Senioren-Ratgeber stellt intelligente Geräte vor, die "mitdenken"
15. Oktober 2009 - Wer wissen möchte, welchen Komfort er in naher und ferner Zukunft in der Wohnung genießen kann, durch "Dinge, die mitdenken", der sollte sich die neue Ausgabe des Senioren-Ratgebers in der Apotheke besorgen. Dort wird anschaulich geschildert, wie elektronische Helfer kranken und gebrechlichen Menschen erlauben, selbständig und sicher in den eigenen vier Wänden zu leben, unabhängig von der Hilfe anderer. Der Werkstattbericht aus der Uni Erlangen gibt einen Ausblick auf technische Innovationen, die das Leben und Wohnen deutlich erleichtern werden. Der Hintergrund für diese Forschungsleistung ist klar: Ohne die Einbeziehung von intelligenter Technik in den Alltag wird die deutsche Gesellschaft (und Volkswirtschaft) erhebliche Problem bei der Bewältigung der demografischen Entwicklung haben. Jünger werden wir alle nicht - aber vielleicht innovativer.
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Wohnen im Alter ist Wohnkomfort für Jedermann
22. September 2009 - Eigentlich denkt man nie darüber nach, wie man die Wohn-ungstüre öffnet, dass man sich bücken muss, um den Geschirrspüler zu füllen oder, dass man sich strecken muß, um an das Essgeschirr im Hängeschrank zu gelan-gen. In jungen Jahren geht alles leicht von der Hand. Erst mit zunehmendem Alter fallen einem diese alltäglichen Dinge schwerer und man wünscht sich, es gäbe kom-fortable Hilfsmöglichkeiten. Aber wie soll das gehen? Die Wohnung ist doch einge-richtet und alles fest installiert. Trotzdem gibt es hervorragende Möglichkeiten, den Wohnraum individuell nach den jeweiligen Bedürfnissen anzupassen. Und diejenigen, die einen Neubau planen, sollten bereits im Vorfeld an ihr eigenes Alter denken und entsprechende Vorkehrungen bei der Innenausstattung treffen. Wie das geht, zeigt der Filmbeitrag vom WDR.
Barrierefreie Lebenswelten: Zukunftsmarkt für Architektur und Handwerk
14. September 2009 - Viele Architekten tun sich nach wie vor schwer damit, nutzer-gerechte Lebenswelten zu entwerfen und zu bauen. Ganz anders dagegen die Produkthersteller für Haushaltsgeräte, Sanitär- und Küchenausstattungen. Mit ihren Innovationen haben sie den Markt der Zukunft erkannt: barrierefreie Alltagsgegen-stände, die das Leben angenehm machen - besonders für Senioren. Auch das Hand-werk kann davon profitieren, denn schließlich muss jemand die Einrichtungen paß-genau anbringen. Die REHACARE 2008 gab einen Überblick über kommende Pro-dukte. Man darf gespannt sein, ab wann sich das große schwedische Möbelhaus auf die "Kunden der Zukunft" einstellt.
Zinsgünstige Kredite für altersgerechten Wohnungsumbau
20. August 2009 - Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) fördert noch bis zum 31. August 2009 den altersgerechten Umbau von Wohnraum mit 1,21 % eff. p.a. Wer da nicht unterschreibt, ist selbst schuld, sollte man meinen. Doch zwischen Aktionismus und dringender Notwendigkeit im Bereich der gesellschaftlichen - und damit auch baulichen - Altersumstrukturierung ist nicht ganz zu erkennen, welchen Weg die Bundesregierung und die KfW denn einschlagen wollen. Eine vierwöchige "Blitzförderung" von altersgerechter Wohnraumanpassung kommt einem Treppenwitz gleich, angesichts der Jahrzehnte dauernden Aufgabe.
Hinzukommt, dass ein Umbau, der allein dazu dient, altersgerechte Wohnsituationen dementsprechend anzupassen, viel zu kurz greift. In Zukunft wird es darauf ankommen, Energie und Demografie im Wohnungsneu- bzw. Umbau so zu berücksichtigen, dass sie eine Einheit bilden. Alles andere entspricht nicht dem Sinne von Nachhaltigkeit und modernen Qualitätsansprüchen. Die voreilige und halbherzige Einführung des Energieausweises hat bereits gezeigt, welche Kosten "Blitzaktionen" verursachen. Hätte man ein ausgereifteres, ganzheitliches Konzept zur
Modernisierung von Wohnraum aufgelegt, das sowohl energetische, gebäudetechnische und gesellschaftliche Entwicklungen berücksichtigt, wäre man im Jahr 2009 wesentlich weiter.
Nach wie vor bietet der Gesetzgeber keine schlüssigen Rahmenbedingungen, die den Wohnungsbau fördern. Auch die sinnvollen Ansätze Wohnraum nach seiner energetischen und soziokulturellen Qualität zu zertifizieren, laufen so ins Leere. Es muß ein breit und lang andauerndes Förderprogramm aufgelegt werden, das sowohl den Investoren wie den Nutzern größtmögliche Flexibilität bietet. Beide Seiten haben ein Anrecht darauf, zukunftsfähigen Wohnraum unter kalkulierbaren Bedingungen zu schaffen und zu erhalten. Geld wäre hier sinnvoll, sprich nachhaltig, angelegt - danach sucht man oft vergeblich in diesen Tagen.
Oma wird jetzt smart - Altersgerechte Assistenzsysteme wecken Interesse bei der Ärzteschaft
21. Juli 2009 - Die Abschiebung in ein Pflegeheim, raus aus der vertrauten Umgebung, bedeutet für ältere Menschen eine Katastrophe. Viele liebgewonnene Gewohnheiten und private Dinge müssen aufgegeben werden und das nur, weil das Risiko zu groß ist, sich im Alltag alleine nicht mehr zurecht zu finden. Wieso bedeutet Älterwerden eigentlich, sich bevormunden lassen zu müssen, fragen sich viele Betroffene.
Vermehrt denken nun Architekten, soziale Träger und Quartiersentwickler über bauliche Lösungen nach, die altersgerechten Ansprüchen von Komfort und Sicherheit gerecht werden. Auch die Ärtzeschaft befaßt sich mit den Auswirkungen einer älterwerdenden Gesellschaft und erkennt, dass technische Assistenzsysteme zunehmend eine Rolle in ihrem beruflichen Alltag spielen werden. Die Überlegungen gehen soweit, dass über die Verordnung von AAL als Heil- und Hilfsmittel nachgedacht wird oder über Interaktionsmöglichkeiten zwischen Arzt und Patient. Vor kurzem informierte das Deutsche Ärzteblatt seine Klientel ausführlich über Ambient Assistent Living (AAL).
Es macht Hoffnung, dass langsam ganzheitliche Wohn- und Baukonzepte entwickelt werden, die den Bedürfnissen von Senioren nach Mobilität und Selbständigkeit gerecht werden. Denn die Voraussetzung für die Akzeptanz von AAL-Systemen und Produkten ist auch, dass ein vernetzter Wohnstandard zur Regel wird.
USA setzt bei Senioren auf selbständiges Wohnen mit persönlicher Assistenz
7. Juli 2009 - Ebenso wie in Deutschland, gibt es auch in den USA alternative Lösungsansätze zur Unterbringung von Senioren in Pflegeheimen. Vielfach sind die älteren Herrschaften noch fit bis ins hohe Alter, so dass sie einer durchgängigen stationären Pflege gar nicht bedürfen. Außerdem bedeutet der Umzug in eine Pflege- bzw. Alteneinrichtung, dass man seine gewohnte Lebens- und Wohnumgebung verlassen muß - eine schlimme Vorstellung für viele ältere Menschen. Das Ergebnis: sie fühlen sich abgeschoben, ausgegrenzt und vereinsamen.
Hier zeigen wir ein Beispiel, wie die USA in Modellprojekten testet, wie ältere Menschen weiterhin in ihren Wohnungen verbleiben können, weitestgehend selbständig ihr Leben organisieren und durch persönliche "Assistenten" bei manchen Dingen unterstützt werden. Die im Film genannten Kosten und Ersparnisse werden nicht näher spezifiziert.
Deutsche Zuschauer erinnert das Modell vielfach an die Pflegehilfe, ein zugegebenermaßen so gut wie gescheitertes staatlich verordnetes "Projekt". Es stellt sich, nicht nur für die USA, sondern auch für unsere Gesellschaft und Politik die Frage, wieviel Wertschätzung - auch im finanziellen Sinn - wir der Selbständigkeit bis ins hohe Lebensalter beimessen. Wird der Mensch dann nur verwahrt oder als aktiver Teil der Gesellschaft akzeptiert und respektiert? Die Zeit zur Beantwortung drängt mittlerweile.
"Unsichtbare Technik" ermöglicht selbständiges Wohnen bis ins hohe Lebensalter
22. Juni 2009 - Die Zauberworte für ein möglichst langes Wohnen in den eigenen vier Wänden lauten Ambient Assistent Living (AAL), was bedeutet, dass unsichtbare "Alltagsassistenten" das Leben angenehmer und sicherer machen. Je nach Bedarf, "unterstützen" sie alltägliche Verrichtungen, in dem sie überprüfen, ob routine-mässige Aufgaben, wie z. B. die Einnahme von Medikamenten, dem gewöhnlichen Tagesablauf folgen oder die übliche Verweildauer im Schlafzimmer nicht überschritten wird. Sollte dies der Fall sein, lösen die "Helfer" einen Alarm aus, z. B. in einer Notrufzentrale.
Dadurch geben sie dem Bewohner ein Gefühl von Sicherheit. Sie können auch zur einfachen Kommunikation mit dem Arzt oder den Angehörigen beitragen, im dem sich schnell mit ihnen eine Verbindung über das Fernsehen herstellen läßt.
Die Voraussetzung für diese Annehmlichkeiten ist eine "vernetzte" Wohnung. Was das bedeutet und welche Vorteile es bringt, zeigt der nachfolgende Film des Fraunhofer Instituts.
Neuer Wohnstandard erfordert Umdenken in der Wirtschaft
4. Juni 2009 - Das Thema Ambient Assistent Living, zu deutsch: Altersgerechte Assitenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben (AAL), ist zu wenig bekannt, wird öffentlich einseitig falsch als Alten- und Behinderten-Thema diskutiert und wird daher von der deutschen Wirtschaft derzeit als neuer Milliardenmarkt völlig unterschätzt, so das Fazit zur Jahrestagung 2009 unter dem Titel "Die Kunst der Normung" des DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik im DIN und VDE) zu diesem Themenkomplex Anfang Mai.
Etwa 300 Normenexperten aus dem In- und Ausland beschäftigten sich mit dem neuen Querschnittsthema aus zahlreichen Industriezweigen. Spätestens mit dem Einstieg von Intel und GE in das AAL-Thema vor einigen Wochen sollte jedoch auch bei den Business Delevopment-Managern in den deutschen IT- und Telekom-Firmen die Alarmglocken geläutet haben. Zum Vergleich: US-Konzerne investieren derzeit ca. 250 Mio. $, während das Bundesforschungsministerium (BMBF) derzeit 17 AAL-Projekte in Deutschland mit ca. 45 Mio. Euro fördert!
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