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News: Immobilien

Union Investment setzt auf Warschauer Büromarkt
Das im September 2012 fertiggestellte Bürogebäude wird Bestandteil des offenen Immobilienfonds...
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Obi bleibt Ankermieter im Bodensee-Center
Das Shoppingcenter wurde 2002 fertig gestellt und umfasst eine Gesamtfläche von rund 40.000...
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Alstria erwirbt Stuttgarter Stadtterrassen
Das Land Baden-Württemberg ist einziger Mieter der Immobilie und hat seinen Mietvertrag um...
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Luxemburger Investor trennt sich von Fachmarktzentrum
Die Immobilie steht auf einem 3.700 Quadratmeter großen Grundstück.
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Fünf Mehrfamilienhäuser mit neuem Eigentümer
Das Portfolio umfasst insgesamt 53 Wohnungen.
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News: Nachhaltigkeit

Junge Menschen wollen stärkeres Gewicht für Nachhaltigkeit
Um die Idee der Nachhaltigkeit voranzubringen, wünschen sich junge Menschen mehr unabhängige Expertise aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie ein stärkeres Engagement der Politik. Das war das Fazit einer Diskussion zum Projekt Contemporary Carlowitz bei der Jahrestagung des RNE.
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Nachhaltige Geldanlagen wachsen
Immer mehr Geld fließt in Anlagen, die soziale, ökologische und ethische Kriterien beachten: Laut des jüngsten Marktberichtes des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) betrug das Volumen in Deutschland Ende 2012 73,3 Milliarden Euro, seit 2011 ein Plus von 16 Prozent. Allerdings ist der Anteil am Gesamtmarkt gering – und ein Großteil stammt von einer staatseigenen Bank.
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Green Markets

Foto: Metro Group AG
Foto: Metro Group AG

Grün aus der Krise: Handelsunternehmen und Immobilienwirtschaft setzen auf Nachhaltigkeit

 

Autorin: Dagmar Hotze

 

4. Dezember 2009 - „Auf Sicht fahren“, so hat dieser Tage ein führender Wirtschaftsvertreter die momentane Situation der deutschen Unternehmen bezeichnet. Wesentlich heller wird es auch in 2010 nicht werden, prognostizieren Realisten. Was also tun? Diese Frage treibt besonders die konsum- und finanzmarktabhängigen Branchen wie Handel und Immobilien um. Erstere ist angewiesen auf stabile, hohe Warenumschlagszahlen, letztere erwartet  langfristig gesicherte Renditen. So unterschiedlich die beiden Wirtschaftszweige auch sind, zwei für die heutige Zeit wesentliche Fragen vereinen sie: Da ist die Frage nach der zukünftigen, bezahlbaren Versorgung mit (erneuerbarer) Energie und die nicht minder drängende Frage danach, wie sich die demografische Entwicklung Deutschlands auf alle Bereiche des Lebens - auch auf das Kaufverhalten - auswirken wird. Zwei Variablen, deren Verlauf schwer abschätzbar für eine belastbare Wirtschaftsprognose ist. 

 

Mit philosophischen Diskursen können sich Unternehmen jedoch nicht lange befassen. Sie benötigen praktikable Lösungen, die dazu führen, strategische Entscheidungen zu treffen und anzuwenden. In dem Wort Nachhaltigkeit scheinen gleich mehrere solcher Lösungen enthalten zu sein. Besonders für Unternehmen, die sowohl im Handel als auch in der Immobilienwirtschaft tätig sind, besitzt das Wort scheinbar magische Anziehungskraft. Was eigentlich verwundert, besitzt die nachhaltige Medaille doch einen gewichtigen Pferdefuss: Sie stellt den gesamten Unternehmensablauf auf den Prüfstand und betrachtet die Prozesse eines Unternehmens bzw. in einer Handelsimmobilie ganzheitlich. Dann naht die Stunde der Wahrheit. Wirtschaftet das Unternehmen eigentlich nach den Kriterien der Nachhaltigkeit (Erläuterung siehe hier, Anm. d. Red.) und ist damit zukunftsfähig? Wer sich einer solchen Prozedur aussetzt? Die Metro Group AG, zu der die Supermarktkette Real gehört, sowie Saturn, Media Markt und Kaufhof Galleria, hat es getan. Ergebnis: Seit Oktober 2009 gibt es einen Nachhaltigkeitsrat, angesiedelt auf der Vorstandsebene. "Grün sein" ist damit Chefsache.

 

Mehr zum Thema

LIDL Werbeplakat
LIDL Werbeplakat

LIDL verfolgt nachhaltiges Filialkonzept 

 

17. Novmeber 2009 - Mit der Vorzertifizierung des Filialkonzepts durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Silber erfährt das Engagement von Lidl für den Klimaschutz eine deutliche Anerkennung. Doch es ist mehr als eine Auszeichnung, die auf der ExpoReal 2009 verliehen worden ist. 

 

Seit Wochen wirbt Lidl offensiv in seinen Geschäften für die kommende Filialgeneration ECO²logisch mit einem Plakat, auf dem das Logo der DGNB zu sehen ist. Es ist sicherlich vermessen, anzunehmen, dass sich die Kunden dem Inhalt des Plakates eingehend widmen, geschweige denn wissen, wer oder was sich hinter dem grün-blau geschwungende Band verbirgt. Aber im Kontext dieses Discounters, mit seiner enormen Breitenwirkung und im Umfeld schnelllebiger Konsumgüter, erhalten die hinter dem Logo stehenden Kriterien und der Einsatz für sinnhaftes Wirtschaften im Einzelhandel, eine andere Qualität. Davon wird auch das Käuferverhalten nicht unberührt bleiben. Der Wunsch nach Konsum wird bleiben, darin besteht kein Zweifel. Jedoch wird der Anspruch an das Wie, Warum, Woher und unter welchen Bedienungen das Produkt hergestellt wurde, steigen. Lidl beobachtet diese Veränderungen genau. Mit dem Filialkonzept ECO²logisch reagiert das Unternehmen konsequent auf den Markt. Mehr noch: es wird zum Trendsetter.

Wir haben Petra Trabert, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei Lidl, zum  Thema Nachhaltigkeit befragt.

Neues Filialkonzept: ECO²logisch
Neues Filialkonzept: ECO²logisch

GreenImmo: Zunehmend bezieht Lidl Themen wie Klimaschutz, fairen Handel und Nachhaltigkeit in die Verkaufskonzeption mit ein. Mit Ihrer neuen Filialgeneration ECO²logisch beschreiten Sie als Lebensmitteldiscounter deutlich erkennbar neue Wege und setzen Qualitätsstandards. In wie weit verträgt sich diese richtungsweisende, positive Entscheidung mit der radikalen Definition über den Preis? Sind Nachhaltigkeit und Preiskampf nicht unvereinbar miteinander?

 

Petra Trabert: Grundsätzlich passt die neue Filialgeneration bestens zu Lidl und zum "Discounterprinzip", denn dieses Geschäftsprinzip beruht auf Kosteneffektivität. Durch den Einsatz und die Nutzung der energieeffizienten Techniken ergeben sich deutliche Einsparungen im Energieverbrauch, die wiederum nachweislich zu einer Reduzierung der Energiekosten führen.

 

GreenImmo: Ein großes Thema in der Diskussion um die Einsparung von Energie ist die Sichtbarmachung des Energieverbrauchs im privaten Haushalt. Durch die Visualisierung wird dem Nutzer bewusst, welchen Verbrauch er verursacht bzw. welche Einsparung er erzielt. Wird es in Ihren neuen Märkten auch Formen der Visualisierung für die Kunden geben? Zum Beispiel an Kühltruhen und Kühlregalen?

 

Petra Trabert: Über das neue Filialkonzept und die Maßnahmen zur effizienten Nutzung von Energie haben wir unsere Kunden mit Anzeigen in unserem Haushaltshandzettel und mit Hilfe von Plakaten in den Filialen informiert. Unterstützt wurden diese Maßnahmen durch eine umfangreiche Pressearbeit. Über weitere Maßnahmen, z. B. wie von Ihnen genannt, ist noch nicht abschließend entschieden.  

Energetisches Konzept
Energetisches Konzept

GreenImmo: Die Zertifizierung Ihrer neuen Filialgeneration durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) trägt auch zur Popularisierung der damit zusammenhängenden Qualitätsstandards bei, die u. a. ökologische, soziokulturelle und logistische Positivwerte neben baulich-energetischen einfordern. In wie weit fühlen Sie sich diesen Qualitätsmerkmalen verpflichtet?

 

Petra Trabert: Diese Qualitätsmerkmale fallen unserer Meinung nach unter das Thema Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit nimmt bei Lidl seit vielen Jahren einen elementaren Stellenwert ein. Als verantwortungsbewusstes Handelsunternehmen ist Lidl grundsätzlich bestrebt, soziale und ökologische Belange in Einklang zu bringen. Das Thema Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren durch den Bereich Gesellschaft & Umwelt fest im Unternehmen verankert und in allen Kernprozessen integriert. So wurden u. a. folgende Maßnahmen in den letzten Jahren umgesetzt:

  1. Laufende Optimierung unserer Logistikstandorte mit dem Ziel Transportewege zu verkürzen
  2. Seit 2006 flächendeckendes Angebot von fair gehandelten Produkten unter der Lidl Eigenmarke "FAIRGLOBE"
  3. Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den entsprechenden Produktionsländern, in den unsere Waren hergestellt werden
  4. Diverse Projekte zur Verbesserung der Arbeitnehmersituation in den Produktionsländern in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ), einem Unternehmen im Eigentum des deutschen Bundes.

Einen ausführlichen Überblick über unsere vielfältigen Engagements finden Sie unter www.lidl.de/Verantwortung.

 

GreenImmo: Worin liegen die Vorteile für Kunden, in Ihrer ECO²logisch-Filiale demnächst einzukaufen - nicht bezogen auf preisliche Aspekte?

 

Petra Trabert: Mit der energieeffizienten Filiale bieten wir unseren Kunden eine umweltfreundliche Einkaufsstätte. Durch die Fußbodenheizung bieten wir dem Kunden und unseren Mitarbeitern ein optimiertes Klima in der Filiale. Dieses Klima wird maßgeblich durch die angenehme Wärme der Fußbodenheizung bestimmt. Zudem erfährt der Kunde eine attraktivere Warenpräsentation durch eine hellere und energieeffizientere Beleuchtung. Mit der bewussten Wahl dieser Einkaufsstätte unterstützt und bestätigt der Kunde unsere Bemühungen, zukünftig nur noch ECO²logische Filialen zu bauen.

 

GreenImmo: Frau Trabert, wir danken Ihnen für das Gespräch.    

Rewe Markt, Berlin-Rudow
Rewe Markt, Berlin-Rudow

Auch REWE setzt bei Supermärkten auf Green Building

 

9. November 2009 - Die REWE Group setzt am Donnerstag (05.11.09) mit der Eröffnung ihres deutschlandweit ersten Green Buildings einen nationalen und internationalen Maßstab für den nachhaltigen Bau und Betrieb von Handelsimmo-bilien. Als weltweit ersten Supermarkt zeichnete die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) den 1.830 Quadratmeter (Verkaufsfläche) großen REWE Markt in Berlin-Rudow mit dem Prädikat in Gold aus. Insgesamt wird der REWE Markt CO2-neutral betrieben. Durch den richtungsweisenden Einsatz modernster Heizungs-, Lüftungs-, Beleuchtungs-, Klima- und Kälteanlagen in Kombination mit bester Dämmung verringert sich der Energieverbrauch des Green Buildings im Vergleich zu einem Standardbau um beinahe 50 Prozent. Für die Normal- und Tiefkühlverbundanlagen, die zur Kühlung der Frischeprodukte und Tiefkühlsortimente dienen, wird ausschließlich natürliches Kältemittel eingesetzt.


"Mit dem REWE Green Building unterstreicht die REWE Group ihre Vorreiterrolle im Lebensmittelhandel. Wir wollen diesen neuen Markt nicht als eine Art Nachhaltigkeitspanoptikum pflegen, um Besuchergruppen einen Blick in eine gleichsam ideale Welt zu geben. Wir wollen mit dem Green Building möglichst viel über die Praxis nachhaltigen Bauens lernen. In einem zweiten Schritt werden wir dann, wo immer möglich und sinnvoll machbar, entsprechende Nachhaltigkeitselemente in unseren Märkten umsetzen", sagte Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender der REWE Group, anlässlich der Eröffnung des Marktes in Berlin. Das Nachhaltigkeitsverständnis der REWE Group gehe weit über die Sortimente hinaus.

"Mit dem Green Building setzt REWE gezielt ein Zeichen. Wir wollen zeigen, dass gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind. Wenn wir heute Ressourcen sparen, dann stärken wir damit auch unmittelbar unsere ökonomische Kraft. Unsere Kunden erwarten von uns qualitative und preiswürdige Lebensmittel, sowie einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen. Die unverändert gute Entwicklung unserer 3.300 REWE Märkte in ganz Deutschland zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", erklärte Lionel Souque, Geschäftsführer der REWE Supermärkte in Deutschland.

"Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen gewinnt sowohl in der Architektur als auch bei der Nutzung von Gebäuden immer mehr an Bedeutung. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen freut sich daher sehr, mit REWE ein Mitglied in ihren Reihen zu haben, das sich als eines der ersten Handelsunternehmen aktiv am Aufbau der Zertifizierungs- variante 'Handelsbauten' beteiligt. Mit diesem richtungsweisenden Pilotprojekt, welches mit dem DGNB-Zertifikat in Gold ausgezeichnet werden konnte, setzt REWE eine neue Benchmark für 'Nachhaltiges Bauen und Betreiben von Handelsbauten im europäischen Lebensmittel-Einzelhandel'", so Prof.-Ing. Alexander Rudolphi, Präsidiumsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen, anlässlich der Verleihung des Zertifikats in Berlin.

Der REWE Markt in Berlin produziert rund 40 Prozent seines Energiebedarfs selbst. Die knapp 2.000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage kombiniert eine große Aufdachanlage aus zylindrischen Spezialmodulen, die das Sonnenlicht auf einer 360-Grad-Oberfläche auffangen und so besonders energieeffizient sind, mit einer glasintegrierten Photovoltaikanlage im Vordach. Diese setzt nicht nur gestalterische Akzente, sondern dient gleichzeitig als natürliche Verschattung der großen Fensterflächen.

Zwölf Erdsonden mit einer Bohrungstiefe von jeweils annährend 100 Metern waren nötig, um eine Geothermieanlage zu realisieren, die den Einsatz fossiler Brennstoffe ganzjährig überflüssig macht.

Das im deutschen Lebensmittelhandel bisher kaum eingesetzte Prinzip der Tageslichtarchitektur wird im REWE Green Building durch ein 280 Meter langes, umlaufendes Fassaden-Fensterband und 18 Dachlichtkuppeln umgesetzt und mit bester Dämmung (Zellulose) und nachhaltigen Materialien wie Holz kombiniert.

Der REWE Markt an der Groß-Ziethener Chaussee 37 verfügt über zwei Tankstellen für Elektroautos. Betreiber der beiden Ladesäulen ist Vattenfall. Der Energieversorger setzt an den "Zapfsäulen" zertifizierten Grünstrom aus erneuerbaren Energien ein. Insgesamt gibt es an Berliner REWE Supermärkten elf Stromtankstellen.

Weiterführende Informationen können unter rewe.de/greenbuilding heruntergeladen werden. Fotos stehen unter rewe-group.com/presse zum Download zur Verfügung.

Deutschlands erster Klimamarkt feiert bald einjähriges Bestehen 

 

8. Oktober 2009 - Klimawandel, CO²-Debatte und hohe Energiepreise beherrschen allerorten die öffentliche Diskussion und zwingen zur Auseinandersetzung mit dem Thema Umwelt. Für Tengelmann kein Neuland: Bereits seit 40 Jahren beschäftigt sich die Unternehmensgruppe mit dem Umweltschutz. Waren es zunächst das Umweltrecht und dessen Verankerung, dann das konsequente Auslisten umweltschädlicher Produkte und die Vermeidung von Verpackungsmüll, so engagiert sich das Unternehmen heute insbesondere für den Klimaschutz. "Klimaschutz ist die Herausforderung unserer Zeit. Und absolut jeder noch so kleine Beitrag zählt", bringt es Erivan W. Haub, Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Tengelmann, auf den Punkt. Sein Engagement bündelt der Unternehmer unter dem Dach der Tengelmann Klimainitiative. Dazu zählen der Einsatz von Grünstrom, die Teilnahme am PCF-Pilotprojekt Deutschland, die Erstellung jährlicher Emissionsbilanzen - und ganz aktuell - Deutschlands erster Tengelmann Klimamarkt.

Der Klimamarkt

Zusammen mit Spezialisten aus dem eigenen Hause und externen Fachleuten hat Tengelmann ein Energieeffizienzkonzept entwickelt, das viele Einzelmaßnahmen umfasst. Einige davon sind bereits seit einigen Jahren auf dem Markt, andere dagegen wurden eigens für dieses Pilotprojekt entwickelt. "Wir glauben, mit dieser in Deutschland einigartigen Maßnahmenkombination den Energieverbrauch halbieren zu können", sagt Haub.

 

Schon vor der Eröffnung am 2. Dezember 2008 hat der Tengelmann Klimamarkt positive Resonanz erhalten. So interessierte sich auch die EnergieAgentur NRW sehr für das Projekt. "Dieser neue Klimamarkt von Tengelmann ist ein Supermarkt der nächsten Generation, er ist deutschlandweit vorbildlich! Energetisch gesehen werden alle Register gezogen und vorgemacht, dass Klimaschutz und wirtschaftliches Handeln ineinander greifen können", so konstatierte Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Geschäftsführer der EnergieAgentur NRW. Hier wird oberflächennahe Erdwärme effizient genutzt, mittels Fotovoltaik 45.000 kWh Sonnenstrom pro Jahr erzeugt, Abwärme nochmal in die Energiekreisläufe eingespeist, Energie gespart bei der Kühlung und ein ausgeklügeltes Lichtmanagement betrieben - und der Kunde wird keinerlei Komforteinbußen haben. Besonders positiv: Tengelmann habe keinen Neubau auf die grüne Wiese gestellt, sondern ein bestehendes Gebäude energetisch so hervorragend saniert, dass dieser Klimamarkt wohl zu einem Exkursionsobjekt werden wird", so Hüttenhölscher.

Folgende Verfahren tragen dazu bei, den ersten Tengelmann Klimamarkt zum energiefreundlichsten Supermarkt in Deutschland zu machen:

 

Heizen mit Geothermie und Kühlanlagenabwärme

75 Prozent des Wärmebedarfs des Marktes werden über die Rückgewinnung der Kühlanlagenabwärme abgedeckt, die bislang ungenutzt blieb. Die fehlenden 25 Prozent liefert eine Geothermieanlage mit sechs Erdwärmesonden. Beide Maßnahmen zusammen machen den bisherigen Heizkessel überflüssig und den Klimamarkt unabhängig von den Primärenergien Gas oder Öl.

 

Tageslicht gesteuerte Beleuchtungssysteme und energieeffiziente Beleuchtungskörper 

Die Beleuchtung ist wortwörtlich eines der "Highlights" des Klimamarktes. Im Dach eingelassene Spezialgläser lassen Tageslicht ins Innere. Abhängig von der natürlichen Helligkeit regelt eine neu entwickelte Lichtsteuerung die künstliche Beleuchtung. Zusätzlich werden nur energiesparende Leuchtmittel eingesetzt, so erfolgt beispielsweise die Illuminiation der Aktionsregale und Kühlmöbel durch LEDs. Insgesamt benötigt das innovative Lichtkonzept 30 Prozent weniger Strom als ein herkömmliches Beleuchtungssystem.

 

Glasabdeckungen auf Kühlmöbeln

Im Klimamarkt sind alle Kühlmöbel mit Glastüren oder -schiebedeckeln ausgestattet. Im Tiefkühlbereich spart das bis zu 50 und bei den Kühlregalen 30 Prozent Energie.

 

Strom aus Fotovoltaik und Ökostrom

Der Klimamarkt verfügt über eine 1.140 m² große Fotovoltaikanlage. Die Fotovoltaikelemente an den Fassaden sowie die Kollektorfolien auf dem Dach erzeugen mit Sonnenenergie bis zu 45.000 kWh Grünstrom. Der Reststrombedarf wird zu 100 Prozent aus Ökostrom (aus Wasserkraft) gedeckt wie übrigens in allen anderen Kaiser's- und Tengelmann-Filialen auch.

 

Kühlanlagen mit natürlichem Kältemittel CO² und Regenwassernutzung

Bereits 1996 setzte Tengelmann auf innovative Kühlsysteme. Im Klimamarkt kommt erstmals ein Kühlanlagenverbund zum Einsatz, der mit dem natürlichen Kältemittel CO² betrieben wird. Diese Anlage muss bei hohen Außentemperaturen mit Wasser gekühlt werden. Um auch diese wertvolle Ressource zu schonen, wurde eine unterirdische Zisterne gebaut, die 100.000 Liter Regenwasser aufnehmen kann.

 

Belieferung mit umweltfreundlichen LKW

Auch die Logistik leistet ihren Beitrag zur CO²-Reduktion: Vom Logistikzentrum Viersen aus wird der Klimamarkt von besonders emissionsarmen Fahrzeugen beliefert. Die Fahrzeuge unterschreiten deutlich den europäischen Abgasstandard. Ein innovativer erdgasbetriebener LKW wird derzeit getestet.

 

"Mit diesem Pilotprojekt wollen wir Erfahrungen sammeln, welche Maßnahmen sich sinnvoll auch auf andere Um- und Neubauten übertragen lassen. Denn letztlich müssen Ökologie und Ökonomie Hand ind Hand gehen", betont Karl-Erivan W. Haub. "Mein Dank gilt neben den Projektbeteiligten insbesondere dem Mitarbeiter-Team im Tengelmann-Markt Wissollstrasse. Ohne ihren engagierten Einsatz - auch unter manch widrigen Umständen - wäre der Umbau in dieser Form und Zeit nicht möglich gewesen".

 

Informationen

Unternehmensgruppe Tengelmann

Pressestelle

Wissollstrasse 5 - 43

45478 Mülheim an der Ruhr

Telefon: 0208 5806-7603/-7604/-7606

Telefax: 0208 5806-7605

public-relations@uz.tengelmann.de  

Der Klimamarkt - Supermarktkonzept der Zukunft

 

22. September 2009 - Im Dezemeber 2008 eröffnete in Mülheim an der Ruhr nach einer Umbauzeit von nur acht Wochen der erste Tengelmann Klimamarkt. Um auf aktuelle Problemstellungen wie Klimawandel und Ressourcenverknappung mit einer zukunftsfähigen Lösung zu reagieren, modernisierte die Unternehmensgruppe einen direkt neben der Zentrale gelegenen 30 Jahre alten Supermarkt. Das Gebäude kommt mit 50 % der Energie vergleichbarer Märkte und ganz ohne CO²-Emissionen aus.

In Zusammenarbeit mit den Architekten Vervoorts & Schindler, Bochum, sowie verschiedenen Experten, erarbeitete der Bauherr ein innovatives energetisches Konzept aus verschiedenen baulichen und gebäudetechnischen Maßnahmen. Um die Heiz- und Kühllasten zu reduzieren, optimierten die Planer als erstes die Gebäudehülle, indem Dach und Fassade eine zusätzliche Dämmung erhielten. Die großflächigen Photovoltaikmodule am neu gebauten, gläsernen Eingangsturm versorgen den Supermarkt mit bis zu 45.000 kWh Strom. Der restliche Strombedarf wird durch Ökostrom gedeckt. Heizung und Klimatisierung der Räume sind völlig unabhängig von Primärenergieträgern. Die bislang ungenutzte Abwärme der Kühlgeräte wird rückgewonnen und deckt im Winter den Wärmebedarf des Marktes zu 75 %. Eine Geothermie-Anlage mit sechs Erdsonden und einer Wärmepumpe erzeugt die restlichen 25 %. Den mit Abstand größten Energiebedarf eines Supermarktes verursachen jedoch die Kühlanlagen. Daher erhielten nicht nur die Tiefkühlmöbel sondern auch die Kühlregale gläserne Abdeckungen, was ihren Kältebedarf reduziert. Zum ersten Mal kommt hier auch ein sogenannter Kühlanlagenverbund zum Einsatz, der mit dem natürlichen Kältemittel CO² betrieben wird. Das Wasser, das zur Kühlung der Anlage bei hohen Außentemperaturen nötig ist, liefert eine eigens gebaute unterirdische Regenwasserzisterne.

 

Supermärkte benötigen große Lichtmengen - in der Regel Kunstlicht - um ihren Kunden eine optimale Übersicht und Orientierung im Verkaufsraum zu garantieren. Die Beleuchtung des Klimamarkts basiert auf besonders wirtschaftlichen Leuchtstoffröhren der neuesten Generation mit Spezialspiegeln als Grundbeleuchtung. Diese werden durch die punktuelle Beleuchtung der einzelnen Regelebenen mit energiesparenden LED-Leuchten ergänzt. Darüber hinaus floss - für die Planung eines Supermarktes einmalig - auch der Einsatz von Tageslicht mit in das Beleuchtungskonzept ein. Zwei je 20 m lange und 1,25 m breite Oberlichtbänder wurden in das Dach eingefügt und bringen natürliches Licht in den Innenraum. Ein weiteres Oberlicht erhellt den Eingangsturm. Kontinuierlich misst eine in die Gebäudeleittechnik integrierte Sensorik das einfallende Tageslicht und schaltet in erforderlichem Maß Kunstlicht zu, damit zu jeder Zeit optimale Lichtverhältnisse in den Verkaufsräumen herrschen. So verringern die Öffnungen im Dach den Bedarf an künstlichem Licht und senken den Energiever-

brauch.

 

Um dabei den Wärmeeintrag ins Gebäude niedrig zu halten, und für blendfreies Licht ohne harte Schatten zu sorgen, wählten die Planer OKAGEL Isoliergläser. Diese streuen das Licht diffus und gleichmäßig in den Raum - es entsteht im ganzen Innenraum eine angenehme blendfreie Tageslichtatmosphäre. Die Funktionsgläser enthalten im Scheibenzwischenraum ein tranzluzentes Nanogel, das außergewöhnliche physikalische Eigenschaften aufweist. Neben seiner lichtstreuenden Wirkung ist es schallisolierend und hochwärmedämmend. Entsprechend den Anforderungen des Klimamarktes weist OKAGEL hervorragende Ug-Werte auf, die unabhängig vom Einbauwinkel sind. Beispielsweise hat eine Zweifachverglasung mit 60 mm Aerogel im Scheibenzwischenraum einen U-Wert von unter 0,3 K/(m²K).

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In den neun Monaten seit seiner Eröffnung erfreut sich der neue Klimamarkt einer großen Beliebtheit. Dies nicht nur bei den Kunden, sondern vor allem bei den Mitarbeitern. Für sie bedeutet das angenehm weiche, natürliche Licht einen Gewinn an Arbeitsplatzqualität.

 

Informationen

Objekt: Tengelmann Klimamarkt, Mülheim/Ruhr

Bauherr: Unternehmensgruppe Tengelmann, Mülheim/Ruhr

Architekt: Vervoorts & Schindler Architekten, Bochum

Glas: OKAGEL von OKALUX GmbH, Marktheidenfeld

Fotos: Christian Schwab

Weitere Infos zu OKAGEL:

OKALUX GmbH

97828 Marktheidenfeld

info@okalux.de

www.okalux.com

 

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