Immobilienbewertung
Sind Green Buildings ihr Geld wert?
Tagesseminar in Hamburg zeigt "Auswirkungen von "grünen Investitionen" auf die Immobilienbewertung"
2. Mai 2011 - In Deutschland werden über 90% der Heizenergie in Gebäuden verbraucht, die vor 1983 erstellt wurden. Der Gebäudesektor hat einen Anteil von ca. 40% am gesamten Energieverbrauch in Deutschland. Nach der GfK-Studie „Immobilien und Energie“ erwarten 49% aller befragten Immobilienbesitzer größere Modernisierungsmaßnahmen, um den Energieverbrauch der Immobilie zu senken. Den Immobilieneigentümer interessiert, ob und in welchem Maße sich energetische Modernisierungen auf den Wert der Immobilie auswirken. Die Sachverständigen sind hier gefordert dies in ihrer Wertermittlung angemessen und nachvollziehbar, also sachgerecht zu berücksichtigen.
Am 30. Juni 2011 findet dazu ein Tagesseminar im Sachverständigen-Kolleg statt, in dem Dipl.-Betriebswirt (FH) Birger Ehrenberg MRICS das Thema ausführlich behandeln wird: Er gibt er den aktuellen Stand der diversen Untersuchungen (von RICS bis gif) wieder und fasst diese in Hinblick auf die Verwendbarkeit in aktuellen Gutachten zusammen. Die Teilnehmer erhalten zu dem praxisgerechte Tipps zum Umgang mit den diesbezüglichen Anforderungen der ImmoWertV.
Weiter Infos finden Sie hier.
Bewertungsmethoden für Nachhaltigkeitsaspekte
14. Februar 2011 - Das CCRS hat zusammen mit einer Begleitgruppe mit Vertretern von Novatlantis, SEK/SVIT, Stadt Zürich, VeF und ZKB die Grundlagen für eine Bewertung von Immobilien unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit erarbeitet.
Ein Ansatz für den Einbezug der wertrelevanten Nachhaltigkeitsaspekte bei bestehenden Bewertungsmethoden (ESI Immobilienbewertung) liegt vor. Der ESI-Indikator misst das Risiko eines Objektes, aufgrund langfristiger Entwicklungen an Wert zu gewinnen bzw. zu verlieren. Er kann sowohl in gängige Bewertungen einbezogen als auch als eigenständiger Indikator z.B. für strategische Zwecke verwendet werden. In einem ersten Schritt wurde der Indikator für Mehrfamilienhäuser und nun auch für Geschäftsliegenschaften spezifiziert (Büro und Verkauf). Ausführliche Praxistests haben die Plausibilität und Praktikabilität bestätigt.
esi_nachhaltigkeit_inklusive.pdf
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Nachhaltigkeit in der Immobilienbewertung
17. Januar 2011 - Der Begriff der Nachhaltigkeit hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Die Endlichkeit natürlicher Ressourcen und die sich abzeichnenden Folgen einer weltweiten Umweltverschmutzung haben zu einer öffentlichen gesellschaftspolitischen Nachhaltigkeitsdiskussion geführt. Die Verankerung des Begriffes der Nachhaltigkeit zeigt sich im Rahmen der deutschen und europäischen Wertermittlungsvorschriften, so auch in der neuen ImmoWertV.
Das aktuelle Verständnis nachhaltiger Entwicklung wird vor allem durch drei Dimensionen geprägt: die ökologische, die ökonomische und die soziale Dimension. Neu ist, dass die drei Aspekte in einen Zusammenhang gestellt werden: ohne funktionierende ökologische Grundlagen kein dauerhaftes Wirtschaftswachstum, ohne Wirtschaftswachstum droht der Zusammenhalt der Gesellschaftsordnung keinen Bestand zu haben. Ohne funktionierende Gesellschaft und Wirtschaft ist kein wirksamer Umweltschutz möglich. Die Interdependenz der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit tritt damit ins Bewusstsein.
Dr.-Ing. Martin Töllner, Architekt, Stadtplaner sowie ö.b.u.v. Sachverständiger für Immobilienbewertung, und Dipl.-Ing. Tobias Tilich, Sachverständiger für Immobilienbewertung, haben sich in "Der Immobilienbewerter" ausführlich und anschaulich mit der komplexen Materie beschäftigt.
Seminar zur Bewertung von nachhaltigen Immobilien
Wer sich über die Auswirkungen von Nachhaltigkeitskriterien auf die Immobilienbewertung und die Bewertung nachhaltiger Immobilien ausführlich informieren möchte, der hat dazu am 2. Februar 2011 in der Architektenkammer Niedersachsen die Gelegenheit. In dem eintägigen Seminar erläutert Dr.-Ing. Martin Töllner folgende Themen:
• Die aktuelle Diskussion um den Begriff der Nachhaltigkeit
• Das Drei-Säulen Modell der Nachhaltigkeit: ökologische Nachhaltigkeit/ ökonomische Nachhaltigkeit/ soziale Nachhaltigkeit
• Anwendung des Begriffs der Nachhaltigkeit im Immobiliensektor
• Kriterien für nachhaltige Gebäude
• Abgrenzung Green Buildings – Nachhaltige Gebäude
• Das Problem fehlender Standards
• Nachhaltigkeits-Labels und Abgrenzung zum Energieausweis: LEED, DGNB, SCoRE, Effizienzhaus und andere
• Die Alternative zu den Labels: monitoring, benchmarking, performance, reporting
• Wertrelevante Aspekte nachhaltiger Immobilien: Nachhaltigkeit als Risikominimierung, Betriebskostenminimierung – Facility Management, Lebenszyklusbetrachtung, Faktor Energiekosten
• Bewertungsansätze für nachhaltige Immobilien: die marktübliche Miete, Bewirtschaftungskosten, Liegenschaftszins, Gesamtnutzungsdauer und wirtschaftliche Restnutzungsdauer
• Praxisbeispiele
Nachhaltige Werte beeinflussen Ertrag und Risiko eines Portfolios
13. September 2010 - Über die positiven Auswirkungen nachhaltiger Werte auf den Ertrag und das Risiko eines Portfolios seien sich viele institutionelle Investoren noch „nicht vollständig im Klaren“, meint Brigitte Miksa, Leiterin International Pensions bei Allianz Global Investors. Das untermauert eine aktuelle Umfrage des Vermögensverwalters unter 216 Rentenexperten aus sechs europäischen Ländern. 60 Prozent der befragten Experten aus Wissenschaft, Finanzinstituten und Pensionsfonds glauben demzufolge zwar, dass „grüne“ Fonds und Aktien von nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen in der auf langfristigen Erfolg angewiesenen betrieblichen Altersvorsorge wichtiger werden. Treiber dieser Entwicklung ist ihrer Ansicht nach aber nicht die höhere Renditeerwartung nachhaltiger Kapitalanlagen, sondern der steigende Druck der Öffentlichkeit in Richtung „grünere“ Investments.
Studie zur Entwicklung offener Immobilienfonds
10. September 2010 - Die IPD Investment Property Databank GmbH in Wiesbaden stellt die neue Performance-Studie Offene Immobilienfonds 2009 vor, die in diesem Jahr erstmals der Öffentlichkeit kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt wird.
IPD Performance Studie Offene Immobilien
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RICS-Papier zur Berücksichtigung der Nachhaltigkeit bei der Immobilienbewertung
Dezember 2009 - Die Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) hat die deutsche Fassung des „Information Paper on Sustainability and Commercial Property Valuation“ vorgestellt. Das Papier zeigt Wege auf, wie Nachhaltigkeit gemessen werden kann und gibt Empfehlungen, in welcher Art diese Eingang in den Bewertungsprozess finden sollen.
Die in dem Papier vorgestellten Kriterien für Nachhaltigkeit umfassen unter anderen die Qualität der verwendeten Materialien und deren Auswirkungen auf den Lebenszyklus der Immobilie. Darüber hinaus gibt es Hinweise für die Beurteilung effizienter Nutzung von Energie und ein professionelles Abfallmanagement. Mietvertragliche, Finanz- und steuerliche Aspekte werden ebenso behandelt wie die Lage und Erreichbarkeit der Immobilie.
Zentraler Punkt ist der Einfluss dieser Eigenschaften auf laufende Kosten und Erträge und damit den erzielbaren Miet- und/oder Verkaufspreis der Immobilie. Die Immobilienbewerter sind dazu angehalten, quantitative Kriterien – wie Mietsteigerungspotenziale – und auch qualitative Kriterien - wie das zukünftige Nachvermietungspotenzial aufgrund von Nachhaltigkeitsmaßnahmen – zu erkennen und in ihrer Wertermittlung zu berücksichtigen. (Quelle: RICS Deutschland).
Trau! Schau! Wem? - Immobilienbewertung auf dem Prüfstand
6. Juli 2009 - Die deutsche und internationale Immobilienbranche erlebt derzeit ihre vielleicht größte Umbruchphase seit der Nachkriegszeit. In vielen Unternehmen kommt nun die Diskussion um die anzuwendende Bewertungsmethode für die Portfolios hinzu. Aber welche Vorgehensweise ist geeignet, die schwankungsanfällige Marktwertmethode (fair value) oder das stabile Anschaffungskostenprinzip (at cost)? Kaum berücksichtigt werden zudem die (energetischen) Bewirtschafts- und Instandhal-tungskosten, ganz zu schweigen von Bilanzierungsmethoden, die den Lebenszyklus eines Gebäudes monetär bewerten. Wenn sich die Experten schon nicht einig sind, wie soll dann ein Anleger den Fonds-Dschungel durchblicken?
Es mangelt eindeutig an Transparenz. Ob die zahlreichen am internationalen Markt befindlichen Gebäudezertifikate als wertsteigerndes Merkmal eingesetzt werden können, wird sich in den kommenden Jahren herausstellen. Sicher ist, dass verbindliche und nachvollziehbare Kriterien - auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit - gefunden werden müssen, die eine Investition in Immobilien langfristig lohnenswert machen. Die Branche tut gut daran, hier Offenheit zu signalisieren und damit ihr Image zu stärken.
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