittels eines LON-Bussystems lassen sich die Gebäudetechnik und der Energieverbrauch überwachen und intelligent nach Bedarf steuern. Tageslicht-sensoren dimmen die Beleuchtung optimal und alle rot gekennzeichneten Steckdosen im Haus lassen sich nachts auf Knopfdruck abschlaten. Damit werden Stand-by-Kosten und ebenso die Brandschutzgefahr reduziert. Durch die Umsetzung der verschiedenen baulichen und technischen Maßnahmen sowie durch eine optimale Hardwarenutzung im Tagesgeschäft mittels spezieller Server- und Speichervirtualisierung ergibt sich für das gesamte Rechenzentrum ein Energieeinsparvolumen von 30-50 Prozent, je nach Blickwinkel. Damit trägt das neue Gebäude von Abilis aktiv zum Klimaschutz bei, ist aber neben dem ökologischen Faktor ebenso unter wirtschaftlichen Aspekten zukunftsfähig.

Die ganzheitliche und nachhaltige Konzeption von Freyler berücksichtigte auch, dass die Mitarbeiter sich jederzeit wohlfühlen sollen. In klassischer Massivbauweise wurden zwei Gebäudeflügel V-förmig angeordnet. Verbunden sind sie mittig durch einen zur Vorder- und Rückseite vollflächig verglasten Erschließungstrakt mit einem hellen Foyer und einem Treppenhaus. Spannbeton-Hohlkörperdecken überspannen die Büros in der kompletten Breite. Zusätzliche Stützen und tragende Wände konnten dadurch entfal-   len, die Räumlichkeiten lassen sich flexibel nutzen und offen gestalten. Die außen-  liegende Verschattung reduziert den Wärmeeintrag im Sommer, für den automatischen Betrieb ist sie mit einem Lichtsensor gekloppelt.

Beide Büroflügel bieten derzeit eine Gesamtfläche von knapp 1.400 m², lassen sich aber gen Westen erweitern. Die zwei Vollgeschosse sind zudem in der Höhe um ein weiteres Geschoss aufstockbar. Damit könnte Abilis seine Fläche bei Bedarf glatt verdoppeln. Dem internen Wachstum des jungen Unternehmens steht zumindest von baulicher Seite nichts im Wege.

Auskünfte zur Freyler Unternehmensgruppe erhalten Interessenten bei Freyler Industriebau GmbH, Draisstrasse 6, 79341 Kenzingen, Telefon 07644 805-217, Frau Sabine Ruth, e-Mail: s.ruth@freyler.de. Weitere Infos: www.freyler.de

Baustelle des HanseCube ab 2010

Der HanseCube - Nachhaltiges Bauen (fast) in Perfektion

 

14. August 2009 - Die PATRIZIA Immobilien AG landet mit dem HanseCube und dessen Standort einen Coup. Denn das erste in Hamburg vorzertifizierte Gebäude für das Gütesiegel in Silber der Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) steht nicht in der HafenCity - es steht in St. Georg. Die Lage könnte kaum reicher an Kontrasten sein: in der Nähe befindet sich die Hamburger Zen-trums-Moschee, der Herrenausstatter Policke und die Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

 

So komplex die Umgebung, so ausgeklügelt ist auch die Technik des Gebäudes, das von Star-Architekt Hadi Teherani entworfen wurde. Durch seine intelligente

gebäudetechnische Funktionsweise bietet der HanseCube dem Nutzer ein höchstmaß an Komfort, Flexibilität und Energieersparnis.

 

Im Frühjahr 2010 soll an der Adenauerallee Baubeginn sein. Wir werden dann den Projektleiter der PATRIZIA Immobilien AG, Dipl. Ing. Jürgen Klein, bei seiner Arbeit begleiten und dabei mehr erfahren über das Zertifizierungssystem der DGNB und die Vorteile, die es bietet.

Mit Fusionopolis zeigt Singapur, wie wir in naher Zukunft Leben, Arbeiten und Wohnen werden

 

23. Juni 2009 - Während in Europa noch jede Branche und jedes Uni-Department für sich alleine werkelt, "fusionieren" die Diziplinen in Singapur. Forschung, Lehre, Industrie und Konsumgüterwirtschaft vereinen sich zu Fusionopolis, dem momentan spektakulärsten Bauprojektes des südostasiatischen Stadtstaates. Das Mega-Green Building dient einem einzigen Zweck: Ausbau der technologischen Vormachtstellung im 21. Jahrhundert und die praxisnahe Verbreitung einer energieeffizienten und hyper-

technischen Lebenswelt. Welcome to Future Park? Nein, weit gefehlt. Die Singapuris, Bewohner einer "Insel der Glückseligkeit", wissen um die Fragilität ihrer Lebenswelt. 

Keine eigenen Rohstoffe, politisch instabile Nachbarn, prekäre Abhängigkeit von der ansässigen Weltfinanz und ein höchst pluralistischer Bevölkerungsmix. Für europäische Verhältnisse eine explosive Mischung - für Singapur der Beginn einer neuen Ära: Singapur ist Fusionopolis.

Das besondere an diesem gigantischen Science- und Info-Center, das auch Shopping

Malls, High-Tech-Firmen und Büros beherbergt, ist seine - im wahrsten Sinne des Wortes - "grüne" Bauweise. Gärten durchziehen das gesamte Gebäude und sind auf allen Etagen zu finden. Das klimatechnische Konzept beruht zum größten Teil auf dieser "ökologischen Struktur", die eine verschwenderische Klimaanlage überflüssig macht. Die vernetzte Gebäudetechnik trägt außerdem zum Komfort und zur effizienten Nutzung des Gebäudes bei. 2010 soll Fusionopolis eröffnet werden.