Smart Homes
Vereinslogo Conncted LivingCeBIT 2010: Connected Living zeigt intelligente Heimvernetzung
13. Januar 2010 - Vom 2. bis 6 März 2010 präsentiert der Verein Connected Living, wie unter-
schiedliche Geräte mit Hilfe von softwarebasierten digitalen Assistenten zusammenarbeiten. Ziel ist die Schaffung eines Heimnetzwerkes, mit dem alle Geräte herstellerübergreifend vernetzt und gesteuert werden können. Auf rund 400 Quadratmetern entsteht eine "Wohnung der Zukunft" mit Küche, Wohnzim-mer und Fitnessraum. So hilft ein Energieassistent beim sparsamen Umgang mit Heizung und Licht und reduziert somit Kosten und Umweltbelastung, ein digitaler Küchenhelfer unterstützt die Bewohner bei der Zubereitung einer gesunden sowie ausgewogenen Ernährung, und ein Gesundheitsassistent sorgt für das richtige Fitness-Programm.
Im Rahmen des Forums "future talk" ist am CeBIT-Mittwoch, 3. März, ein Thementag mit Vorträgen und Diskussionen rund um Connected Living geplant.
Partner des Vereins Connected Living sind AOK, Deutsche Telekom, Dr. Riedel Automatisierungstechnik, EnBW, Loewe, MergSystems, MSR-Office, Orga Systems, TU Berlin (DAI-Labor) und Vattenfall. Intention des Vereins ist es, unterschiedliche Geräte in Lösungen zu integrieren, die dafür sorgen, dass sie untereinander kommunizieren und mit dem Benutzer interagieren können. Prof. Sahin Albayrak, Direktor des DAI-Labors an der TU-Berlin und Vorsitzender des Vereins Connected Living, betont: "Wir leben in einer vernetzten Umgebung. Die vorhandene technische Infrastruktur wird in Lösungen eingebettet, bei denen gleichzeitig der persönliche Komfort gesteigert und die Lösung gesellschaftlicher Probleme wie zum Beispiel Energieeffizienz berücksichtigt wird."
Vom Prinzip des Conncted Living können sowohl Nutzer als auch Hersteller profitieren. Durch eine gemeinsame Plattform können mehr Geräte integriert und ein Mehrwert für den Nutzer entwickelt werden. Für Gerätehersteller und Diensteanbieter bietet der Verein Connected Living die Möglichkeit, eigene Assistenten zu entwickeln und in das Netzwerk zu integrieren. Anhand eines praktischen Beispiels wird auf der CeBIT 2010 demonstriert, wie mit Hilfe einer Software-Toolbox und bereits vorgefertigter Komponenten quasi per plug & play neue Dienste hergestellt werden können.
aspern Seestadt | copyright: schreinerkastler / Wien 3420 AGWien baut Stadt des 21. Jahrhunderts
26. November 2009 - Während hierzulande viel über Klimaschutz, nachhaltige Stadtentwicklung und Ressourcenschutz diskutiert wird, schaffen die Österreicher Fakten. Vor kurzem stellte der Wiener Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig das Konzept für hochwertiges Wohnen und Arbeiten im Stadtteil aspern - Die Seestadt vor.
Gebündelt und auf höchstem Niveau werden hier Wohnungen für 20.000 Menschen und 20.000 Arbeitsplätze entstehen. Wohnen am See mit großzügigen Freiräumen und doch mitten in der Stadt mit bester Infrastruktur - Ein pulsierendes Zentrum inmitten des 22. Wiener Gemeindebezirks soll die Lebensqualität bereichern. "Die Qualität des Wohnens ist für die Lebensqualität einer Stadt entscheidend. Die Studie zur Wohnungsnachfrage 2009 in Wien beweist, dass wir mit unserem konsequenten Anspruch auf soziale Nachhaltigkeit, Ökologie und bedarfsgerechte Planung richtig liegen. Wir schaffen bezahlbaren Wohnraum, der den verschiedensten individuellen Wohnansprüchen gerecht wird", erklärt Wiens Wohnbaustadtrat. "Wohnungssuchende erwarten eine Kombination aus den Vorteilen des Stadtlebens, wie einem bestens ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz oder einem umfassenden Angebot an Gesundheitsdiensten, Nahversorgern oder Bildungseinrichtungen mit großzügigen Frei- und Grünflächen. aspern bietet dafür unter anderem durch die Anbindung an die U2, ein nachhaltiges städtebauliches Konzept mit 50 Prozent öffentlichem Raum sowie ausreichend Bildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen die optimalen Rahmenbedingungen.
Insgesamt entstehen auf dem 240 ha großen Areal rund 8.500 Wohnungen, wovon bis 2015 im ersten Realisierungsabschnitt rund 2.000 Wohnungen im Entwicklungsgebiet Südwest fertig gestellt sein werden. Die ersten Seestädter können bereits 2013 ihre Wohnungen beziehen. Bis dahin wird auch die U2-Verlängerung mit zwei Stationen direkt im Stadtentwicklungsgebiet abgeschlosen sein. Am 28. Oktober dieses Jahres hat der Spatenstich für diese letzte Ausbaustufe der U2 stattgefunden. Auch die Bauarbeiten für den See starten Anfang 2010. Der Abschluss der laufenden Umweltverträglichkeitsprüfung wird im Frühjahr 2010 erwartet. "Die ersten Bauträgerwettbewerbe für rund 1.200 geförderte Wohnungen starten im Sommer 2010, weitere folgen im Winter", so Ludwig.
"Wohnen + Arbeiten" nebeneinander - Nachhaltigkeit ist gefragt
Die Seestadt setzt auf großzügig gestaltete "Stadthäuser", die dem Anspruch der Work-Life-Balance gerecht werden. Ein Viertel nutzungsneutrale Flächen in den Objekten und großzügige Raumhöhen in den Erdgeschoßzonen - optimal für Geschäfte und Lokale - stellen das sicher. "Dies ermöglicht nicht nur die nötige Nahversorgung bereits für die ersten Bewohnerinnen und Bewohner, sondern bedeutet auch eine einmalige Chance für die Seestädterinnen und Seestädter, Wohnen und Arbeiten an einem Ort zu verbinden", freut sich Dr. Bernd Rießland, Vorstand der Wien 3420 Aspern Development AG. "Mit unseren Stadthäusern mit flexibel nutzbaren Flächen für Wohnen und Büro bzw. Gewerbe und Handel reagieren wir auf gesellschaftliche Trends und sichern so auch die ökonomische Nachhaltigkeit."
Von der Starthilfewohnung mit Superförderung bis zum Büro für Firmengründer, vom betreuten Wohnen bis zum Mingo-Büro (vom WWFF angebotene modern und funktionell ausgestattete Kleinbüros ab 15 m² zu günstigen Konditionen für Wiener Kleinstbetriebe und Jungunternehmer) werden unterschiedliche Bedürfnisse und Nutzungsformen miteinander verbunden. Auch für die wichtige Infrastruktur werden alle Voraussetzungen geschaffen: "Die rund 2.000 Wohneinheiten in der ersten Ausbauetappe bringen die notwendige Größe, damit sich eine Nahversorgungs- und Bildungsinfrastruktur etablieren kann. Der Schulcampus wird von der Krippe bis zur Oberstufe Kinder aller Altersgruppen aufnehmen", erklärte Rießland.
Barrierefreie Bewegung steht im Zentrum von "Move", so der Arbeitstitel für einen asperner Schwerpunkt, der die Mobilitätsbedürfnisse von Fußgängern, Radfahrern und unterschiedlichen Altersgruppen in den Mittelpunkt rückt - mit offenen Freiraumge-
staltungen und Oberflächen, die sich vom Kinderwagen über das Fahrrad bis zum Rollstuhl für alle Bewegungshilfen eignen.
Auch Angebote wie Druckluft- und Solartankstellen, Fahrrad-Werkstätten oder ausreichend Abstellplätze werden hier berücksichtigt. Diesem Mobilitätsprinzip soll auch in der Planung der Gebäude Rechnung getragen werden - etwa durch Fahrradabstell-
räume in den Erdgeschossen. Zudem sind in den Wohngebieten direkt unter den Gebäuden so genannte Sammelgaragen, die die Parkplätze an der Oberfläche ersetzen sollen, geplant. "Dadurch wird das Angebot an Grün- und Freiflächen erweitert und wird für die zukünftigen Bewohner zu einer wesentlichen Steigerung der Wohnqualität beitragen", ist Stadtrat Ludwig überzeugt.
"Für das Wohnen in dieser "Stadt der Zukunft" werden in der nunmehrigen Planungs-
phase die Ergebnisse umfangreicher Forschungsarbeiten und Evaluierungen vieler bereits bestehender Wohnprojekte herangezogen. Die Seestadt ist deswegen eine Stadt der Zukunft, weil die soziale Nachhaltigkeit das oberste Entwicklungsprinzip ist", erläuterte Ludwig. Die Idee der Mitgestaltung wird in aspern groß geschrieben und richtet sich sowohl an die Bauträger wie an die Wohnungssuchenden. "Unser Qualitätsversprechen wird sich in den Leitfäden für die einzelnden Baufelder ebenso wiederfinden wie in den Bauträgerwettbewerben", so Rießland. Durch Partizipations-
prozesse soll die Einbindung der künftigen Mieter in die Gestaltung ihrer Wohnbauten forciert und Wohnprojekte geschaffen werden, die punktgenau den Bedürfnissen der künftigen Bewohner entsprechen. Darüber hinaus werden ganz spezifische Angebote, wie etwa Wohnprojekte für ältere Menschen, "Wohnen für Generationen"-Projekte und interkulturelles Wohnen, geschaffen.
Verbindlich im Bereich Ökologie: Passivhausstandard und erneuerbare Energien
"Das gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz mit U-Bahn, Straßenbahn und Bus sowie verbindende Grünräume mit Rad- und Fußwegen sorgen für die optimale Vernetzung von aspern Seestadt mit den angrenzenden Stadtteilen", erklärten Ludwig und Rießland. "In der Seestadt werden Grünräume und städtisches Flair, private Rückzugsflächen und lebendige Plätze und Straßen sinnvoll miteinander verbunden". Ein Umstand, der wie die aktuelle Studie zur Wohnungsnachfrage zeigt, von ganz besonderer Bedeutung für Wohnungssuchende ist. Eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel wird dabei ebenso erwartet, wie das Angebot an nahegelegenen Grünruheanlagen. Die SORA-Studie belegt auch, dass sich einige zentrale Ansprüche an den Wohnraum durch praktisch alle befragten Bevölkerungsgruppen ziehen: Dazu gehört der Wunsch nach einer energiesparenden, nachhaltigen Bauweise und hellen Wohnungen mit dazu gehörigen Freiräumen. "Die Wohnungen in aspern werden nachhaltig ökologisch gebaut. Balkone, Loggien, Gärten sowie flexible Größen und der Zugang zu nahe gelegenen öffentlichen Frei- und Grünflächen geben Rückzugsräume für Individualität und Freiräume in urbaner bzw. naturnaher Umgebung", führen Ludwig und Rießland aus. Zudem ist auch der bewusste Einsatz unterschiedlicher Bausysteme und Baustoffe von Ziegel über Holz bis zu Beton geplant. "Dadurch schaffen wir wiederum vielfältige Angebote und die Wahlmöglichkeit für die künftigen Bewohner. Außerdem erlaubt uns die hohe Anzahl an Bauplätzen, diese unterschiedlichen energetischen Systeme bzw. Baustoffe unter gleichen Bedingungen auf lange Sicht vergleichen zu können", so Ludwig.
Das Thema "Holzbau" wird als Referenz für Nachhaltigkeit ebenfalls in den Wettbe-
werben aufgegriffen werden. Ziel sei es, im Bereich des Wohnbaus eine ressourcen-
schonende, energieoptimierte Stadt in aspern zu erreichen, erläutert Wohnbaustadtrat Ludwig: "Nach Eurogate entsteht hier der zweite große Stadtteil im Passiv- beziehungs-
weise Niedrigenergiehausstandard. Das ist uns aber nicht genug. Wir werden gezielt technologische Lösungen in Angriff nehmen, die erneuerbare Energien wie etwa Solarenergie bis hin zur Erzeugung der notwendigen Restenergie aus Erdwärme beinhalten. Technologien mit dem Ziel von Nullenergiehäusern bzw. Plusenergie-
häusern werden in konsequenter Fortführung des erfolgreichen Weges für einen klimaschonenden Wohnbau forciert", so Ludwig.

Startschuss für WOWEX 2010 ist gefallen
19. November 2009 - Wie die WOWEX 2009 gezeigt hat, ist die Messe bei der Wohnungswirtschaft restlos angekommen. Einhellig bestätigten die Aussteller die durchgängig hohe Qualität des Publikums, im Wesentlichen Fach- und Führungskräfte der Wohnungswirtschaft. "Wir haben bereits etliche Anfragen von Ausstellern, die 2010 unbedingt wieder dabei sein möchten", berichtet Kölnmesse-Bereichtsleiterin Sabine Loos vom aktuellen Stand der Akquise. Auf Seite der Aussteller, deren Ziel von 120 die Erwartungen der Premiere weit übertraf, werden sich 2010 die Kommunen mit ihren Stadtentwicklungskonzepten dazugesellen. Neben allen technischen und kaufmän-
nischen Fragen der Wohnungswirtschaft deckt die WOWEX 2010 damti auch soziale Aspekte des Wohnens ab.
Die Branchen vernetzen
Auch 2010 werden die Veranstalter dafür sorgen, dass sich die Branche in Köln trifft. Zu den Top-Entscheidern in Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaftlichen, aus dem Bereich Verwaltung und Makeln, zu den Haus- und Grundbesitzern, Vermietern, Bauträgern, Projektentwicklern, Architekten und Planern sowie Facility Managern gesellen sich auf der WOWEX 2010 auch wohnungswirtschaftliche Investoren. "Die WOWEX 2010 will noch mehr darauf abzielen, dass sich die Entscheider aus Industrie und Wohnungswirtschaft miteinander vernetzen", erklärt Loos den Ansatz, im nächsten Juni auch gezielt Investoren und Stadtentwickler nach Köln zu holen.
Foren, Thementage und Kongress vermitteln noch mehr Know-how
Eine weitere Neuheit der WOWEX 2010 ist das Fachforum IT, auf dem Softwareanbieter die aktuellen Entwicklungen für die Wohnungswirtschaft vorstellen. Ein Messetag wird sich intensiv mit dem Thema "Die Wohnungswirtschaft als Arbeitgeber" beschäftigen. Ein weiterer Schwerpunkt gilt der Sicherheit rund uns Haus. Parallel zur WOWEX 2010 findet auch diesmal ein Fachkongress statt, auf dessen Themenplan Finanzierungs- und Stadtentwicklungskonzepte stehen werden. Auch das Schwerpunktthema der WOWEX 2010 wird der Kongress, zu dem hochkarätige Referenten erwartet werden, aufnehmen: Modernisieren im Bestand.
Die WOWEX 2010 ist eine Kooperation der Koelnmesse mit der PresseCompany GmbH Stuttgart, eine auf die Wohnungswirtschaft spezialisierte Kommunikationsagentur. Weiterer fachlicher Träger ist die Verlags-Marketing Stuttgart. Neue Medienpartner sind der Haufe-Verlag mit der Fachzeitschrift Immobilienwirtschaft und die Immobilien Zeitung.
Zur WOWEX:
Die WOWEX ist die Fachmesse mit begleitendem Kongress für die Wohnungswirtschaft. Sie versteht sich als Lösungsplattform für Industrie und Wohnungswirtschaft. Nach dem überwältigenden Erfolg der Erstveranstaltung im April 2009 geht die Messe im Juni 2010 das zweite Mal an den Start, diesmal mit dem Schwerpunktthema "Modernisieren im Bestand". In den Ausstellungsbereichen Energetische Sanierung, Informations- und Kommunikationstechnik, Softwarelösungen, Objektschutz und -pflege, Energiewirt-
schaft, Finanzierung, Heiz-, Lüftungs-, Klima- und Solartechnik, Verbände und Verlage sowie neu Stadtentwicklung können sich die Besucher aktuelles Know-how in allen Bereichen der Wohnungswirtschaft aneignen. Innovative Produkte, erstklassige Kontakte - die WOWEX hat sich als die wohnungswirtschaftliche Messe in Deutschland etabliert.
Kontakt:
Ansprechpartner: Rainer Frick
PresseCompany GmbH
Reinsburgstrasse 82
70178 Stuttgart
T: 0711-23886-55
F: 0711-23886-31
E-Mail: rainer.frick@pressecompany.de
Arbeitsgruppe "City-Wohnen""City-Wohnen" gewinnt NEXTHAMBURG Session No. 2
28. Oktober 2009 - Stadt anders denken ist die Maxime von NEXTHAMBURG, dem unabhän-
gigen und offenen Zukunftslabor für die Stadt von morgen. Dass die Hamburger Bürger nicht nur anders, sondern auch weiter denken, haben sie gestern bewiesen, als sie die Ideen von „City-Wohnen“ mit deutlicher Mehrheit zum Sieger der 2. Session kürten. Die Arbeitsgruppe von „City-Wohnen“ – zu der u.a. Peter Koch, ehemaliger Baudezernent Hamburg-Harburg und Dagmar Hotze von GreenImmo gehörten -, hat in knapp 2 Stunden ein entwicklungsfähiges Konzept für die Realisierung eines lang gehegten Traumes der Hamburger gefertigt: Die Innenstadt als Wohnstandort wiederzuentdecken.
In Anbetracht des aktuellen Gerangels um das historische Hamburger Gängeviertel, ist eine weitsichtige Innenstadtentwicklung sehr angeraten. Nexthamburg setzt mit seiner offenen Form Maßstäbe für die zukünftige Berücksichtigung aller Interessen. Und nun? Was wird aus der Idee? Über die Möglichkeiten und Machbarkeiten von „City-Wohnen“ wird nun eine Studie erstellt. Damit ist das Wohnen in der Innenstadt einen ganz ganz kleinen Schritt vorangekommen – weg von der Utopie hin zur möglichen Umsetzung! Und dies mit Bürgerbeteiligung. Hamburg mal ganz anders.
Innovative Technik vernetzt Ärzte, Nutzer und die Wohnungswirtschaft
Text: Dagmar Hotze / Fotos: Milky Window
28. September 2009 - Zu Beginn der Veranstaltung QDS@ehealth - Innovative Technik für altersgerechtes Wohnen, die am 24. September 2009 stattfand, konnte sich kaum einer der 35 Gäste etwas unter dem Begriff "Innovative Technik" vorstellen. Das IT- und Elektrounternehmen Q-Data Service hatte Ärzte, Architekten, Ingenieure, Fachleute aus dem Gesundheits- und Pflegebereich sowie potenzielle Nutzer in das Kompetenzzentrum für intelligentes Wohnen in Hamburg eingeladen, sich über die (noch) unbekannte Technik zu informieren.
Dem Veranstalter ging es vor allem darum, anschaulich zu zeigen, welchen Mehrwert der Einsatz intelligenter und vernetzender Technik im Wohn- und Gesundheitsbereich allen Beteiligten bietet. Schon nach den einleitenden Worten von Geschäftsführer Reinhard Heymann, Q-Data Service, kurz QDS, und von der Vertriebsbeauftragten Ute Lehmann, wurde deutlich: Innovative Technik bedeutet, bauliche und technische Gegebenheiten so zu gestalten, dass sie altersunabhängig benutzt bzw. bedient werden können. Universelles Design und Barrierefreiheit sind die Stichwort für zukünftiges Bauen und Wohnen. Das betonte auch Karin Dieckmann, Geschäftsführerin von Barrierefrei Leben e. V. aus Hamburg, in ihrem kurzen Vortrag. Der Verein informiert seit 15 Jahren über Wohnraumanpassung und berät zum barrierefreien Bauen. Über Nachfragen kann sich der renommierte Verein nicht beklagen. Im Gegenteil, der Beratungsbedarf nicht zu, auch im Bereich der technischen Unterstützung in Alltags-
situationen. Einziges Handicap: Gerade für den technischen Aus- und Umbau gibt es zu wenig beratendes Personal bzw. Anlaufstellen in der Stadt.
Das Gesundheitswesen ist im besonderen Maße von der Technologisierung betroffen, auch wenn sich an vielen Stellen Widerstand regt und Fragen bezüglich der Kompa-
tibilität der Systeme, des Datenschutzes und der Kostenübernahme bzw. -beteiligung geklärt werden müssen. Die IT-Unternehmen InterComponentWare AG (ICW) und GLP Networks AG bieten Softwarelösungen zur Dokumentation und Übermittlung von Kranken- und Patientendaten, die den Austausch zwischen den Beteiligten (Arzt, Fach-
arzt, Krankenhaus, Pflegedient und Apotheke) wesentlich vereinfachen. Die Bedien-
oberfläche der vorgeführten Software ist gängigen Programmen nachempfunden, so dass nur eine kurze Einarbeitungszeit benötigt wird, um sie fachgerecht zu bedienen.
Der Erwerb der Software erfolgt nach der üblichen Liszensierung. Der Prozessablauf in Arztpraxen und Krankenhäusern könnte durch den Einsatz beschleunigt werden, so versichern die Entwickler. Mit der Behandlung des Patienten könnte schneller begonnen werden. Momentan befinden sich die telemedizinischen Dokumentationssysteme in der Erprobungsphase. Doch auch wenn sie einwandfrei funktionieren und sich als optimier-
end erweisen, bleibt abzuwarten, wie sich das Thema "Elektronische Gesundheitskarte" entwickeln wird.
Für die Technologiefirma Cibek standen bei der Konzeption einer intelligenten Gebäudetechnik für ein Mietwohnungsobjekt (!) die Bedürfnisse der Nutzer im Vordergrund. Die Aufgabe bestand darin, den Wohnungen eine technologische Infrastruktur zu geben, die jeden Mieter in die Lage versetzt, die vernetzende Technik individuell zu nutzen und nach seinem Bedarf auch auszubauen. Bernd Klein, Geschäftsführer von Cibek, denkt bereits weiter. Für ihn besteht der unmittelbar nächste Schritt darin, den Massenmarkt für intelligente Wohntechniken zu öffnen. Dies kann durch Plug-and-Play-Komponenten erreicht werden, die später in Elektronik-märkten angeboten werden, so der Ingenieur für technische Informatik.
Wie einfach die Anwendung von telemedizinischen Geräten ist, zeigten die Firmen FONIUM und Zydacron. Mit dem BUTLER hat die Firma FONIUM ein "Servicehandy" entwickelt, das gerade älteren Menschen das Gefühl von Sicherheit innerhalb und außerhalb der Wohnung vermittelt. Das Geheimnis des BUTLERs ist ein dreistufiges Ortungssystem, das Personen auch in geschlossenen Räumen anpeilen und darin orten kann. Momentan befindet sich das Gerät in Amsterdam in der Erprobungsphase, um die Auswirkung von sehr dichter Bebauung auf das Signal zu testen. Aus Österreich angereist, stellte Laurent Kolly die Funktionsweise von BETAVISTA vor. Das System, bestehend aus einer vorkonfigurierten Box, die an den internetfähigen Fernseher angeschlossen wird und diversen medizinischen Messgeräten, ermöglicht auf intuitive Weise den "virtuellen Hausbesuch" des Arztes sowie die Online-Übertragung von medizinischen Daten. Hierzu nimmt sich der Patient die entsprechenden Vitaldaten wie Blutdruck, Blut oder Herztöne mit dem entsprechenden Gerät selbst ab und übermittelt sie dann via Fernseher an den Arzt. Unnötige Wege und Wartezeiten entfallen für beide Seiten. Die Einbeziehung des vertrauten und überall vorhandenen TV-Gerätes in den telemedizinischen Prozess, könnte der Akzeptanz förderlich sein.
Dass es der Wohnungswirtschaft trotz intelligenter Wohntechnik vor allen Dingen um eine gute und vertrauensvolle Nachbarschaft geht, machte Iris Beuerle vom Norddeutschen Verband der Wohnungswirtschaft (VNW) in ihrem Vortrag deutlich. Technik ersetzt keine menschliche Nähe, so ihr Fazit.
Marianne Paszeitis, Vorsitzende des Senioren-Beirats Altona, brachte das Thema der Veranstaltung mit ihrer Definition von "Alt" auf den Punkt. "Ich halte diese ganzen Begriffe wie Silver Surfer oder Golden Ager für totalen Quatsch! Wir wollen aktiv am Leben teilhaben, genauso wie alle anderen." Nachdem sie sich von der problemlosen Anwendung überzeugen konnte, hat sie weniger Scheu vor den Geräten. Ihrer Ansicht nach müßte es öfters derart gezielte Informationsveranstaltungen für Senioren in Hamburg geben. Auch die übrigen Gäste hatten einen durchweg positiven Eindruck von den Einsatzmöglichkeiten gewonnen. Es wäre gut, sagten einige, wenn sich viele
Interessierte für diese Technik begeistern und später anwenden, damit der Gedanke der Vernetzung nicht alleine virtuell, sondern auch durch persönliche Kontakte weitergetragen wird. Nur der branchenübergreifende Einsatz macht Sinn.
Die nächste Veranstaltung soll voraussichtlich im Frühjahr 2010 stattfinden.
Vernetztes Wohnen - aber bitte mit strengen Regeln
14. September 2009 - Sarah Spiekermann, Expertin für vernetztes Wohnen an der Humboldt Universität Berlin, im Gespräch mit Deutsche Welle TV über intelligente Technik im Wohnumfeld. Leider erfährt man wenig über die Chancen und Möglich-keiten, die vernetztes Wohnen für alle Beteiligten bietet. Stattdessen behandelt man das Thema lieber unter dem Aspekt "Risiken und Nebenwirkungen". Mit dem Ergebnis: Strenge Kontrollen sind notwendig. Hatten wir es nicht schon geahnt.

Easy Living auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) 2009
7. September 2009 - Unter dem Motto "Easy Living" präsentieren zahlreiche Hersteller aus den Bereichen Consumer Electronics, Mobilphone/Computing, Haushaltsgeräte und IT auf der diesjährigen IFA ihre Visionen von einem angenehmen Wohnen und Leben mit hilfreicher Technik. Womit sich die Bau- und Immobilienwirtschaft noch schwer tut, fällt den Herstellern von elektrotechnischen Konsumartikeln leicht: den Nutzer spielerisch für Technik zu begeistern. Wer die Welt von Heute und Morgen jetzt erleben will, hat noch bis zum 9. September 2009 dazu die Gelegenheit in den Berliner Messehallen.

Internationale Bauaustellung Hamburg sucht zukunftsweisende Wohnformen
10. August 2009 - Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) sollen vier zukunftsweisende Wohnbauvorhaben realisiert werden. Dazu schreibt der Veranstalter aktuell vier Baufelder in Hamburg-Wilhelmsburg für wegweisende Bautypologien des 21. Jahrhunderts zum Wettbewerb aus. 2010 werden die prämierten Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt; bis 2013 werden sie anschließend realisiert. Gesucht werden:
- Smart Material Houses - Intelligente Baustoffe der Zukunft
- Smart Price Houses - Schön und preiswert bauen
- Hybrid Houses - Häuser, die sich den Wünschen seiner Bewohner anpassen
- Water Houses - Nachhaltiges Bauen mit und auf dem Wasser.
Sollten sich die ausgewählten Entwürfe tatsächlich umsetzen lassen, bekämen moderne Wohnformen ein ideales Forum. Damit ginge die Diskussion um einen zeitgemäßen Wohnstandard in eine neue Runde. Die Phase, in der energetisches Sanieren das allein Seligmachende war, ist dann beendet. Gebäude werden danach beurteilt, wie intelligent sie auf innere und äußere Einflüsse reagieren, so dass der Nutzer sich in ihnen wohlfühlt.
Man darf gespannt sein auf die Entwürfe und den Mut der Investoren, diese auch zu finanzieren. Denn dass wir unseren Bedürfnissen entsprechend andere Formen des Bauens und Wohnens benötigen, steht außer Frage.
Die Zeit "dummer Häuser" läuft ab
28. Juli 2009 - Wenn es nach den Herstellern intelligenter Gebäudetechnik ginge, wäre Gebäudeautomation in Privathäusern längst Standard. Leistungsfähige Produkte sind am Markt, es besteht sogar eine enorme Auswahl. Weltweit ist die Gebäude- und Haustechnik seit Jahren akzeptiert, im gewerblichen Bau sowieso, im privaten Wohnungs- und Hausbau ebenfalls. Wieso nicht auch in Deutschland? Hierzulande hält sich hartnäckig das Vorurteil, intelligente Haustechnik sei teure Spielerei ohne praktischen Nutzwert.
In dem Artikel Das intelligente Haus, erschienen in der WELT am 25. Juli 2009, weist Klaus Jung, Geschäftsführer des Fachverbandes Installationsgeräte und -Systeme, erneut darauf hin, wie wichtig es ist, auch Haussteuerung mit in die Planung eines Objektes einzubeziehen. Fragt sich, wann er bei Architekten, Planern und Gewerken endlich Gehör findet. An der Notwendigkeit zur effizienten Gebäudebewirtschaftung - auch und gerade im privaten Bereich - fehlt es nicht: sie ist längst da.

Budget Homes - Das Passiv+Energie-Haus-Konzept aus den Niederlanden
11. Juli 2009 - Eine junge Architekten-Mannschaft aus den Niederlanden macht vor, wie das Wohnen von morgen aussieht: stilvoll, energieautark und preiswert. Ihr Firmenname Young Budget Homes (YBH) ist Programm. Pragmatisch in der technischen und baulichen Umsetzung, bestechen ihre Hauskonzepte aufgrund ihrer leichten Bauweise, die dennoch alle Ansprüche an eine dämmende Hülle erfüllen. Direkt aufgesetzt aufs Dach sind Solarpanel, die die Bewohner mit "eigener" Energie versorgen. Die Gebäudetechnik ist ebenfalls darauf ausgerichtet, das Haus optimal zu steuern. Erschwingliche vier Wände, statt nervtötender Umbaumaßnahmen an einem gekauften Altbau - besser geht's nicht. Budget Homes sollten Trend werden. Wer mehr wissen möchte: http://www.ybh.be

Oldenburg präsentiert "Das schlaue Haus"
26. Juni 2009 - "Erleben Sie, wie sich Energieeinsparung und steigender Komfort miteinander verbinden. Technik kann uns im Alltag unterstützen. Sie wird uns bei unseren Tätigkeiten entlasten und für mehr Komfort sorgen. Gleichzeitig schafft die kluge Verknüpfung von Informations- und Energietechnologie eine effiziente Versorgung mit Wärme und Strom. Intelligente Haushaltsgeräte erkennen selbst, zu welchen Zeiten sie am besten laufen und wann die Energiekosten am geringsten sind.
Die Wissenschaftsbox "Das schlaue Haus", direkt am Schlossplatz, ist täglich geöffnet von 10 bis 20 Uhr) und stellt eine Auswahl solcher technischer Visionen im Bereich Energie und Wohnen vor, die schon heute im OFFIS-Labor und im "Zentrum Zukunft" der EWE in Emstek erprobt werden.
Von den Ideen aus dem "Schlauen Haus" könnte vor allen die ältere Generation profitieren. So unterstützen etwas eingebettete IT-Systeme bei der Rehabilitation. Sie dienen als Hörassistenz und erhöhen die persönliche Sicherheit und Selbständigkeit im Alter. Mit dem Exponat "Hearing at Home" des Informatik-Institutes OFFIS erlebt der Besucher eindrucksvoll am eigenen Leib, wie sich Schwerhörigkeit auf Knopfdruck mit einem "intelligenten Fernseher" deutlich mindern lässt."
Wegweisend an dem Oldenburger Konzept ist die Verknüpfung von marktreifen Produkten mit dem Ausblick in die technologische Wohnzukunft. So kann jeder Besucher praxisnah mit dem heute bereits machbaren "schlauen Haus" in Berührung kommen und außerdem die wohnlichen Welten von morgen erleben. Es ensteht somit eine ganzheitliche Betrachtung von Energieeffizienz, kommunizierenden Netzen und behaglichem Wohnkomfort - zu bezahlbaren Preisen. Dieses bürgernahe Konzept sollte verbindlich für alle Städte sein!

Mit einem Knopfdruck das ganze Haus steuern
9. Juni 2009 - Vernetzung ist heutzutage alles: Fast in jedem neu gebauten Haus sorgen vernetzte Leitungen für Beleuchtung, Kommunikation, Information und Unterhaltung sowie den Schutz des Hauses und seiner Bewohner.
Das höchste Maß an Flexibität und Komfort bietet ein Bussystem. Dabei handelt es sich um ein intelligentes Steuerungssystem, das viele Informations-, Komfort- und Sicherheitsfunktionen, die konventionell nicht zu realisieren sind, in sich vereint. Nur durch die Änderung der Programmierung kann man beispielsweise jederzeit mit einem Lichtschalter anstelle der Deckenleute die Gartenbeleuchtung an- und ausschalten. Ein BUS-System erfordert allerdings eine ausgefeilte Elektroinstallation, die bereits beim Hausbau vorgesehen werden sollte.
Mehr zum Thema im neuen Heft von Der Bauherr.
Passiv und smart zugleich: Vier Wände und ein Dach
Was passiert, wenn ein junges, dynamisches Team von Architekten ein Haus für das 21. Jahrhundert plant und baut: Vier Wände und ein Dach.
Mit dem Projekttitel haben die Oldenburger allerdings sehr tiefgestapelt, angesichts des wegweisenden Konzepts, das hinter dem in Holzrahmenbauweise errichteten Passivhaus mit Pultdach steckt. Das attraktive Raumprogramm besteht aus Wohnen, Schlafen, zwei Kinderzimmern, einem Gäste-/Arbeitszimmer, Küche, Hauswirtschaftsraum, Bad, Gäste-WC, Technikraum, Diele/Flur, Windfang, Abstellraum und Terrasse. Ergänzt wird das ganze durch einen Carport im Nebengebäude. Die Netto-Wohnfläche beträgt 188,90 m². Da läßt es sich großzügig leben.
Die Ausstattung ist ebenfalls großzügig gehalten:
- Kompakter Baukörper mit klarer und nutzorientierter Raumgestaltung
- Integriertes in-Haus Energiemanagement (QNE SpyDER und Energy Profiler) anstelle einfacher Hausautomation
- Das MOVEO-Glas Trennwandsystem ermöglicht ein variables Raumkonzept und stellt ein intelligentes Raummöbel dar
- Das Genitec-System ermöglicht Barrierefreiheit durch innovatives Flächenmanagement und mehrfache Flächennutzung
- Der elektromagnetische CS80-Magneo-Schiebetürantrieb schafft Nutzflächeneinsparung durch Entfallen der Aufschlagsrichtung.
Die weiteren technischen und hervorragenden energetischen Daten sind dem Exposé zum Download zu entnehmen.
Das Passivhaus Vier Wände und ein Dach wird im neuen Baugebiet "südliche des Schlosses" in Rastede mit seiner herausragenden städtebaulichen Gestalt und einer besonderen Architekturqualität verwirklicht. Das voll erschlossene Grundstück hat eine Größe von 605 m².
Mit ihrem flexiblen und energieeffizienten Smart-Passiv-Haus haben die beiden Architekten Jörg Meißner und Maik-Oliver Kohlhoff vom Team-Ing2 die Messlatte für ihre Kollegen deutlich hochgelegt. Mal schauen, was als nächstes Projekt kommt.
House of the Future anno 1957
Dieses "House of the future" anno 1957 befand sich auf dem Gelände von Disneyland in den USA und ist heute ein Stück unterhaltsamer Zeitgeschichte.
GreenImmo

