Roland Berger-Studie zu "Nachhaltigkeit im Immobilienmanagement
9. April 2010 - Bei der Senkung von CO²-Emissionen spielt die Bau- und Immobilien-
wirtschaft eine Schlüsselrolle. 30 % des schädlichen Treibhausgases gehen auf das Konto von Wohn- und Gewerbeimmobilien - und das nur in der Betriebsphase. Die jetzt veröffentlichte Roland Berger-Studie "Nachhaltigkeit im Immobilienmanagment" verdeutlicht, dass auf allen Stufen der Wertschöpfungskette auch enorme finanzielle Potenziale für sämtliche Akteure verborgen liegen - von den Projektentwicklern über die Bauindustrie bis hin zu Vermietern und Betreibern. Bislang werden Immobilien noch hauptsächlich als Produktionsfaktor gesehen. Nach Einschätzung der Befragten werden Immobilien in den kommenden Jahren aber zunehmend als strategische Ressource wahrgenommen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Nachhaltigkeitszertifikaten bei dieser Betrachtungsweise kein messbarer Mehrwert zugestanden wird. Sie dienen anfänglich zwar als Orientierungshilfe, die vor ungerechtfertigt hohen Preisen schützen sollen. Für die kostenintensive Betriebsphase ist jedoch ein ausgereiftes Immobilienmanagement und Energiemonitoring notwendig, sollen die einmal zertifizierten Werte auch erhalten bleiben. Bei aller Skepsis räumen die Befragten jedoch ein, dass Nachhaltigkeitszerti-
fikate (DGNB und LEED) eine immer wichtigere Rolle als Werttreiber für Immobilien spielen werden.
Die Studie finden Sie hier zum Download.