Green Shopping

Shopping Center Reloaded: Neue Perspektiven für deutsche Einkaufstempel

 

21. Juli 2010 - Der Einzelhandel wird momentan gehörig durchgeschüttelt. Mit einem Umsatzrückgang von 1,6 % sind die deutschen Händler im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn (Spanien – 4,3 %) gut durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gekommen. Auch für dieses Jahr prognostiziert die GfK GeoMarketing weiterhin Kaufzurückhaltung. Doch das ist kein Grund für Pessimismus, wie der German Council of Shopping Center (GCSC) in seiner jetzt veröffentlichten Studie „Shopping Center in Deutschland – Bilanz mit neuen Perspektiven“ zeigt. Im Gegenteil: Krisen bieten Chancen – zumindest für die Shopping Center Industrie.

 

Anhand von zehn Megatrends belegt die Studie, welchen Herausforderungen sich die Branche stellen muss, will sie zukunftsfähig bleiben. Drei lassen uns besonders aufhorchen. Erstens ist die „grüne Wiese“ als Topstandort für Einkaufscenter passé. Ihr Wert ist stetig gesunken. Shopping Center seien heute vielmehr vitaler und integraler Part der Stadt, offen und multifunktional. Zweitens werden sich die Center zunehmend zum „dritten Wohnzimmer“ entwickeln, wo der Käufer soziale Kontakte pflegt und nach Erlebnissen sucht. Entsprechende Event- und Shoppingkonzepte müssen diesen Wünschen gerecht werden. Platz 3 der Megatrends belegt die Nachhaltigkeit im Handel. In naher Zukunft käme kein Immobilienprodukt ohne grüne Labels aus. Der Überlegungen gehen soweit, innovatives „grünes“ Shoppen als Gesamtkonzept zu entwickeln, zum Beispiel für die Zielgruppe der LOHAS (Life of Health and Sustainability).

 

Von Langeweile im Einzelhandel keine Spur. Im Gegenteil. Die Shopping Center Industrie ist gerade im Begriff, sich neu zu erfinden. Den Anstoss dazu gibt der Kunde: Abstimmen mit den Füßen ist immer noch das wirksamste Mittel, um nachhaltige Veränderungen herbeizuführen.

Foto: © gethipgetgreen.com

!!! Save the date !!!

Heuer-Dialog am 9. September 2010 in Hamburg 


"green shopping im green building?!"

Ressourcenschonender Konsum in zukunftsfähigen Handelsimmobilien

 

9. Juli 2010 - Shoppen in Deutschland ist meistens langweilig. Es gibt kaum interessante Shopkonzepte, nur wenig ist zu entdecken. Beim Aufgreifen von zukünftigen Konsumtrends hat Deutschland ohne Zweifel Nachholbedarf. "Grüner Konsum" kann ein solcher Trend sein, der erhebliche Wachstums-

potenziale bietet. Namhafte Handelsmarken wie REWE, Lidl oder C&A haben bereits auf den Kundenwunsch nach verantwortungsvollem Handeln reagiert und sowohl ihre Immobilie als auch ihr Sortiment entsprechend angepasst. Die Nachfrage ist also da. Es fehlt an umfassenden Ansätzen, die Green Buildings und „grüne“ Produkte zu „green shopping“-Events zusammenzuführen.

 

Nachhaltigkeitskriterien werden vermehrt auch bei Handelsimmobilien angewendet. Ihre Zertifizierung trägt zusätzlich zur Minimierung des unternehmerischen Risikos bei. Trotz dieser Sicherheit stehen auch „grüne“ Handelsimmobilien im Wettbewerb um die Gunst von Kunden. Innovative, nachhaltige Shoppingkonzepte können zur Attraktivität der bereits „grünen“ Immobilie beitragen und so die Rentabilität des Objektes steigern.

 

Der Handels-Dialog "green shopping im green building?!" - Ressourcenschonender Konsum in zukunftsfähigen Handelsimmobilien am 09. September 2010 in Hamburg führt die beiden bisher separat betrachteten Herausforderungen zusammen und gibt einen Überblick über nachhaltige Konzepte für Handelsimmobilien, Zertifizierungsverfahren, mietrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten und neuartige Shoppingmodelle. Darüber hinaus bieten zwei Workshops die Gelegenheit, das Gehörte anzuwenden und neue Impulse zu erhalten.

 

Die Kombination von „grüner“ Handelsimmobilie und nachhaltigem Konsum erhöht die Vermarktungschance der gesamten Immobilie.

 

Informieren Sie sich über neue Ansätze und lassen Sie sich durch originelle Ideen inspirieren. 

 

Kaufverhalten entscheidet über nachhaltigen Einzelhandel  


24. Juni 2010 - Dr. Eike Wenzel, Senior Future Consultant und Mitglied der Geschäftsleitung des Zukunftsinstituts, beschäftigt sich seit langem mit LOHAS und Konsumverhalten. Er ist der Meinung, dass sich die Wirtschaft im allgemeinen und der Handel im besonderen in den kommenden Jahren derart verändern, dass sich Mensch und Wirtschaft einander annähern. Der Konsument wird zum Akteur, der von einem Handelsunternehmen mehr erwartet als die "Bereitstellung von Produkten", siehe Karstadt. Den Kollegen vom Magazin enorm hat er ein Videointerview zum Thema gegeben.  

Innovative Retail-Konzepte gewinnen an Bedeutung

 

22. Juni 2010 - Was lange als Sahnehäubchen galt, könnte schon bald zur Torte werden. Im vierten Teil der Retail 2020-Studienreihe betonen die Einzelhandelsexperten von Jones Lang LaSalle die wachsende Bedeutung extravaganter Erlebnisangebote und innovatier Service-Ideen für den stationären Handel. Allein mit klassischen Verkaufsmodellen werden Stores in 1a-Lagen und Shopping Center dem Online-Handel in Zukunft nicht Paroli bieten können. Der Einzelhandel muss über sich hinauswachsen und für spektakuläre Einkaufserlebnisse sorgen.

 

Wirklich neu sind diese Erkenntisse nicht: Schon heute steht bei der Konzeption von Flagship Stores das Markenerlebnis im Mittelpunkt. Das Gemeinschaftsgefühl wird in fast allen Shopping-Center-Neuentwicklungen groß geschrieben. Auch die Integration von Freizeitbeschäftigungen ist seit langem üblich. Mit Kinos, Food Courts, Eisbahnlaufen oder Kletterwänden sind Shopping Center bereits heute weit mehr als reine Einkaufsstätten.

 

Fraglich ist, ob nicht auch diese Konzepte längst überholt sind. Künstliche Erlebniswelten, ohne Tageslicht und Bezug zur Umwelt, wirken inzwischen wie aus der Retorte. Die "Mall" als Erlebnispark ist ein Thema der 90iger Jahre. Völlig untauglich für eine multiethnische Gesellschaft, die mit den technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts umgehen muss.

 

Als wesentliche Trends benennt die Studie u.a. folgende Punkte:

  • Überraschende Standorte und Szenerien (z.B. Dorfatmosphäre in der Metropole)
  • Ethischer Konsum und Nachhaltigkeit gewinnen an Bedeutung
  • Mehr Erlebnis- und Wertorientierung anstelle reiner Unterhaltungsangebote
  • Unbekannte Marken aus anderen Erdteilen wecken Neugier
  • Zunehmende Vielfalt und Professionalisierung nichtfilialisierter Anbieter.

Was sind die Trends der Einzelhandelsimmobilien 2010?

 

20. April 2010 - Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde: „Ökologische Performance, Verkehrs- und Demografiekonzepte von Handelsimmobilien sind die drei dominierenden Aspekte, um sich künftig am Markt behaupten zu können“, erklärt Dr. Katrin Grumme, Vorsitzende des BFW-Arbeitskreises Einzelhandel und Geschäftsführerin der DGC Dr. Grumme Consulting GmbH.

 

„Innerstädtische und integrierte Einzelhandelskonzepte müssen zukünftig immer stärker an ihrer Positionierung sowie Zentralität und somit Attraktivität arbeiten, um im Wettbewerb der Standorte und Konzepte zu bestehen. Die Positionierung von Handelsimmobilien wird zukünftig verstärkt von Nachhaltigkeit, Service und Erlebnis geprägt sein. Die Nachhaltigkeit der Immobilie, des Einzelhandelskonzeptes sowie jedes einzelnen Mieters wird über die Themen energetische Sanierung und Verkehr verstärkt in den Vordergrund rücken“, erläutert Grumme.

 

Längst würden die Konsumenten mehr als nur allein ökologisch hergestellte Produkte erwarten. Vielmehr legten sie einen immer größeren Wert auf ein transparentes und umfassendes Nachhaltigkeitsmanagement des Einzelhandels, das auch die unternehmensinternen Bereiche wie die Reduktion des CO2-Verbrauchs oder Maßnahmen zum Energiesparen einschließt. Für die Einzelhandelsunternehmen und die Einzelhandelsimmobilien sei dies Herausforderung und Chance zu gleich. Gelänge es ihnen, ein umfassendes Nachhaltigkeitsmanagements in ihre Unternehmensstrategie zu integrieren – und dies ihren Kunden glaubhaft zu kommunizieren – ließen sich enorme Wettbewerbsvorteile realisieren.

 

Die Höhe der Energiekosten ist für alle Einzelhändler ein Thema. Eine Studie des EHI Retail Institutes in Köln belegt, dass Textileinzelhändler mit jährlichen 28,75 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche die zweithöchsten Energiekosten im Handel haben – nach dem Lebensmittelhandel mit 50 Euro pro Quadratmeter. Bei einem Bundesdurchschnitt von etwa 420 m² Verkaufsfläche pro 1.000 Einwohner im Lebensmitteleinzelhandel, entstehen jährlich Energiekosten für Strom, Gas und Heizöl von 21.000 Euro.

 

Die BFW-Arbeitskreisvorsitzende verweist zudem auf einen weiteren Trend im Einzelhandel: „Auch eine neue Mobilitätskultur und damit die Erreichbarkeit der Handelsimmobilie werden im Fokus der Nachhaltigkeit stehen. Mobilität und Einzelhandel sind eng miteinander verknüpft. Ohne individualisierte Mobilität ist der heutige Einzelhandel wirtschaftlich nicht denkbar. Auch ist die Versorgung einer breiten Bevölkerung mit Waren des täglichen, aber auch des nicht-periodischen Bedarfs, insbesondere unter den Vorzeichen der demografischen Entwicklung, ist ohne eine individualisierte Mobilität, die über das reine Gebäude hinausgeht, nicht zu gewährleisten.“ Eine nachhaltige und damit wirtschaftlich effiziente, umweltfreundliche und ressourcensparende Handelsimmobilie müsse auch Konzepte für einen nachhaltigen Kunden-, Anlieferungs- und Entsorgungsverkehr finden. Diese Verkehrskonzepte spielten bei der Entwicklung einer Handelsimmobilie bereits jetzt eine wichtige Rolle und die Bedeutung wird weiter zunehmen. Kleinräumige Mobilität für die tagtägliche Versorgung werde außerdem in einer alternden Gesellschaft an Bedeutung gewinnen. Hier könne individuelle Mobilität als Dienstleistung mit kleinen zentral versorgten, aber dezentral genutzten Angeboten eine neue Form der Mobilität sein. Integrierte Einzelhandelskonzepte könnten sich als Dienstleistungs-, Erlebnis- und Produktanbieter positionieren.

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News: Immobilien

Karstadt ist gerettet
Nach monatelangem Tauziehen ist die insolvente Warenhauskette Karstadt gerettet. Nachdem die Higstreet-Gläubiger Mietsenkungen zugestimmt haben, hat das Amtsgericht Essen den Insolvenzplan abgesegnet.
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Städtebauförderung: Ramsauer für Abmilderung der Kürzungen
Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) hat sich für eine Abmilderung der geplanten Kürzung bei der Städtebau-Förderung ausgesprochen. Die Bauminister der Länder forderten heute in Berlin die Rücknahme der Kürzungspläne.
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Offene Immobilienfonds sammeln wieder mehr ein
Deutlicher Anstieg der Mittelzuflüsse bei den Offenen Immobilienfonds: Im Juli haben die OIF mehr als doppelt so viel eingesammelt als im Juni.
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Berliner Mietrechtsvorschläge realitätsfern (Berlin, 27. August 2010)

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BFH-Urteil bereitet Weg zur Reform der Grundsteuer (Berlin, 12. August 2010)

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ZIA wächst weiter: Vier neue Mitglieder (Berlin, 2. August 2010)

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News: Nachhaltigkeit

Bundesregierung ruft zu Bürgerdialog über ihre Nachhaltigkeitsstrategie auf
Die Bundesregierung will die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickeln und lädt alle Bürgerinnen und Bürger zu einem Online-Dialog über deren Fortschreibung ein. Zwischen dem 27. September und dem 14. November können sie unter www.dialog-nachhaltigkeit.de Stellung zur Strategie nehmen und über Deutschlands Weg in die Zukunft diskutieren. Die Ideen, Forderungen und Standpunkte der Bürger will die Bundesregierung auswerten und in ihren geplanten Entwurf für einen Fortschrittsbericht zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie einfließen lassen. Mögliche Themenschwerpunkte für diesen Bericht wird Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Eröffnung des Online-Dialogs am 27. September auf der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung in Berlin vorschlagen.
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Rohstoffexperten: Deutschland kommt bei Ressourceneffizienz nicht voran
Deutschland kommt beim effizienteren Einsatz knapper Rohstoffe wie Erdöl, rarer Metalle oder sogenannter „Seltener Erden“ nicht voran: Zwischen 1994 und 2008 legte der für das nationale Nachhaltigkeitsziel maßgebliche Indikator „Rohstoffproduktivität“ laut Statistischem Bundesamt zwar nominell zu. Der von den Wiesbadener Statistikern in ihrem Indikatorenbericht Nachhaltige Entwicklung in Deutschland 2010 errechnete Effizienzzuwachs von rund 40 Prozent entpuppt sich Fachleuten zufolge bei genauerem Blick jedoch als Stillstand. „In absoluten Zahlen“, sagt Johannes Lackmann, Geschäftsführer des Berliner VDI Zentrums Ressourceneffizienz (VDI ZRE), „stagniert die Rohstoffproduktivität“. Wolle die Bundesregierung das ändern, müsse sie vor allem ihrer Steuerpolitik eine neue Richtung geben.
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