Was ist Nachhaltigkeit?

Was ist Nachhaltigkeit?

 

Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages hat ein Drei-Säulen-Modell dazu definiert: "Nachhaltigkeit ist die Konzeption einer dauerhaften zukunftsfähigen Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimenson menschlicher Existenz."

 

In wie weit ist die Immobilienbranche von dem Thema Nachhaltigkeit betroffen? 

  • 30% des gesamten Energiebedarfs entfallen auf Immobilien
  • 30 % der Resourcen entfallen auf den Betrieb, Bau und Abriss von Immobilien
  • 40 % der deutschen Treibhausemmissionen entfallen auf Immobilien

 

Nachhaltigkeit und eine "nachhaltige Entwicklung"

 

Die Ursprünge des Begriffs der „Nachhaltigkeit“ liegen bereits 2 Jahrhunderte zurück. Im 18. Jahrhundert bezeichnet Nachhaltigkeit die rein ökonomische Erkenntnis der Forstwirte, nicht mehr Holz aus den Wäldern entnehmen zu dürfen als nachwächst, um so die eigenen Einkommensgrundlagen nicht zu gefährden.

Die Grundlagen des Nachhaltigkeitsbegriff, wie wir ihn heute benutzen, prägte der nach der Leiterin der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der UN und norwegischen Ministerpräsidentin benannte Brundtland-Bericht „Our common future“ an die Vereinigten Nationen. Danach bezeichnet eine nachhaltige Entwicklung, die

 

„die Bedürfnisse der [gesamten] gegenwärtigen Generation befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können“.

 

Das Leitbild einer "Nachhaltigen Entwicklung" beschreibt also die Notwendigkeit der Umsetzung von Konzepten und Strategien zur Erhaltung des wirtschaftlichen sowie ökologischen und sozialen Kapitals auf der Welt - sowohl auf internationaler, nationaler als auch individueller Ebene. Das Ziel: Die Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit sollen erhalten und weiterentwickelt werden. Denn diese Formen des Kapitals spiegeln die Säulen wieder, die zum Halt des Tempels Erde oder anders gesagt zum Erhalt und der Entwicklung der Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit beitragen.

 

Die ökologische Dimension sorgt sich um die Bewahrung unserer Umwelt als Basis jeglicher menschlicher Existenz.

Die ökonomische Dimension zielt auf die Befriedigung der materiellen Bedürfnisse der Menschen ab.

Die soziale Dimension fordert die Vertiefung des sozialen Zusammenhalts und von Gerechtigkeit im Sinne von Chancengleichheit. Dazu gehören auch Solidarität, Verteilungsgerechtigkeit, der Erhalt und die Stärkung eines handlungsfähigen Gemeinwesens und der Abbau sozialer Spannungen. 

 

Letzten Endes geht es um Chancengleichheit: Zum einen um intergenerative Chancengleichheit zwischen der gegenwärtigen und der zukünftigen Generation. Außerdem geht es um intragenerative Chancengleichheit, also innerhalb einer Generation, um Chancengleichheit innerhalb und zwischen Gesellschaften herzustellen. Sie zielt insbesondere auf den fairen Ausgleich zwischen Industrie- und Entwicklungsländern, aber auch zwischen den Geschlechtern.

Die allgemeine Akzeptanz dieser Prinzipien zeigt sich in der Vielzahl von Institutionen, Verträgen und innovativen Konzepten und dem breiten Diskurs zwischen allen gesellschaftlichen Gruppen wie sie in der Agenda 21 zum Ausdruck kommen.

Trotzdem bedarf es einer weiteren Verbreitung und Diskussion über das Verständnis von Nachhaltigkeit. Denn dieses selbst befindet sich in einem dynamischen Prozess, d.h. einem abhängig von Wertekategorien, Zeit und Ressourcenverständnis wandelnden Zielsystem unter sich wandelnden ökonomischen, gesellschaftlichen und natürlichen Bedingungen. Neuere Konzepte, die beispielsweise im Kontext der Agenda 21 entwickelt wurden, sprechen auch von der institutionellen als der 4. Dimension insbesondere der Teilhabe der Bevölkerung an den sie betreffenden Entscheidungen.

 

Quelle: oikos international

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