• News
  • Nachhaltigkeit
  • Gebäudezertifikate
  • Green Buildings
  • Green Office
  • Nachhaltige Stadtquartiere
  • Sonderimmobilien
  • Zukunftsfähige Wohnimmobilien
  • Immobilienberatung
  • Immobilienbewertung
  • Immobilieninvestment
  • Immobilienmanagement
  • Projektmanagement + Baucontrolling
  • Grüne Mietverträge
  • Grüne Architekten + Bauingenieure
  • Energiekonzepte
  • Nachhaltige Bauprodukte
  • Web 2.0 in der Immobilienwirtschaft
  • greenIMMO TV
  • greenEssays
    • High Tech Teil 1: Nachhaltigkeit fängt früher an
    • High Tech Teil 2: Nachhaltigkeit für Gründerzeitbauten
    • High Tech Teil 3: Verantwortung und Ökonomie konkret
    • Interdisziplin 1: Bauherr
    • Interdisziplin 2: Architekt
    • Interdisziplin 3: Baubehörden
  • greenEvents
  • greenIMMO Porträt
  • Kontakt
Newsletter

Jedes Quartal Neuigkeiten aus der "grünen" Immobilien- und Bauwirtschaft

Info: Der Newsletter kann jederzeit abbestellt werden.

Durchblick mit greenIMMO TV

"Wie entsteht ein Green Building?" und weitere Clips für "grüne" Immobilisten:

Fachdialog "ZuHause 2.0" sucht Architekten

Sie haben bereits ein Smarthome oder ähnliches Wohnprojekt realisiert? Dann stellen Sie es vor und überzeugen weitere Bauherren und Investoren! Weitere Infos finden Sie hier.

NEU: Google Street View integriert

Ab Januar 2012 versehen wir die in der Rubrik Green Buildings vorgestellten nachhaltigen Immobilien mit Google Maps und Google Street View. So lassen sich die Gebäude und ihre Umgebung virtuell "besuchen".

green Events

ImmobilienWissen kompakt: Nie mehr hilflos allein zu Haus!  

Bauliche + elektrotechnische Wohnkomfort-Lösungen für jedes Alter, 23. Februar 2012, Hamburg

News: Immobilien

Institutionelle Investoren in Europa meiden Risiken
Invesco Real Estate geht in einem Zwischenausblick für das 1. Quartal 2012 davon aus, dass die Risikobereitschaft unter institutionellen Investoren gering bleiben wird. Schwächere Märkte der Eurozone werden gemieden.
>> mehr lesen

Individueller Verbrauch ist kein „Allgemeinstrom“
Die Kosten für die Beleuchtung einzeln zugewiesener Kellerabteile fallen nicht unter die Betriebskostenposition „Allgemeinstrom“.
>> mehr lesen

TAG Immobilien veräußert Estavis-Anteile
Die TAG Immobilien AG hat ihre Anteile an der Estavis AG in Höhe von 20 Prozent veräußert. Die Transaktion wurde Ende Januar abgeschlossen. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.
>> mehr lesen

News: Nachhaltigkeit

Kommunale Spitzenpolitiker fordern mehr Hilfe für Energiewende vor Ort
Ohne die tatkräftige Unterstützung durch Deutschlands Städte und Gemeinden wird die Bundesregierung die Umsetzung der Energiewende nicht stemmen können. Das machten zehn Oberbürgermeister am 30. Januar während einer gemeinsamen Arbeitssitzung mit dem Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung deutlich. Die Stadtoberen engagieren sich mit weiteren kommunalen Spitzenpolitikern aus ganz Deutschland in dem vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) initiierten „Dialog ‚Nachhaltige Stadt’“. Große Sorgen bereitet ihnen, dass die energetische Gebäudesanierung finanziell im Stich gelassen wird: Hier fehle es an finanzieller Förderung durch den Bund und an politischem Mut zu ergänzenden ordnungsrechtlichen Maßnahmen.
>> mehr lesen

Vor Rio: Hochrangiges UN-Gremium will „neues politisches Wirtschaftsmodell“
Ein von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon berufenes hochrangiges Beratergremium hat am 30. Januar seine Blaupause für mehr globale Nachhaltigkeit vorgelegt. Ban hatte das „High-level Panel on Global Sustainability“ im Sommer 2010 eingesetzt. Seine 22 Mitglieder sollten unter Vorsitz Bans, der Präsidentin Finnlands, Tarja Halonen, und des südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma praktikable Ideen für mehr Nachhaltigkeit ausarbeiten, rechtzeitig zum im Juni in Rio de Janeiro stattfindenden Weltgipfel über nachhaltige Entwicklung der UN („Rio+20“). In seinem Bericht fordert das international besetzte Expertengremium eine Neuausrichtung gängiger ökonomischer Praktiken. Die Stärke einer Volkswirtschaft müsse sich künftig an ihrer Nachhaltigkeit messen lassen.
>> mehr lesen

Netzwerkpartner

High Tech oder Low Tech? - Teil 1

Nachhaltigkeit fängt früher an ...

 

Text: Diplom-Ingenieur Reinhard Münster 

 

6. Oktober 2009 - Zum ersten Mal fiel es mir auf bei der ersten Besichtigung des neuen, seinerzeit von den Medien und ebenso vielen Kollegen hoch gelobten Kranzler-Ecks 2001 in Berlin. Es zog. Ich bog um eine Gebäudeecke und stand an einem sonnigen Hochsommertag unversehens inmitten einer steifen, kalten Brise. Dasselbe wiederholte sich Stunden später am Sony-Center, etwas exponierter gelegen, gleichwohl derart auch hier nicht erwartet. Mir war und ist bis heute unbegreiflich, was den Reiz eines zugigen Ortes (mag man ihn hier und da auch hochtrabend "Piazza" oder "Boulevard" nennen) ausmachen kann oder soll.

Altes Kranzler-Eck, um 1950 | Foto: Historische Archiv Berlin
Neues Kranzler-Eck, 2000 | Foto: Berlin Marketing, Günter Schneider

Tatsächlich stehen beide Beispiele nicht allein und sollten auch nicht ausschließlich ihren Architekten angekreidet werden. Denn auch viele Stadtplaner, Politiker, Standortvertreter, Investoren und Nutzer scheinen derartige Mängel geradezu als Qualitätsmerkmal misszuverstehen. Anders lässt sich die Fülle hervorragender Beispiele allerorten nicht erklären: Die Hafencity in Hamburg mit ihren langen, winddurchtosten Ost-West-Achsen, auch an warmen Spätsommertagen oft auffallend verwaist; nur wenige Kilometer westwärts das ehemalige Bavaria-Gelände mit einem ebenfalls Ost-West-gerichteten Windkanal, an dessen östlichem Ende die vorgesehene Gastronomie merkwürdigerweise bis heute nicht in Gang kommen will; der Duisburger Binnenhafen, an dem die frisch gedeckten Tische stadtseitig angrenzender Restaurants gelegentlich mal eben von niederfallenden Lüftchen abgeräumt werden; in Köln die langgestreckte und wiederum zugige Tristesse des Rheinauhafens.

Was ist aus dem Jahrhunderte alten und keineswegs geheimen Wissen um wesentliche Elemente soliden Städtebauens geworden?

 

Dass lange, breite Strassen und Stadträume nicht parallel zur ortstypischen Hauptwindrichtung liegen sollten, dass sie anderenfalls durch Profil, Krümmung und Längenbegrenzug behaglich zu halten seien und dass sich Stadt aus guten Gründen anders definiert als ausschließlich über beziehungslos freigestellte und überdimensionierte Solitärbaukörpern mit nix dazwischen. Wenn man genau hinsieht, erkennt man - aller Hochpreisigkeit und zertifizierter technischer Ausstattung der angrenzenden Bauten zum Trotz - der Kaiser ist nackt.

 

Allein, die schöne kühle Pracht allzeit von Computern gesteuerter und Ingenieuren fernüberwachter Hightech-Neubauten kann und wird nicht von Dauer sein. Büros und Wohnungen im Umfeld der zitierten Städträume leiden trotz aller moderner Haus- und Fassadentechnik nur zu oft unter auch wirtschaftlich desaströsen Mängeln: Kaum beherrschbare Überhitzung im Sommer und unerwartete Auskühlung im Winter, nahezu ganztägige Verschattung durch auf demselben Grundstück gelegene, hier wiederum jeden wünschenswerten, ansonsten baurechtlich bindenden Gebäudeabstand unterschreitende Nachbarbauten und, Abwesenheit jedweden nicht mit Marketinggeklinkel herbeigelobten urbanen Lebens. Die ewigjungen Schlagworte von Luxus und Exklusivität, schöngeredete Marken-Architektur, die allüberall durchaus vergleichbare Trendsgastronomie (heute trocknen und grillen wir infrarot), Designerleuchten und Lichtfarbspiele im öffentlichen Raum, betonumwehrte Pflanzfelder und dort, wo Absturzgefahr droht, die immergleichen Stahlseilgeländer, bringen es einfach nicht. Wenn die wesentlichen Dinge - Angemessenheit und Behaglichkeit des Ortes - nicht beizeiten intensiv bedacht und erträumt werden, lässt sich das Versäumte auf Dauer nicht verbergen und später auch nicht mehr nachholen. Die Menschen kommen einmal, frieren und bleiben weg. Für Immobilien und einen verpfuschten Städtebau ist der Zweitmarkt (auf ihm trifft man in der Regel weniger euphorische Investoren und Makler) ein durchaus scharfer Richter.

Um so mehr hat ökologische, kulturelle, ästhetische und ökonomische Nachhaltigkeit mit Nachdenken zu tun. 

 

Nachdenken weit über den Tag und gewohnte Grenzen hinaus. Designer- und Ingenieurslogik, eher in der Gebrauchsgüterindustrie und im Maschinenbau als in der auch sozial und funktional komplexeren Raumgestaltung verankert, und die ihrer Logik folgenden Lösungsansätze immer dickerer Dämmstoffpakete und zunehmend aufwendigere Stahl-Glas-Fassadensysteme ersetzen dieses von mir gemeinte Nachdenken nicht. Es ist ein grundlegendes Nachdenken, das erforderlich ist und umsichtig alle Bedingungen und Folgen einer Standortentwicklung, also auch die städtebaulichen und infrastrukturellen erwägt. Es sollte den menschlichen Gebrauch im Mittelpunkt haben, also die menschliche Gewohnheit, welche ja immer auch in Traditionen, das heisst kulturell begründet ist. Auch sollte es Komplexität nicht scheuen, etwa durch Beschränkung auf einseitig verfolgte Technologien wie die der Dämmung und - immer noch - Lufterwärmung, statt auch mal Ansprüche und Bequemlichkeiten kritisch zu hinterfragen. Müssen beispielsweise alle Räume einer Wohnung oder an einem Arbeitsplatz ganzjährig und ganztägig auf 23° erwärmt werden und fällt uns sonst - ausser sperrigen Radiatorenheizungen alternativ doktrinär Segen spendenden Zwangsbelüftungssystemen, dreifach dichten Kunststofffenstern und bald 20 cm starken und winddicht hinterklebten Wärmedämmverbundsystemen - zum Thema CO²-Ersparnis nichts ein?

Nachdenken, solches Nachdenken freilich kostet, ...

 

... auch im Rahmen von Architektur und Städtebau. Dabei ist es immer noch preiswerter als es zu unterlassen. Wer mithin Planung, zu guter Letzt also auch die Architektenleistung nur als unreflektierte Fortschreibung gewohnter Grössen und sodann allenfalls noch unter Einsparungsgesichtspunkten versteht, irrt. Denn tatsächlich kann gutes Bauen durchaus kostengünstig, qualitätsvoll und nachhaltig sein. Gut proportionierte Räume können auch leer oder sparsam möbliert angenehm sein, ein technisch und funktional vom Fachmann oder von einer Fachfrau ersonnenes Gebäude dauerhaft ökonomischer als eines von der Stange und der vorab einzuplanende Aufwand hierzu bereichernder als jedweder Luxuswareneinkauf. Allerdings muss die hierzu erforderliche Leistung auch gewürdigt und teils sogar selbst erbracht werden. Eben das, und vor allem das, kostet. Wer hierbei geizt, stellt sich selbt ein Bein. Lineare Kostensenkungen (also auch und insbesondere bei der Planung) und höchster Gewinn/höchste Nachhaltigkeit vertragen sich nicht. Es zusammenzwingen zu wollen, bedeutet, auf Unterschlagung hinzuarbeiten. Denn was nicht honoriert wird, wird nach menschlicher Logik auch nicht geliefert werden. Nachhaltigkeit fängt also beim ersten Nachdenken an. Bei der Standortwahl. Bei der ganz persönlichen Definition des eigenen Verhältnisses zur Welt. Nicht nur, wie hebe ich mich ab, sondern auch, wo und wie füge/ordne ich mich ein? Wie wichtig ist mir die Gemeinschaft und wie will ich mir ihr verkehren? Was werde ich weitergeben/vererben wollen? Wird das, was mir gerade gut und teuer erscheint, morgen noch dasselbe sein? Hier, bei diesem Nachsinnen, fängt wahre Sparsamkeit an. Normen, die sogenannten anerkannten Regeln der Technik und die ausgefeiltesten Rohprodukte können da allenfalls Begleitmusik sein. Denn auch sie wird man prüfen und vielleicht sogar verwerfen müssen.

Schließlich, aber nicht zuletzt, gibt es ja eben auch noch das Thema menschlicher, ...

 

... oft eigener Eitelkeit zu bedenken, die vieles hervorbringt, was teuer, nicht sinnvoll und eigentlich sogar gut verzichtbar ist. Manch eine grosse architektonische Geste wie so manch privater Einkauf ist,  was ich mir auch immer wieder sage, schlichtweg überflüssig. Designerbäder, die grösser als die benachbarten Kinderzimmer sind, darin preisgekrönte Waschtische und Armaturen, deren Funktionalität sich auf den schönen Anblick beschränkt, während sie bei normalem Gebrauch ihre Umgebung - grossflächige Spiegel und mit dunklen Edelhölzern furnierte Unterkonstruktionen - grossflächig unter Wasser setzen. Immer wieder auch offene Kamine und Elternschlafzimmer, die hinsichtlich Grösse und Ausstattungsqualität in keinem Verhältnis zu ihrer physikalisch messbaren Nutzungsdauer stehen und zudem mit erschütternder Offenherzigkeit priviligiert sind, im Vergleich zu den Räumen des im Laufe des Tages und über die Jahre hinweg oft viel notwendiger auf eine angemessene Privatsphäre angewiesenen Nachwuchses (Wirklich kein Thema? Auch nicht, was wir derart über unser Verhältnis zu unseren eigenen Kindern verraten? Sollen sie wirklich möglichst schnell das Haus verlassen?), grosszügige Ostterassen - dafür mit Blick auf den Rhein! - und, und, und. Natürlich sollten unsere Gedanken und Antworten am Ende einfach sein und für jedermann begreifbar, aller Umsicht und Vielschichtigkeit des Bedachten zum Trotz. Sie sollten schlicht sein und selbstverständlich und dem warmen Wohlbehagen Ausdruck verleihen, das uns beschleicht, wenn wir an das von uns Erreichte denken. Auch ohne CO²-Verschwendung. Mehr dazu demnächst. 

 

Abdruck sowie Vervielfältigung nur nach Genehmigung durch den Autor.

Impressum | Datenschutz | druckversionDruckversion | Sitemap | Diese Seite weiterempfehlen
© greenIMMO
Jimdo-Logout | Bearbeiten