Universal Design

Ein Must-have für Architekten, Designer, Produktmanager und Nutzer

 

Universal Design - Lösungen für einen barrierefreien Alltag

Oliver Herwig (Autor)

176 Seiten, 130 Farbabb. und 20 Zeichn.

ISBN 978-3-7643-8717-4, € 49,90

Birkhäuser Verlag, sofort lieferbar

 

Text: Irina Goudanakis

 

Oliver Herwig verschafft uns einen Überblick über die Ansprüche und die Motive von Univeral Design. Gemeint ist ein Design, das sich den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft stellt. Hierbei wird nicht nur, wie der Name schon sagt, eine Minderheit, die über 60 ist, ins Auge gefasst, sondern der Anspruch ist, für alle Lebensabschnitte und Altersgruppen eine Produktkultur zu entwickeln. Diese Produktkultur sieht vor, uns die Nutzung technischer Errungenschaften so einfach und komfortabel wie möglich zugänglich zu machen. Der Autor fordert uns auf, unsere Benutzerperspektive zu ändern. Die Alten von Morgen werden sehr viel mobiler sein und höhere Ansprüche an ihren Lebensabend stellen. Hierbei versteht sich die verminderte optische, motorische und kognitive Leistungsfähigkeit nicht als Handicap. Viel eher sind Designer und Hersteller gefragt, nutzerfreundliche Lösungen anzubieten. Die Bildschirmdarstellung sollte gut lesbar, ein Menü einfach zu bedienen und ein Navigations-system schnell zu verstehen sein. Wie die damalige Familienministerin von der Leyen 2006 erklärte, macht bereits damals die Generation 60 plus ein Drittel des privaten Konsums aus. Firmen erkennen die Bedeutung und richten ihre Werbekampagnen und Produktlinien darauf aus, eindrucksvoll in der Kosmetikkampagne von Dove zu sehen.

 

Da die Bedürfnisse der Senioren komplex und heterogen sind, ist eine Massenproduktion kaum möglich. Warum aber nicht alle an diesem Komfort teilhaben lassen? Leichte Erlernbarkeit und Benutzbarkeit kommt auch jüngeren Nutzern entgegen. Nur fühlen die sich oft durch ein antiquiertes "Reha-Design" abgeschreckt. Oliver Herwig führt auf, wie sich der Markt auf die neuen Anforderungen einstellt. In einem Alterssimulationsanzug wird die verminderte Leistungs-

fähigkeit getestet und das Design angepasst. Mit Blick auf Auge, Ohr, Hand und Fuß werden Lösungsansätze vorgestellt, z.B. könnte der PC als Alltagsgegenstand so einfach wie ein Fernseher zu bedienen sein. Einfache Unterhaltungselektronik wie Wii Sport kommt ohne Maus und Joystick aus. Das Apple iPhone fördert mit dem Touchscreen die intuitive Interaktion und ist in seiner Bedienung selbsterklärend. Zu oft steht die Ergonomie der Objekte an unterster Stelle, während die Marketing- und Verkaufsaspekte zuerst bedient werden. Nicht so in Diana Krauses Küche, welche die Beweglichkeitseinschränkung des Nutzers in das Konzept einbindet. Tiefhängende Schränke bzw. hochhängende Unterschränke machen Bücken und Heben unnötig. Eine gebogene Kante entlang der Arbeitsplatte kann zusätzlich als Griff dienen.

 

Aufschlussreich ist das Kapitel über Leitsysteme im öffentlichen Raum. Piktogramme und Symbole sind aus einer globalisierten Welt nicht mehr wegzudenken und dienen uns als Orientierungshilfe in einem fremden Umfeld. Die präzise Information im geeigneten Kontext ist hier entscheidend. Eine unübersichtliche Beschilderung hat schon so manchen Autofahrer in den Wahnsinn getrieben. Spätestens hier erkennt der Leser, wie wichtig gutes öffentlichkeitsorientiertes Design ist - ob auf Flughäfen oder im Einkaufscenter.

 

Der Band schließt mit einem reich bebilderten Kapitel über komfortable, ästhetisch ansprechende und energiesparende Altersdomizile. Zum Schluss zählt der Autor sieben Prinzipien des Universal Designs in einem kurzen Überblick auf. Anschauliches Bildmaterial, viele Quellenangaben und Interviews lockern und ergänzen den Text. Mit großer Schrift und griffigem Format bedient das Buch selbst die Idee des Universal Design. Es wendet sich in erster Linie an Designer und Architekten, aber auch an die Nutzer selbst. Wie oft kommt man sich wie ein Volltrottel vor, weil ein Produkt sich schwer bedienen läßt. Dieses Buch macht Lust auf neues, intelligentes Design, welches die Bedürfnisse der Nutzer an die technische Umwelt umsetzt. Viele Lebensbereiche sind davon betroffen und dabei wird klar, dass die kritische Auseinandersetzung der aktiven Nutzer mit dem Produkt selbst, zunehmen wird.     

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Nach monatelangem Tauziehen ist die insolvente Warenhauskette Karstadt gerettet. Nachdem die Higstreet-Gläubiger Mietsenkungen zugestimmt haben, hat das Amtsgericht Essen den Insolvenzplan abgesegnet.
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Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) hat sich für eine Abmilderung der geplanten Kürzung bei der Städtebau-Förderung ausgesprochen. Die Bauminister der Länder forderten heute in Berlin die Rücknahme der Kürzungspläne.
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Berliner Mietrechtsvorschläge realitätsfern (Berlin, 27. August 2010)

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Bundesregierung ruft zu Bürgerdialog über ihre Nachhaltigkeitsstrategie auf
Die Bundesregierung will die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickeln und lädt alle Bürgerinnen und Bürger zu einem Online-Dialog über deren Fortschreibung ein. Zwischen dem 27. September und dem 14. November können sie unter www.dialog-nachhaltigkeit.de Stellung zur Strategie nehmen und über Deutschlands Weg in die Zukunft diskutieren. Die Ideen, Forderungen und Standpunkte der Bürger will die Bundesregierung auswerten und in ihren geplanten Entwurf für einen Fortschrittsbericht zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie einfließen lassen. Mögliche Themenschwerpunkte für diesen Bericht wird Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Eröffnung des Online-Dialogs am 27. September auf der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung in Berlin vorschlagen.
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Rohstoffexperten: Deutschland kommt bei Ressourceneffizienz nicht voran
Deutschland kommt beim effizienteren Einsatz knapper Rohstoffe wie Erdöl, rarer Metalle oder sogenannter „Seltener Erden“ nicht voran: Zwischen 1994 und 2008 legte der für das nationale Nachhaltigkeitsziel maßgebliche Indikator „Rohstoffproduktivität“ laut Statistischem Bundesamt zwar nominell zu. Der von den Wiesbadener Statistikern in ihrem Indikatorenbericht Nachhaltige Entwicklung in Deutschland 2010 errechnete Effizienzzuwachs von rund 40 Prozent entpuppt sich Fachleuten zufolge bei genauerem Blick jedoch als Stillstand. „In absoluten Zahlen“, sagt Johannes Lackmann, Geschäftsführer des Berliner VDI Zentrums Ressourceneffizienz (VDI ZRE), „stagniert die Rohstoffproduktivität“. Wolle die Bundesregierung das ändern, müsse sie vor allem ihrer Steuerpolitik eine neue Richtung geben.
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