Immobilienbewertung
Neugegründete Organisation IPMSC will Immobilienbewertung internationalisieren
10. Mai 2013 - Einige der weltweit führenden Immobilienorganisationen, unter ihnen RICS, haben Anfang Mai 2013 in Washington die International Property Measurement Standards Coalition (IPMSC) gegründet. Die Organsiation setzt sich für international einheitliche Standards bei der Immobilienbewertung ein. Folgende Aspekte soll die Standardisierung sicherstellen:
- weltweite Finanzstabilität,
- verbesserte und einheitlich Finanzberichte,
- Stärkung des Vertrauens von Investoren,
- größere Datentransparenz,
- vermindertes Betrugs- und Bestechungsrisiko.
Die Mitglieder unterzeichneten eine Deklaration, in der sie sich zur Entwicklung und späteren Anwendung der internationalen Bewertungsstandards verpflichten. Weiterhin verständigten sie sich auf die Berufung eines Kommitees zur Entwicklung der Standards und darauf, die Industrie in den Entwicklungsprozess einzubeziehen.
Green Rating Audits für über 7 Mio. m² an Gewerbeimmobilien in Europa
23. April 2013 - Die Green Rating Alliance hat das Green Rating Nachhaltigkeitsaudits für mehr als 7 Millionen Quadratmeter an Gewerbeimmobilien in Europa durchgeführt. ”Das ist ein sehr bedeutender Schritt für die Alliance und ihre Mitglieder. Die Erhöhung der Anzahl von Audits in Europa war eines der wichtigsten Ziele für das Jahr 2012 und wir sind erfreut, dieses Ziel erreicht zu haben,“ erklärt Pieter Hendrikse, CEO EMEA bei CBRE Global Investors, der als Chairman der Green Rating Alliance für das Jahr 2013 wiedergewählt wurde.
„Durch den Gewinn der beiden neuen Mitglieder, Invesco Real Estate und Valad, wird nicht nur unsere Mitgliedergemeinschaft gestärkt, sondern auch verdeutlicht, dass die Green Rating Alliance eine Initiative ist, die von großen europäischen Immobilienfirmen getragen wird. Sie gründet sich auf eine starke Basis großer europäischer Immobilienunternehmen mit einer internationalen Ausrichtung. Dies ist ein enormer Vorteil gegenüber Systemen mit nationalem Fokus bei der Weiterentwicklung der Green Rating Methode zur Messung von Nachhaltigkeit." Das Executive Board wird sich um die Mitgliederbetreuung, die Partnerschaften, das Marketing sowie die Leitung unseres Technical Committee kümmern, Christoph Wildgruber zu seiner Ernennung als CEO: „Wir freuen uns sehr, dass wir nun mit Julia Hauber, der neuen Program Managerin, eine feste Ansprechpartnerin an unserer Seite haben, die sich vor allem um die Mitgliederkommunikation sowie das Tagesgeschäft der Alliance kümmert”.
Weiteres Wachstum im Jahr 2013
Die Green Rating Alliance erwartet auch in 2013 ein starkes Wachstum der Audit- sowie Mitgliederzahlen. Auf der Agenda stehen weitere Green Rating Forum Veranstaltungen in den vier Kernmärkten Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien, die sich bereits im letzten Jahr erfolgreich etabliert haben. Die Alliance setzt ihre Arbeit an der Verbindung zwischen der Gebäude- und Portfolioebene fort und organisiert hierzu gemeinsam mit dem offiziellen Partner GRESB, der Global Real Estate Sustainability Benchmark, diverse Veranstaltungen
In Zukunft unterstützt Prof. Dr. Sven Bienert, Leiter des IRE|BS Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg, die Green Rating Alliance mit akademischer Forschung und Research. Prof. Bienert erklärt: “Die Messung von Nachhaltigkeit ermöglicht uns die richtigen Entscheidungen zu treffen, da man nur das spezifisch beeinflussen kann, was man zuvor messbar gemacht hat. Die Kooperation zwischen der Green Rating Alliance und dem IRE|BS Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft ist daher beispielhaft und ein großer Schritt für die Nachhaltigkeitsmessung im Immobilienbereich.”
RICS und KIT richten Lehrstuhl für Immobilienbewertung und Nachhaltigkeit ein
21. Mai 2012 - Die RICS und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) werden Immobilienexperten zukünftig gemeinsam die für ein zukunftssicheres Immobilien-, Infrastruktur- und Bauumfeld weltweit benötigten Kenntnisse und Fertigkeiten anbieten. Um den steigenden Bedürfnisse der Branche in den Bereichen nachhaltiger Praxis und Investitionen Rechnung zu tragen, zielt der von der RICS und dem KIT neu eingerichtete Lehrstuhl Immobilienbewertung und Nachhaltigkeit darauf ab, den Immobilienbewertern und Investitionsentscheidungsträgern frühestmöglich ein nachhaltiges Denken durch weltweit anwendbare und anpassbare Lehr- und Schulungsmodule zu vermitteln.
Die Ernennung von Dr. David Lorenz FRICS als Dozent für Immobilienbewertung und Nachhaltigkeit geschieht in einer Zeit, in der die für die Immobilien- und Baubranche zuständigen Regierungen, Behörden und Organisationen unter den zunehmenden Druck geraten, Nachhaltigkeits- und CO2-Emissionsziele zu erfüllen und belastbare und Ressourcen schonende Gemeinden weltweit zu schaffen. Sean Tompkins, CEO der RICS: „Für die RICS spielen Aus- und Weiterbildung eine entscheidende Rolle, damit das Thema Nachhaltigkeit schnell transportiert werden kann. Mit der Einrichtung eines gemeinsamen Lehrstuhls für Immobilienbewertung und Nachhaltigkeit leisten die RICS und das KIT für ein zentrales Thema der RICS Pionierarbeit. Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren mit dem Lehrstuhl für nachhaltiges Gebäude- und Immobilienmanagement beim KIT im Bereich integrative Nachhaltigkeit bei der Bewertung von Immobilien zusammen. Dies geschieht im Rahmen von gemeinsamen Forschungsprojekten und internationalen Konferenzen. Wir freuen uns sehr, dass wir diese fruchtbare Zusammenarbeit nun formalisieren können. Die Mitfinanzierung des Lehrstuhls für Immobilienbewertung und Nachhaltigkeit beim KIT wird die RICS dabei unterstützen, den steigenden Bedürfnissen sowohl von Immobilienexperten als auch ihrer Kunden Rechnung zu tragen und die weltweiten Standards für die Einbindung von Nachhaltigkeit in die Bewertungspraxis zu gestalten.“
Prof. Dr. Hippler, KIT-Präsident: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Grundregel, die praktisch den gesamten Forschungsaktivitäten des KIT zugrunde liegt. Wir freuen uns, die RICS als Praxispartner im Bereich Immobilienbewertung und Nachhaltigkeit an unserer Seite zu haben. Die RICS wird direkt an der Gestaltung der Inhalte und Schwerpunkte der Ausbildungs- und Schulungsprogramme durch Gastlektorate teilhaben und dadurch eine enge Partnerschaft zwischen der Branche und der Akademie ermöglichen. Der Lehrstuhl soll ferner Netzwerke mit anderen internationalen Forschungsinstituten aufbauen, die sich ebenfalls der Förderung nachhaltiger Bau- und Investitionspraktiken verschrieben haben. Die offizielle Dauer des gemeinsamen Lehrstuhls beläuft sich auf vier Jahre, jedoch hat das KIT beschlossen, weitere zwei Jahre zu finanzieren, um Kontinuität und Auswirkungen der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge zu gewährleisten. Damit wird das Projekt bis zu sechs Jahre lang laufen.“
Rüdiger Hornung MRICS, Vorsitzender der Professional Group Sustainability der RICS Deutschland, künftig als Delegierter im Projektbeirat vertreten: „Wir freuen uns, dass dieses wichtige Pilotprojekt bei uns in Deutschland angesiedelt ist und werden es als Fachgruppe aktiv begleiten.“
Bewertungsmethoden für Nachhaltigkeitsaspekte
14. Februar 2011 - Das CCRS hat zusammen mit einer Begleitgruppe mit Vertretern von Novatlantis, SEK/SVIT, Stadt Zürich, VeF und ZKB die Grundlagen für eine Bewertung von Immobilien unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit erarbeitet.
Ein Ansatz für den Einbezug der wertrelevanten Nachhaltigkeitsaspekte bei bestehenden Bewertungsmethoden (ESI Immobilienbewertung) liegt vor. Der ESI-Indikator misst das Risiko eines Objektes, aufgrund langfristiger Entwicklungen an Wert zu gewinnen bzw. zu verlieren. Er kann sowohl in gängige Bewertungen einbezogen als auch als eigenständiger Indikator z.B. für strategische Zwecke verwendet werden. In einem ersten Schritt wurde der Indikator für Mehrfamilienhäuser und nun auch für Geschäftsliegenschaften spezifiziert (Büro und Verkauf). Ausführliche Praxistests haben die Plausibilität und Praktikabilität bestätigt.
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Nachhaltigkeit in der Immobilienbewertung
17. Januar 2011 - Der Begriff der Nachhaltigkeit hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Die Endlichkeit natürlicher Ressourcen und die sich abzeichnenden Folgen einer weltweiten Umweltverschmutzung haben zu einer öffentlichen gesellschaftspolitischen Nachhaltigkeitsdiskussion geführt. Die Verankerung des Begriffes der Nachhaltigkeit zeigt sich im Rahmen der deutschen und europäischen Wertermittlungsvorschriften, so auch in der neuen ImmoWertV.
Das aktuelle Verständnis nachhaltiger Entwicklung wird vor allem durch drei Dimensionen geprägt: die ökologische, die ökonomische und die soziale Dimension. Neu ist, dass die drei Aspekte in einen Zusammenhang gestellt werden: ohne funktionierende ökologische Grundlagen kein dauerhaftes Wirtschaftswachstum, ohne Wirtschaftswachstum droht der Zusammenhalt der Gesellschaftsordnung keinen Bestand zu haben. Ohne funktionierende Gesellschaft und Wirtschaft ist kein wirksamer Umweltschutz möglich. Die Interdependenz der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit tritt damit ins Bewusstsein.
Dr.-Ing. Martin Töllner, Architekt, Stadtplaner sowie ö.b.u.v. Sachverständiger für Immobilienbewertung, und Dipl.-Ing. Tobias Tilich, Sachverständiger für Immobilienbewertung, haben sich in "Der Immobilienbewerter" ausführlich und anschaulich mit der komplexen Materie beschäftigt.
Das CCRS hat zusammen mit einer Begleitgruppe mit Vertretern von Novatlantis, SEK/SVIT, Stadt Zürich, VeF und ZKB die Grundlagen für eine Bewertung von Immobilien unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit erarbeitet. Ein Ansatz für den Einbezug der wertrelevanten Nachhaltigkeitsaspekte bei bestehenden Bewertungsmethoden (ESI® Immobilienbewertung) liegt vor. Der ESI®-Indikator misst das Risiko eines Objektes, aufgrund langfristiger Entwicklungen an Wert zu gewinnen bzw. zu verlieren. Er kann sowohl in gängige Bewertungen einbezogen als auch als eigenständiger Indikator z.B. für strategische Zwecke verwendet werden. In einem ersten Schritt wurde der Indikator für Mehrfamilienhäuser und nun auch für Geschäftsliegenschaften spezifiziert (Büro und Verkauf). Ausführliche Praxistests haben die Plausibilität und Praktikabilität bestätigt.
Nachhaltige Werte beeinflussen Ertrag und Risiko eines Portfolios
13. September 2010 - Über die positiven Auswirkungen nachhaltiger Werte auf den Ertrag und das Risiko eines Portfolios seien sich viele institutionelle Investoren noch „nicht vollständig im Klaren“, meint Brigitte Miksa, Leiterin International Pensions bei Allianz Global Investors. Das untermauert eine aktuelle Umfrage des Vermögensverwalters unter 216 Rentenexperten aus sechs europäischen Ländern. 60 Prozent der befragten Experten aus Wissenschaft, Finanzinstituten und Pensionsfonds glauben demzufolge zwar, dass „grüne“ Fonds und Aktien von nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen in der auf langfristigen Erfolg angewiesenen betrieblichen Altersvorsorge wichtiger werden. Treiber dieser Entwicklung ist ihrer Ansicht nach aber nicht die höhere Renditeerwartung nachhaltiger Kapitalanlagen, sondern der steigende Druck der Öffentlichkeit in Richtung „grünere“ Investments.
RICS-Papier zur Berücksichtigung der Nachhaltigkeit bei der Immobilienbewertung
Dezember 2009 - Die Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) hat die deutsche Fassung des „Information Paper on Sustainability and Commercial Property Valuation“ vorgestellt. Das Papier zeigt Wege auf, wie Nachhaltigkeit gemessen werden kann und gibt Empfehlungen, in welcher Art diese Eingang in den Bewertungsprozess finden sollen.
Die in dem Papier vorgestellten Kriterien für Nachhaltigkeit umfassen unter anderen die Qualität der verwendeten Materialien und deren Auswirkungen auf den Lebenszyklus der Immobilie. Darüber hinaus gibt es Hinweise für die Beurteilung effizienter Nutzung von Energie und ein professionelles Abfallmanagement. Mietvertragliche, Finanz- und steuerliche Aspekte werden ebenso behandelt wie die Lage und Erreichbarkeit der Immobilie.
Zentraler Punkt ist der Einfluss dieser Eigenschaften auf laufende Kosten und Erträge und damit den erzielbaren Miet- und/oder Verkaufspreis der Immobilie. Die Immobilienbewerter sind dazu angehalten, quantitative Kriterien – wie Mietsteigerungspotenziale – und auch qualitative Kriterien - wie das zukünftige Nachvermietungspotenzial aufgrund von Nachhaltigkeitsmaßnahmen – zu erkennen und in ihrer Wertermittlung zu berücksichtigen. (Quelle: RICS Deutschland).





