Strand East / IKEA London

Nachhaltigkeit als Lifestyle: IKEA baut nachhaltiges, autofreies Stadtquartier in London

 

26. April 2012 - Man nehme 10 Hektar Industriebrache, ergänze Design, Kreativität, Nachhaltigkeit und einen echten Sinn für Gemeinschaft. Schon entsteht ein neues Vorzeigequartier in East London, das Wohnen in 1.200 energieeffizienten und familienfreundlichen Wohnungen mit Arbeit und Freizeit verbindet. Eines der nachhaltigen Vorzeigebauprojekte derzeit in Europa, "Strand East" genannt.

Ein ganzes Quartier mit 1.200 Wohnungen, riesigen Büroflächen und viel Grün wird zum nachhaltigen Vorzeigeprojekt in der Metropole London. (c) LandProb/Inter IKEA Systems
Ein ganzes Quartier mit 1.200 Wohnungen, riesigen Büroflächen und viel Grün wird zum nachhaltigen Vorzeigeprojekt in der Metropole London. (c) LandProb/Inter IKEA Systems

Arbeiten, Wohnen und die Freizeit verbringen, alles in einem.

 

Gerade in einer Stadt, der in der extrem lange Wege für Arbeitnehmer zum Alltag gehören und Wohnungen für Familien Mangelware sind, ist dieses neue Vorzeigeprojekt des Unternehmens LandProp ein nachhaltiges Vorzeigeprojekt. LandProp, Teil der InterIKEA-Gruppe, baut hier ausschließlich Mietshäuser und -Wohnungen. Dies ist nicht zuletzt eine Maßnahme gegen die stetig steigende Zahl an Investitions- und Spekulationsobjekten, die die Mietpreise immens in die Höhe getrieben haben im London der letzten Jahre. Gerade in East London sei es nicht unüblich, dass Häuser gekauft und teuer vermietet werden, deren Besitzer indes in den günstigeren Vororten leben. Um das Quartier familienfreundlich zu gestalten, liegt der Anteil an Wohnungen und Häusern mit drei und mehr Schlafzimmern bei London untypischen 40 Prozent.

 

Nachhaltigkeit prägt die Planung von Strand East

 

Durch und durch nachhaltig wurde das Vorzeigeprojekt im Londoner Osten geplant. Wohnen und Arbeiten – insgesamt 58.000 m² für Büros, Gemeinschaftseinrichtungen, Restaurants, Geschäfte und ein Hotel – an einem Ort spart Zeit, Kosten und Energie. Idyllisch an der Themse gelegen, sollen mindestens 25 Prozent der Gesamtfläche als Park angelegt werden. Hier soll der Artenvielfalt Raum geschaffen, Vögeln und Fledermäusen Nistmöglichkeiten geschaffen werden. Dies zollt letztlich dem verstärkten Flächenverbrauch im Osten Londons Tribut.

Neben der Familienfreundlichkeit, schickem Design und der Nähe zum Arbeitsplatz, wird nachhaltig auf Energieeffizienz gesetzt. So sollen alle 1.200 Wohnungen dem britischen «Level 4» für Energieeffizienz entsprechen und auch auf Regenerative Energiequellen setzen. Dieser besagt, dass die Wohnungen 44 % energieeffizienter sind als Häuser die dem Mindeststandard entsprechen. Anders als beim deutschen KfW-Standard in Deutschland, wird hier nicht nur die Energieeffizienz bewertet, sondern nach einem Punktesystem der CO2-Ausstoß sowie der Energie- und der Wasserbedarf bewertet. Wasserspareinrichtungen sind hierbei Pflicht, will man ein nachhaltiges Haus, ein «Sustainable Home» bauen. Nicht zuletzt für eine optimale Wasserqualität, wird ein nachhaltiges Wasserdrainage-System eingerichtet, dass sauberes Oberflächenwasser in die Themse einleitet.

 

Konventionelle Autos in Strand East tabu

 

Die Stadtpolitik setzt aufgrund der starken Luftverschmutzung schon seit einigen Jahren auf die Vermeidung von Individualverkehr in der Metropole. Stattdessen wird die Elektromobilität in der Hauptstadt mit Ladestationen für emissionsfreie Elektrofahrzeuge gefördert. Strand East soll nun komplett autofrei werden. Hierzu wird der einfahrende Verkehr direkt in die unter dem neu entstehenden Quartier Garage geleitet. Ladestationen für Elektrofahrzeuge werden zur Verfügung gestellt. Stattdessen wird auf ein gut ausgebautes Rad- und Fußwegenetz gesetzt, das die Bewohner schnell beispielsweise zu U-Bahn-Stationen gelangen lässt. Nur eine Buslinie wird diese umweltfreundliche Stadt in der Stadt durchqueren.

 

Hier können Sie das Quartier mit Google Street View besuchen. Allerdings stammen die Aufnahmen aus 2008:

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