Jerry Yudelson, "Godfather of Green"
Jerry Yudelson, "Godfather of Green"

Reinventing Green Building: Zukunftsfähige Gebäude jenseits von Zertifikaten

 

April 2016 - Der amerikanische Ingenieur Jerry Yudelson, den das Magazin WIRED einmal den "Godfather of Green" genannt hat, ist weltweit einer der renommiertesten Experten auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit von Gebäuden. Er gilt als einer der Wegbereiter des Green Building Movements Ende der 1990iger Jahren in den USA und hat maßgeblich an der Gründung des ersten Ortsverbands des US Green Building Councils, Cascadia in Seattle, mitgewirkt. Der langjährige LEED-Fellow hat während seiner aktiven Zeit rund 4.000 Fachleute aus der Bauindustrie am LEED-System ausgebildet. Zwischen 2014 und 2015 war er Präsident der Green Building Initiative (GBI), eine Nonprofit-Organisation, die das Green Globes Green Building-Ratingsystem und -progamm in Amerika anbietet.


Neben seiner praktischen Tätigkeit hat Yudelson 13 Bücher über Nachhaltigkeit im Gebäudesektor veröffentlicht. Im Juni 2016 wird mit "Reinventing Green Building" seine neueste Publikation erscheinen, in der er sich ausführlich mit der Frage beschäftigt, ob die Gebäudezertifizierung als Methode für mehr Transparenz und Ressourcenschutz, tatsächlich weiterhin zeitgemäß ist oder ob nicht eine modernere Alternative gefunden werden muss und wenn ja, wie sie aussehen könnte.  greenIMMO hat mit ihm über sein Erfahrungen in den letzten Jahren und seine Ideen gesprochen. Das Interview finden Sie hier.

Die Next Generation der Immobilien- und Bauwirtschaft: Zwischen alten Hierarchien und neuen Arbeitswelten

 

Interviews mit drei Nachwuchstalenten

 

Januar 2016 - Die Immobilien- und Bauwirtschaft steht vor einem Generationswechsel:  Während sich die Babyboomer auf den Ruhestand vorbereiten, übernehmen die sogenannten "Digital Natives" sukzessive  das Steuer. Mit den Jungen zieht frischer Wind durch die Flure, der dazu beiträgt, dass Zukunftsthemen (endlich) vorangebracht werden. Dringender Nachholbedarf besteht etwa bei der Innovationsbereitschaft von Immobilienunternehmen und Baufirmen. Wollen sie nicht den Anschluss an das digitale Zeitalter verlieren, müssen sie sich den veränderten Gegebenheiten schnellstmöglich anpassen. Und zwar sowohl im Hinblick auf ihre eigene Unternehmenskultur, als auch im Sinne zukunftsfähiger Immobilien und Services. Zudem ist die Abwesenheit von Frauen in leitenden Funktionen ein Anachronismus, obwohl sie jeweils die Hälfte aller Beschäftigten stellen. Wie also gewinnen die beiden als konservativ geltenden Branchen kluge Köpfe, die das Immobilien- und Baugeschäft querdenken und sich trauen, überkommene Strukturen aufzubrechen? Oder anders gefragt: Was muss sich aus der Sicht von Studenten/innen, Absolventen/innen und Berufsanfängern/innen ändern, damit sie langfristig ein Interesse und Spaß daran haben, in der Immobilien- oder Bauwirtschaft zu arbeiten? greenIMMO hat mit zwei Vertreterinnen und einem Vertreter der nächsten Generation gesprochen.

Aufgenommen im Hamburger Gängeviertel in 2009 | © Dagmar Hotze
Aufgenommen im Hamburger Gängeviertel in 2009 | © Dagmar Hotze

Langfassung der Webdoku "Auf der Suche nach der Immobilie der Zukunft"

 

17. Dezember 2015 - Aufgrund der zahlreichen Anfragen, ob es die drei Teile der 2014 für die EXPO REAL entstandene Webdoku "Auf der Suche nach der Immobilie der Zukunft" auch als Langfassung für Vorlesungen und Präsentationen gibt, hier also die 15-minütige Long Version.  Gute Unterhaltung und viele Erkenntnisse.

Gründergeist kann man in der Immobilienwirtschaft lernen

 

9. November 2015 - Junge Gründer, die etwas Disruption in die Immobilienwirtschaft bringen möchten, sollte beim EBS Real Estate Management Institute vorbeischauen. Hier gibt es seit Mai 2012 die Forschungsstelle "sovereign real estate innovation", aus der der Bachelorkurs "Real Estate Innovation &  Entrepreneurship" hervorgegangen ist. In dem modular aufgebauten Studiengang lernen "Intrapreneure" systematisch, wie sich Innovationen strukturiert generieren lassen, wie aus einer Idee ein Business Case wird und wie man anschließend einen Geschäftsplan erstellt. Spannend wird es am Ende, wenn die angehenden Jungunternehmer ihre innovative Projektidee einer hochkarätigen Jury wie bei "Die Höhle der Löwen" vorstellen müssen. Zu den diesjährigen Projekten zählt der Coworking-Space "WYAO - Work your ass OFFice", bei dem die oberen Etagen einer Altimmobilie am Rand von Berlin, in attraktive Büroflächen für Start-ups verwandelt wurden.  Wer mehr über den Studiengang wissen möchte, wendet sich an die wissenschaftliche Mitarbeiterin Dipl.-Ing. Susanne Hügel

 © Dagmar Hotze
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Catella-Research zu Big Data in der Immobilienwirtschaft

 

19. Oktober 2015 - Dass "Big Data" kein neues Buzzword oder gar Modethema für die Immobilienbranche ist, konnte man bei genauerer Beobachtung und den richtigen Gesprächspartnern, bereits auf der diesjährigen Expo Real merken. Das Thema ist virulent, denn die Fähigkeit, Daten zu aggregierte, die richtigen Fragen zu stellen und daraus "intelligente" Schlüsse zu ziehen, entscheidet über die wirtschaftliche Zukunft eines Immobilienunternehmens. Das Catella-Research-Team vom Dr. Thomas Beyerle hat sich jetzt intensiv mit den Chancen von Big Data beschäftigt und mit dem Risiko, es nicht zu tun, und die Ergebnisse zu einer höchst spannenden Lektüre zusammengefasst. Fazit: Es ist noch viel zu tun, um digital zukunftsfit zu werden - mahnende Beispiele, was mit  Langschläfern geschieht, gibt es genug in der Medien-, Automobil- und Finanzwirtschaft.  

Digitalisierung wird für Immobilienunternehmen zum Prüfstein 

 

2. Oktober 2015 - Am 17. und 18. September 2015 fand in Berlin der zweitägige Kongress "Die digitale Zukunft der Immobilienwirtschaft" statt, der einen weiten Bogen von der Digitalisierung von Geschäftsmodellen bis zum Risikomanagement von Immobilieninvestments im Internetzeitalter spannte. Zu den Referenten gehörte u. a. Prof. Dr. Carsten Lausberg von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, der zu Beginn einen umfassenden Einblick in das Thema gab und auf die Tragweite der Digitalisierung hinwies. Es gehe nicht um den bloßen Transfer von analogen Daten ins Digitale, sondern um ein grundsätzliches Umdenken, was die eigene Rollen und das Geschäftsmodell betrifft und insbesondere darum, die Innovationskraft des Unternehmens zu hinterfragen, die benötigt wäre, damit die Anpassung auf das Internetzeit gelingt. Anregend war besonders der Vortrag von Martin Rodeck, Managing Director der von OVG Real Estate, der darauf hinwies, dass in nicht all zu ferner Zukunft vielleicht die Daten von Büronutzern lukrativer sind, als der monatlich zu erzielende Preis pro Quadratmeter Mietfläche und der Input von Günter Neumann, Vorstand von CREIS Real Estate Solutions, der Klartext sprach und die digitale Transformation nicht als "Wunschkonzert" missverstanden wissen möchte. Standards seien nur mit Transparenz zu erreichen und daran wäre nicht allen Beteiligten - trotz gegenteiliger Behauptung - gelegen. Denn intransparente Märkte hätten auch ihre Vorteile - zumindest für einige.  Warum nicht einen webbasierten Immobiliendatenpool schaffen, auf den alle an der Objektbewirtschaftung Beteiligten zugreifen können, regte Heike Günding, operative Chefin bei Bilfinger RE in ihrer Präsentation und plädierte für die "XXL-Cloud".  Mehr über die Konferenz erfahren Sie hier

Wie mutig ist die Immobilienwirtschaft und packt die Chancen der Digitalisierung beim Schopf? © Dagmar Hotze
Wie mutig ist die Immobilienwirtschaft und packt die Chancen der Digitalisierung beim Schopf? © Dagmar Hotze