Im Alter sicher und unabhängig leben
4. AAL-Kongress präsentiert Senioren-Technik-Tag in Berlin
25. Januar 2011 - "Gib dem Alter eine Zukunft" unter diesem Motto startet der Senioren-Technik-Tag am Dienstag, 26. Januar 2010, im Rahmen des 4. AAL-Kongresses im Berliner Congress Centrum (bcc). Organisiert wird der Kongress vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Technologieverband VDE. Im Mittelpunkt stehen Assistenzsysteme, die das Leben der Menschen erleichtern sollen. Dazu gehört beispielsweise die Ausrüstung von Häusern und Wohnungen mit "smarten" Assistenzsystemen und -geräten (Ambient Assisted Living, kurz AAL). So kann ein intelligenter Fußboden automatisch das Licht einschalten, wenn man nachts ins Bad will. Im Falle eines Sturzes wird der Notruf automatisch ausgelöst und Hilfe herbei geholt. Auch die Einnahme von Medikamenten kann mit Assistenzsystemen eingehalten werden. Die Systeme überprüfen eigenständig, ob die verschiedenen Präparate miteinander kombinierbar und verträglich sind. Dahinter stecken viele technische Innovationen, die jetzt marktfähig sind.
Was bislang der Forschung vorbehalten war, können die Betroffenen nun selbst in Augenschein nehmen, testen und ausprobieren. Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender: "Ziel ist es, das Leben im Alter so komfortabel und sicher wie möglich zu gestalten. Aus technischer Sicht ist das kein Problem, es stehen schon sehr diskrete Systeme zur Verfügung." Die Technik macht es möglich, dass die Gesundheit fern überwacht und die Sicherheit in den eigenen vier Wänden bis ins hohe Alter gewährleistet bleibt. Diese Vielfalt können interessierte Senioren im Rahmen des Deutschen AAL-Kongresses, der bereits zum vierten Mal gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem VDE veranstaltet wird, erleben und kennenlernen.
Der modulare Alters-Simulationsanzug der Wolfsburg AG | Bildnachweis: VDE
Demografie und intelligentes Wohnen
"Der demographische Wandel stellt uns vor große Herausforderungen. Viele Menschen wollen möglichst lange selbstbestimmt leben. Die Technik ist insofern eine große Chance", erklärt Zimmer. Mit dem Senioren-Technik-Tag sollen erste Hürden und Barrieren abgebaut werden, denn die Assistenzsysteme sind für Menschen geschaffen. Innovationen dienen dazu, ihnen das Leben zu erleichtern. Aus diesem Grund haben die Besucherinnen und Besucher auch die Chance, direkt mit Forschern und Entwicklern ins Gespräch zu kommen und ihre Wünsche und Anliegen zu formulieren. Wo die körperliche und geistige Fitness nachlässt, kann die Technik und ihre intelligente Vernetzung vieles möglich machen: Intelligentes Wohnen, Gesundheit und Pflege, der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik in den Gegenständen des täglichen Lebens wird zukünftig größer.
Die Herausforderungen des demographischen Wandels sind dabei äußerst vielfältig. Forscher und Entwickler, Hersteller und Anwender sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden nutzen deshalb den 4. AAL-Kongress zu einem intensiven Meinungs-, Informations- und Wissensaustausch. "Er ist die perfekte Plattform für die Vernetzung aller Interessen", so Zimmer. Für aufgeschlossene Senioren ist der Technik-Tag eine Chance, die neuen Angebote auch auf ihre Benutzerfreundlichkeit zu testen, denn noch stecken einige der neuen Assistenzsysteme in den Kinderschuhen. "Sie können sich ein Bild davon machen, welche Produkte und Dienstleistungen für ihren Alltag interessant sein könnten. Es ist unverzichtbar, dass sie mitreden und so die Zukunft des Alters mit gestalten."
Weitere Informationen zum Kongress unter www.aal-kongress.de, zum Thema AAL unter www.vde.com/aal.










