Immobilieninvestment
DGNB bei Kreditkonditionen gleichauf mit LEED und BREEAM
31. August 2012 - Die angelsächsischen Nachhaltigkeit-Zertifikate LEED und BREEAM haben im deutschsprachigen Raum auf Kreditkonditionen bei Projekten einen ähnlich hohen Einfluss wie das deutsche Gebäudesiegel der DGNB. Dies ist eines der Ergebnisse der jüngst vorgelegten Studie von Ernst & Young, für die knapp 70 Kreditinstitute, Immobilieninvestoren, Projektentwickler und Großmieter in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden.
Demnach sieht in Deutschland und Österreich jeweils ein Viertel der Befragten bei allen drei Labels einen mittleren bis hohen Einfluss auf die Kreditkonditionen. In der Schweiz hat das heimische Zertifikat Minergie eine überragende Bedeutung: Drei Viertel der Schweizer Befragten sehen hier einen mittleren oder hohen Einfluss. Weitere Ergebnisse der Studie: 46 % der Befragten gaben an, einen Nachhaltigkeitsreport zu erstellen. Im Vorjahr waren es nur 27 % gewesen. An Bedeutung gewinnt auch die Portfoliobetrachtung: Fast neun von zehn Befragten sehen sie mittlerweile als wichtigen Image-Faktor.
Hier finden Sie die Studie als Download.
Investoren suchen grüne Strategien für das Gesamtportfolio
30. August 2012 - Die europäischen Immobilieninvestoren stellen ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten auf ein breiteres Fundament. Die „grünen" Strategien von heute richten sich auf das gesamte Immobilienportfolio und beziehen auch die Unternehmensebene mit ein. Auf dem Weg zu einer verbesserten Umweltperformance der Gebäude werden die Nutzer ebenso wie die Dienstleister intensiver einzubinden sein.
Zu diesem Ergebnis kommt Union Investment in ihrer aktuellen Nachhaltigkeitsstudie, für die 172 Immobilieninvestoren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien repräsentativ befragt wurden.
Bereits 34 Prozent der befragten Immobilieninvestoren bilden die Gebäudekennzahlen für z.B. Endenergieverbrauch, Lebenszykluskosten oder Abfallaufkommen auf der Ebene des Gesamtportfolios ab. Bei der letzten Befragung vor sechs Monaten lag der Wert noch bei 25 Prozent.
Bei ebenfalls 34 Prozent der Investoren ist das Thema Nachhaltigkeit in die Corporate Social Responsibility (CSR)-Strategie eingebunden. Bei 31 Prozent basieren die Nachhaltigkeitsaktivitäten auf einer nachhaltigen Produktstrategie für das Gesamtportfolio. Bei nur 29 Prozent steht ein Produkt bzw. einzelnes "Green building" im Zentrum der
Nachhaltigkeitsstrategie. „Nachhaltigkeit wird auch in der Immobilienbranche zunehmend ganzheitlich gesehen", sagt Dr. Reinhard Kutscher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Union Investment Real Estate GmbH, Hamburg.
Unter den Instrumenten, die eingesetzt werden, um die Umweltperformance des Gesamtportfolios zu verbessern, hat die „Instandhaltung nach nachhaltigen Aspekten" aus Sicht der Investoren besonders an Bedeutung gewonnen. 62 Prozent messen diesem Instrument einen deutlich gewachsenen Stellenwert bei. Für 39 Prozent der Befragten hat die „Auswahl von Dienstleistern nach nachhaltigen Aspekten" stark an Bedeutung gewonnen. Jeweils 35 Prozent sehen eine gestiegene Relevanz von „grünen" Mietverträgen und „Richtlinien für den nachhaltigen Mieterausbau". Auffällig ist, dass die Immobilieninvestoren in Frankreich und Großbritannien im Bereich der nachhaltigen Immobilieninvestments gegenwärtig ein durchgängig höheres Aktivitätslevel als die deutschen Investoren an den Tag legen. Insbesondere haben in Frankreich "Green Leases" stark an Bedeutung gewonnen.
Umweltbilanz hängt vom Nutzer ab
Nach Ansicht von 65 Prozent der befragten Immobilienprofis wird die Umweltbilanz eines Gebäudes maßgeblich vom Verhalten der Nutzer bestimmt. In Deutschland ist der Wert mit 52 Prozent jedoch signifikant niedriger als in Frankreich und UK, wo 72 bzw. sogar 77 Prozent der Investoren dem Nutzerverhalten eine hohe Bedeutung beimessen.
Unterdessen ist der Wunsch nach Bewertbarkeit und Vergleichbarkeit „grüner" Portfolios unter den Immobilieninvestoren weiter gestiegen. 62 Prozent der Investoren betonen in der aktuellen Umfrage, dass Benchmarking die Voraussetzung für Transparenz ist. Bestätigt wird dies durch ein anderes Ergebnis der Studie: Nicht einmal 20 Prozent der Investoren sind der Meinung, dass sie in ihren jeweiligen Ländern eindeutige Beurteilungskriterien für nachhaltige Gebäude vorfinden. Der Wert hat sich gegenüber der Vorjahresbefragung sogar verschlechtert.
Immerhin: Ihren Beitrag zur gewünschten Transparenz leisten die Investoren in respektablem Maße. 36 Prozent der befragten Immobilienunternehmen berichten über ihre Aktivitäten in Nachhaltigkeitsreports. Mit 49 Prozent sind die Briten hier führend.
Nachhaltigen Investments fehlt Transparenz und fachkundige Beratung
24. April 2012 - Nachhaltige Immobilieninvestments und Finanzprodukte erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei privaten Kapitalanlegern. Doch es herrscht Unsicherheit darüber, wann und ob die als nachhaltig ausgegebene Geldanlage tatsächlich ökologischen, sozialen und auch ökonomischen Nachhaltigkeitskriterien entspricht.
Vor wenigen Tagen haben wir die auf nachhaltige Finanzprodukte spezialisierten Hamburger Berater, Stefan Wendt-Reese und Dirk Brockmeyer, getroffen und uns mit ihnen über Nachhaltigkeit, Finanzprodukte und Finanzberatung unterhalten. Entstanden ist ein informatives Interview, das Sie hier sehen können.
Nachhaltigkeitsstudie der Bank Sarasin zur Bankenbranche: Viel Mittelmaß und wenig gelernt – Schweizer Großbanken nicht nachhaltig
13. Dezember 2011 - Das Image der Banken in der Öffentlichkeit ist auf dem Tiefpunkt angelangt. Doch trotz aller Kritik haben Banken eine wichtige und zentrale Rolle für die Lenkung der Finanzströme als Schmiermittel der Wirtschaft. Für die Zukunft der Branche ist entscheidend, ob es gelingt, diese Funktion mit nachhaltigeren Geschäftsmodellen auszuüben. Die aktuelle Nachhaltigkeitsstudie «Kredit verspielt oder nachhaltiger Aufbruch?» der Bank Sarasin untersucht, wie weit die Branche auf diesem Weg vorangekommen ist. Zu den drei Nachhaltigkeitsgewinnern unter den weltweit größten Banken zählen Nordea, Standard Chartered und die Toronto-Dominion Bank. Auf der Verliererseite stehen die beiden Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS.
Wesentliche Kernthemen der Branche aus Sicht der Nachhaltigkeit sind Systemrelevanz, Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in das Kerngeschäft sowie «Compliance» (Rechtskonformität). Der Druck auf die gesamte Branche zur Änderung von Geschäftsmodellen und internen Kontrollprozessen ist groß und wird weiter bestehen bleiben. Im Kerngeschäft gibt es zwar Ansätze für eine bessere Kontrolle ökologischer und sozialer Risiken, umfassende Nachhaltigkeitsstrategien für das Kerngeschäft bestehen aber bei keiner der untersuchten Großbanken.
Zudem ist das «too big to fail» Problem trotz der bereits eingeleiteten Regulierungsmaßnahmen noch nicht gelöst. Vielmehr hat es sich mit der Zusammenlegung einiger Banken nach der Finanzkrise in einigen Ländern sogar noch verschärft. Von einem allgemeinen Aufbruch in Richtung nachhaltigerer Geschäftsmodelle und geringerer Risiken für die Allgemeinheit kann noch nicht die Rede sein.
Ausführliche Infos finden Sie hier.
Was der Anleger schon immer über Finanzinvestments wissen wollten ...
Autorin: Dagmar Hotze
29. September 2011 - ... aber nie gefragt hat, holt er nun nach. Angesichts von Pleiten, Pech und Pannen an den Aktienmärkten, bei Immobilienfonds und der Euro-Krise, fragen sich viele Sparer, was mit ihrem Geld eigentlich passiert. Worin wird es investiert? Wer legt es an und wie? Die Erklärungsversuche der Verantwortlichen fallen zumeist unbefriedigend bis mangelhaft aus. Mittlerweile sind Anwälte damit beschäftigt, für Klarheit zwischen Emittenten und Anlegern zu sorgen oder wenigstens das Eingezahlte zu retten. Nein, Vertrauen gewinnt man so nicht.
Auch die Nachhaltigkeitsdebatte hat die Finanzmärkte kalt erwischt: Wie sinnstiftend und mit langfristig positiver Wirkung für Ökologie und Ökonomie ist mein Investment, fragt sich der Anleger. Bunte Prospekte mit Fotos von Bäumen, Wiesen und grünen Feldern werden kaum reichen, um Transparenz, Glaubwürdigkeit und Integrität einer Branche wieder herzustellen.
Wie kann also eine Beratung aussehen, bei der sich der Anleger Ernst genommen fühlt und nicht den Eindruck hat, hinters Licht geführt zu werden? Vor kurzem hat das Onlineportal dima24.de den Versuch unternommen, sechs häufig gestellte Anlegerfragen zu klären. Ein positiver Ansatz, der hoffentlich fortgeführt wird und zu transparenten Beratungsstandards für nachhaltige Geldanlagen oder Finanzprodukte generell führt.
Studentisches Wohnen als Nische am Investmentmarkt
12. September 2011 - Der deutsche Markt für Studentenapartments bietet ein vielfältiges Spektrum an Investitionsmöglichkeiten. Dies geht aus einer Untersuchung von Savills Research hervor. Am 8. September 2011 wurde die Studie im Rahmen des 5. Immobiliennetzwerk-Dialog in Hamburg vorgestellt, initiiert durch die Deutsche Gesellschaft für Immobilienmanagement (DGIM), Europa- Center, Savills und die Akademie der Immobilienwirtschaft (ADI). greenIMMO hat vor Ort mit dem Senior Consultant Research der Savills Immobilien Beratungs-GmbH, Matthias Pink, gesprochen.
Immobilienwirtschaft braucht Finanzierungsalternativen
EBS Real Estate Management Institute präsentiert Studie
3. Mai 2011 - Finanzierungsalternativen werden für die deutsche
Immobilienwirtschaft immer wichtiger. Dies ist das Ergebnis einer Studie des WGF Competence Centre Immobilien und Finanzinnovationen am EBS Real Estate Management Institute.
In zwei Umfragen wurden rund 200 führende Anbieter und Nachfrager alternativer Finanzierungsformen in Deutschland befragt, darunter führende Immobilien-Competence Centre 2009 gestiftet, um die Forschung im Bereich Immobilienfinanzierungen zu fördern. Professor Dr. Nico B. Rottke, Leiter des EBS Real Estate Management Institute: „Infolge von Basel III könnte die Darlehensvergabe der Banken für gewerbliche Immobilienfinanzierungen abnehmen. Wird zusätzlich der Fokus wieder verstärkt auf risikoreichere Projekte gelegt oder sollte das Transaktionsvolumen weiter zunehmen, steigt die Bedeutung alternativer Finanzierungsformen. Gerade vor dem Hintergrund der drohenden Ablösungsprobleme bei großvolumigen Gewerbeimmobiliendarlehen aus den Vorkrisenjahren wird die herkömmliche Darlehensvergabe mittelfristig in Mitleidenschaft gezogen. Somit ist es sinnvoll, sich mit Ergänzungen zur klassischen Bankenfinanzierung auseinanderzusetzen."
In den letzten zwölf Monaten nutzte die Mehrheit bei Neu-Darlehen und Prolongationen keine alternativen Finanzierungsinstrumente. Für die nahe Zukunft prognostizieren jedoch sowohl Nachfrager als auch Anbieter wachsenden Bedarf. So gehen immerhin 61 % der Immobilienunternehmen davon aus, dass die Bedeutung von Finanzierungsalternativen bei Großprojekten über 50 Mio. € in den
kommenden zwölf Monaten steigen wird. 50 % der Anbieter machen dieselbe Prognose. 11 % der Anbieter erwarten sogar einen „deutlichen“ Zuwachs. Insbesondere Real Estate Private Equity, stille Beteiligungen, Nachrangdarlehen, Immobilien-Verbriefungen sowie Leasing und Factoring werden demnach an Bedeutung gewinnen.
Nachhaltigkeit und Rendite sind kein Widerspruch
26. April 2011 - Anleger, die Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigen, können das Risiko in ihren Portfolios deutlich reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Risklab, einer auf Kapitalanlagestrategien und Risikomanagement spezialisierten Tochter von Allianz Global Investors.
In der Analyse mit dem Titel “ESG Portfolio Risk Reloaded” zeigen die Risikomanagement-Experten, dass die Portfolioeffizienz entscheidend verbessert werden kann, wenn Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsfaktoren einbezogen werden. Insbesondere, um die sogenannten Extrem-Verlustrisiken zu minimieren, sollten diese Kriterien ein integraler Bestandteil der Anlageentscheidung sein, so die Studie.
Institutionelle nutzen keinen einheitlichen Risikobegriff bei Investments
11. Januar 2011 - Institutionelle Investoren nutzen bei ihren Anlageentscheidungen in Immobilien keinen einheitlichen Risikobegriff, sondern definieren diesen zum Teil sehr unterschiedlich. Das ergab eine Befragung, die im Auftrag von AXA Investment Managers durchgeführt wurde. Knapp ein Viertel der institutionellen Anleger, die bei der Umfrage eine Risikodefinition abgaben, nennen den Verlust von Vermögenswerten oder den Ausfall von Zahlungsströmen als zentrales Element ihres Risikoverständnisses. Weitere 18 Prozent der Befragten sehen die Abweichung von Ziel- beziehungsweise Erwartungswerten als Risiko an. In der offenen Befragung gaben zudem etwa 16 Prozent der Investoren an, dass sie Risiken vor allem als Chance begreifen. „Diese große Breite unterschiedlicher Risikoauffassungen überrascht schon ein wenig. Angesichts der ausgiebigen Diskussion über Risiken im Zuge der jüngsten Finanzmarktkrise haben wir erwartet, dass es hier ein einheitlicheres Verständnis gibt. Aber obwohl das Risikomanagement zunehmend durch die Wissenschaft als auch durch regulatorische Rahmenbedingungen geprägt wird, zeigt die Praxis hier klar ein anderes Bild“, sagt Frank Richter, Head of Institutional Business Germany & Austria bei AXA Investment Mangers. Sieben Investoren räumten sogar ein, dass es überhaupt kein einheitliches Risikoverständnis bei ihren Anlageentscheidungen gibt.
Erwartungen an das Risikomanagement
Beim Risikomanagement eines Immobilienfondsmanagers erwarten institutionelle Anleger vor allem Offenheit und Transparenz. 21 Prozent stellten diese Forderung auf. Dabei solle die Transparenz bis auf Ebene des einzelnen Objektes vorhanden sein. An zweiter Stelle folgt das frühzeitige Erkennen und Managen von Risiken (14 Prozent). Die Immobilienfondsmanager sollen beim Auftreten unerwarteter Ereignisse zeitnah handeln und über ein funktionierendes Frühwarnsystem verfügen. Elf Prozent setzen außerdem ein systematisches Monitoring der Immobilienmärkte voraus.
Aus der Risikoeinschätzung von direkten und indirekten Immobilieninvestments sowie deren Risikobeurteilung im Vergleich zu anderen Asset-Klassen ermittelten die Marktforscher im Auftrag von AXA Investment Managers einen Immobilien-Risiko-Index. Auf einer Skala von null (geringes Risiko) bis 100 (hohes Risiko) betrug er im vierten Quartal des vergangenen Jahres 38. Dieser Index soll künftig regelmäßig erhoben werden.
AXA_10.01.11_Immobilienrisiko Barometer.
Adobe Acrobat Dokument [1.3 MB]
Download





