Web 2.0 in der Immobilienwirtschaft
Neue Kommunikationswege eröffnen neue Chancen - auch für Nachhaltigkeit
12. Oktober 2011 - Kein Tag vergeht, an dem nicht etwas über den Sinn und Unsinn von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter zu lesen ist. Die Kommunikationsexperten großer Immobilienunternehmen sind verunsichert: So richtig wissen sie nicht, wie mit den zwitschernden Vögeln und den unbekannten Gesichtern von „Freunden“ umzugehen. Muss man mitmachen und wenn ja, wozu? Ignorieren, soviel ist sicher, können Unternehmen den Trend angesichts der Millionen von Usern – auch im B2B-Bereich - nicht. Doch soziale Netzwerke funktionieren anders als die bisher praktizierte Unternehmenskommunikation. Nicht bloßes Hinaussenden (Pushen) von Mitteilungen ist der Sinn von Twitter und Facebook, sondern ein möglichst authentisches Bild des Unternehmens und seines Handelns zu zeichnen. Offenheit, Glaubwürdigkeit und Vertrauen spielen dabei eine grosse Rolle, genauso wie die Bereitschaft, mit ganz unterschiedlichen Zielgruppen in den Dialog zu treten. Damit ist die klassische PR von Unternehmen am Limit.
Einige globale Player wie Jones Lang LaSalle (JLL), Union Investment Real Estate (UIRE) und IVG Immobilien gehen das Thema Social Media mit Twitter an. Sie setzen auf Wissensvermittlung und Information. So hat JLL Germany vor wenigen Monaten damit begonnen, alle Neuerscheinungen und Updates von Research-Publikationen über seinen Twitter-Account zu publizieren. Die Strategie von UIRE geht etwas weiter, in dem neben dem immobilienspezifischen Account (@unionrealestate) auch ein themenspezifischer (@nachhaltigeimmo) für das Nachhaltigkeitsportal (www.nachhaltige-immobilien-investments.de) geführt wird. Auch die IVG Immobilien AG setzt auf das Thema Nachhaltigkeit bei der „Bespielung“ ihres Twitter-Accounts.
Noch halten sich die Tweets und Follower bei allen Anbietern im zwei- und dreistelligen Bereich. Positiv zu bewerten ist, dass sich die Unternehmen langsam an den Einsatz von sozialen Netzwerken herantasten und ihren Stream regelmässig mit durchweg interessanten News füttern. Dialoge über Twitter öffentlich zu führen, dazu ist es scheinbar noch zu früh, wird jedoch der nächste Schritt sein.
Es wird spannend sein zu beobachten, welchen Stellenwert Twitter bei der Vermittlung von Zusammenhängen und beim Austausch über nachhaltige Immobilienthemen bekommen wird. Mit dem Zwitscher-Kanal gibt es jetzt die Möglichkeit, unmittelbar mit den Unternehmensverantwortlichen in Kontakt zu treten und umgekehrt, können die Unternehmen die Wünsche der Stakeholder besser erfragen. Daraus müsste sich was machen lassen. Seien wir gespannt und folgen ihnen!








