A Smart Building depends on how "smart" the owner is!

Jerry  Yudelson | Bild: Jerry Yudelson
Jerry Yudelson | Bild: Jerry Yudelson

Oktober 2016 - Jerry Yudelson, den das Tech-Magazin WIRED 2011 zum "Godfather Of Green" ernannte, gilt weltweit als einer der renommieresten Experten für nachhaltige Gebäude. Im Frühjahr 2016 sorgte er mit seinem Buch "Reinventing Green Building: Why Certification Systems Aren't Working And What We Can Do About it" in den USA innerhalb der Green Building-Community für Aufsehen. Darin fordert er die Abkehr vom teuren, komplizierten und ineffizienten Zertifizierungssystem LEED und plädiert stattdessen dafür, digitale Technologien und Software für eine bessere Performance von Gebäuden einzusetzen. Schließlich sei das "Smart Building" das Modell der Zukunft. Wie kaum ein anderer, kennt der am Caltech und an der Harvard University ausgebildete Bauingenieur die weltweite Gebäudezertifizierungsindustrie von innen. Acht Jahre war er selbst Mitglied im US Green Building Council und hat während dieser Zeit als LEED Fellow rund 3.500 Fach- und Führungskräfte der Bauwirtschaft auf das Zertifizierungssystem trainiert. greenIMMO wollte von ihm wissen, welche Vorteile das - zumindest hierzulande - bislang im Forschungsstadium befindliche "Smart Building" bietet. Lesen Sie hier das Interview mit ihm.  


INTERGEO 2016: Smarte Geoinformationen für Gebäudeplanung 4.0 und vernetzte Immobilien

Lösungen für die Smart City werden immer konkreter, aber der Beratungsbedarf ist weiterhin immens / Copyright: HINTE GmbH / INTERGEO
Lösungen für die Smart City werden immer konkreter, aber der Beratungsbedarf ist weiterhin immens / Copyright: HINTE GmbH / INTERGEO

Oktober 2016 - Mit 531 Ausstellern aus 37 Ländern, mehr als 17.000 Fachbesuchern aus über 100 Ländern und 1.300 Teilnehmern des international besetzten INTERGEO Kongresses, ist die internationale Leitmesse für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement am 13. Oktober 2016 erfolgreich in Hamburg zu Ende gegangen. An drei Tagen diskutierte die GEO-IT-Branche über Smart City, Building Information Modeling (BIM) und Lösungen für Geoinformation, wobei die rasanten Veränderungsprozesse der Lebens-, Wirtschafts- und Arbeitswelt durch die Digitalisierung bei allen Themen den Kontext bildeten. Höchst aufschlussreich waren die Vorträge des Panels "3D-Stadtmodelle - Basis für Smart Cities", in denen das bereits im Einsatz befindliche 3D-Modell von Helsinki und Singapur vorgestellt wurde. Eindrucksvoll demonstrierte Dr. Victor Khoo, wie die Tropenmetropole das digitale Stadtmodell nutzt, um Nachhaltigkeitsszenarien zu überprüfen. So können etwa Sonnenstände und Solareinträge von Fassaden simuliert und die Verschattung bei der Gebäudeplanung berücksichtigt werden. Außerdem lassen sich Verkehrsflüsse vorhersagen und leiten. Der Softwarehersteller HERE aus Berlin geht sogar soweit, dass zukünftig Real-Time-Daten in das 3D-Stadtmodell integriert werden können. Demnach wäre es durchaus denkbar, dass aus dem 3D-Modell in einigen Jahren eine Art Kommandazentrale wird, mit deren Hilfe sich Infrastrukturprozesse steuern lassen.

 

"DIGITAL FIRST" muss das Motto sein

 

Zukünftig soll BIM dazu beitragen, dass ein digitales Gebäudekataster entsteht. In Finnland werden bereits 50 % aller Neubauvorhaben mit BIM geplant und realisiert. Davon ist Deutschland noch weit entfernt. Hier ist man gerade dabei, die nationale BIM-Strategie auszurollen, die sich bis 2020 jedoch nur auf den Brückenbau konzentrieren wird. Um sukzessiv alle am Bau Beteiligten, von den Planern über die ausführenden Gewerke bis zum Facility Management, auf das technische und fachliche BIM-Niveau zu heben, werden Jahre vergehen, meinen Experten. Darüber hinaus müsse der Wert von Daten generell für das Stadtmanagement erst einmal hinreichend verstanden und ihre Anwerwendungsmöglichkeiten durchgespielt werden, kamen die Diskussionsteilnehmer des Panels "Wert von Geoinformation" zum Ergebnis. Dazu bräuchte es jedoch mehr Offenheit bei allen. Insbesondere von der Politik erwarte man eine schnellere Entscheidungsfindung und vor allem Umsetzung. "Digital first" müsse das Motto lauten, wenn Städte service- und damit bürgerorientiert funktionieren sollen.

 

Warum Fachleute aus der Immobilienwirtschaft die INTERGEO besuchen sollten? Weil hier Antworten und Ausblicke gegeben werden, wie Gebäude im Kontext von digitalisierten Stadtinfrastrukturen werden funktionieren müssen, sofern sie zukunftsfähig sein wollen. Gerade im Hinblick auf den Immobilienlebenszyklus sind hier Debatten zu führen. Allein die RICS war mit einer Abordnung auf der Messe vertreten. Bleibt zu hoffen, dass weitere Immobilienverbände den Weg auf die INTERGEO finden. Die nächste Gelegenheit dazu besteht 2017 in Berlin.   

Auslaufmodell Büroimmobilie?

 

Juni 2016 - Bisher gelten Büroimmobilien als die "Rennpferde" im Stall von Immobilieninvestoren und -dienstleistern. Ob das jedoch so bleibt, ist angesichts einer sich stark verändernden Arbeitswelt und neuer Konzepte von bisher marktfremden Anbietern fraglich. Sofern die klassischen Anbieter von Büroimmobilien weiterhin erfolgreich am Markt bestehen wollen, müssen sie sich Neues einfallen lassen, sei es im Hinblick auf das Konzept oder den Service. Vor wenigen Wochen konnten wir mit Andreas Wende sprechen, der Anfang 2016 den Vorsitz des neugegründeten ZIA-Ausschusses Büro übernommen hat, und ihn nach seinen Plänen fragen. Das Interview mit ihm lesen Sie hier.

Bild: Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.
Bild: Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

Die Next Generation der Immobilien- und Bauwirtschaft: Zwischen alten Hierarchien und neuen Arbeitswelten

 

Interviews mit drei Nachwuchstalenten

 

Januar 2016 - Die Immobilien- und Bauwirtschaft steht vor einem Generationswechsel:  Während sich die Babyboomer auf den Ruhestand vorbereiten, übernehmen die sogenannten "Digital Natives" sukzessive  das Steuer. Mit den Jungen zieht frischer Wind durch die Flure, der dazu beiträgt, dass Zukunftsthemen (endlich) vorangebracht werden. Dringender Nachholbedarf besteht etwa bei der Innovationsbereitschaft von Immobilienunternehmen und Baufirmen. Wollen sie nicht den Anschluss an das digitale Zeitalter verlieren, müssen sie sich den veränderten Gegebenheiten schnellstmöglich anpassen. Und zwar sowohl im Hinblick auf ihre eigene Unternehmenskultur, als auch im Sinne zukunftsfähiger Immobilien und Services. Zudem ist die Abwesenheit von Frauen in leitenden Funktionen ein Anachronismus, obwohl sie jeweils die Hälfte aller Beschäftigten stellen. Wie also gewinnen die beiden als konservativ geltenden Branchen kluge Köpfe, die das Immobilien- und Baugeschäft querdenken und sich trauen, überkommene Strukturen aufzubrechen? Oder anders gefragt: Was muss sich aus der Sicht von Studenten/innen, Absolventen/innen und Berufsanfängern/innen ändern, damit sie langfristig ein Interesse und Spaß daran haben, in der Immobilien- oder Bauwirtschaft zu arbeiten? greenIMMO hat mit zwei Vertreterinnen und einem Vertreter der nächsten Generation gesprochen.

Aufgenommen im Hamburger Gängeviertel in 2009 | © Dagmar Hotze
Aufgenommen im Hamburger Gängeviertel in 2009 | © Dagmar Hotze

Langfassung der Webdoku "Auf der Suche nach der Immobilie der Zukunft"

 

17. Dezember 2015 - Aufgrund der zahlreichen Anfragen, ob es die drei Teile der 2014 für die EXPO REAL entstandene Webdoku "Auf der Suche nach der Immobilie der Zukunft" auch als Langfassung für Vorlesungen und Präsentationen gibt, hier also die 15-minütige Long Version.  Gute Unterhaltung und viele Erkenntnisse.