Ressourcen statt Bauschutt!  | © Dagmar Hotze
Ressourcen statt Bauschutt! | © Dagmar Hotze

Sind das Ressourcen oder kann das weg?

Februar 2019 -  Obwohl der Gebäudesektor weltweit zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftszweigen gehört, steckt das Prinzip Cradle-to-Cradle im Bauwesen noch in den Kinderschuhen. Alleine in Deutschland werden pro Jahr über 500 Millionen Tonnen (!) mineralische Rohstoffe verbaut. Ebenso immens ist der Verbrauch von Baustahl (ca. 5,5 Mio. Tonnen) und Zement (ca. 26,6 Millionen Tonnen). Was kaum jemand ahnt: Zugleich fallen jährlich über 200 Millionen Tonnen Bau- und Materialschutt an, was mehr als der Hälfte des deutschen Abfallaufkommens  entspricht.


Plastikbesteck und Ohrenstäbchen zu verbieten, um die Meere vor Plastikmüll zu schützen, ist eine Sache. Eine ganz andere ist die Einführung einer Kreislaufwirtschaft im Bauwesen. Der Heuer Dialog "Future Real Estate: Cradle to Cradle - Die zirkuläre Zukunft" leistet hierfür Aufklärungsarbeit: Am 23. Mai 2019 findet in Düsseldorf ein hochkarätig besetztes Dialogforum statt, zu dessen Vortragsrednern unter anderem Prof. Dr. Michael Braungart, Leuphana Universität Lüneburg, EPEA Internationale Umweltforschung GmbH Hamburg; Gerhard G. Feldmeyer, Geschäftsführender Gesellschafter, HPP Architekten GmbH; Dr. Peter Mösle, Partner, Drees & Sommer SE und Vanja Schneider, Geschäftsführer, INTERBODEN Innovative Gewerbewelten GmbH & Co. KG gehören. Nicht nur theoretische Grundlagen werden erörtert, sondern vor allem praxisnahe Beispiele gezeigt, wie sich ein stoffstrombasiertes Bau- und Immobilienmanagement installieren lässt und welche Prozesse und Partner erforderlich sind, um Gebäude nach dem C2C-Prinzip zu bauen. greenIMMO hat die Freude, die Veranstaltung medial zu begleiten und durch den Tag moderieren zu dürfen. Einzelheiten zu Programm und Inhalt gibt es an dieser Stelle

Smart City: Wie die Technologie der Zukunft unser Leben bereichern will

Juni 2018 -  Die Heizung schon vor Ankunft per Smartphone auf Wohlfühltemperatur stellen oder per Sprachsteuerung einfach fehlende Vorräte im Kühlschrank nachbestellen: Was vor kurzer Zeit noch utopische Zukunftsvisionen waren, gehört für viele schon heute zum alltäglichen Leben.

 

In nicht all zu weiter Zukunft, geht die Entwicklung von Smart Home zur ganzen vernetzten Stadt - der Smart City. Die Zahl solcher „intelligenten Städte“ wird rund um den Globus in den nächsten Jahren erwartungsgemäß stark ansteigen. Bereits 2050 sollen 70 Prozent der Weltbevölkerung in Smart Cities leben.

 

Technologische Errungenschaften erobern tagtäglich unseren Lebensraum, alles wird besser, schneller, einfacher. Diese Tendenzen werden jedoch nicht immer nur positiv rezipiert. Menschen werden zunehmend miteinander vernetzt, Daten werden gesammelt und Fragen der Privatsphäre steigen in ihrer Komplexität. Doch welche Vorteile bringt die Technologie der Zukunft tatsächlich mit sich?

 

Eine Smart City wird aus sprechenden Gebäuden mit integrierter, vertikaler Landwirtschaft zur Selbstversorgung bestehen. Photovoltaik-Zellen auf den Dächern sorgen für den nötigen Strom, während Wassertonnen für die Versorgung der integrierten Farmen genutzt werden. Zur besseren Orientierung wird die städtische Infrastruktur durch virtuelle Helfer erklärt. Straßenlaternen zeigen den richtigen Weg nach Hause. Wie ein solches Smart Building aussehen könnte, zeigt die nebenstehende Grafik.

Smart Cities – Uniting People

Smart Cities – Uniting People – eine Infografik von RS Components


Big Data, Smart Research?

Januar 2017 - Digitale Daten und deren Auswertung mittels Algorithmen seien das "neue Öl", so heißt es. In der Immobilienwirtschaft sprudeln die Quellen noch nicht sonderlich. Zumindest nicht in Deutschland, wo es kaum frei verfügbare Daten gibt. Anders in angelsächsischen Ländern. Hier sind Robo Advisor bereits im Einsatz. Auch hierzulande wird sich die Arbeit von Immobilien-Researchern in den nächten Jahren gravierend verändern, schätzt Dr. Thomas Beyerle, Chef-Researcher der Catella Group. Das Interview mit ihm lesen Sie hier.

A Smart Building depends on how "smart" the owner is!

Jerry  Yudelson | Bild: Jerry Yudelson
Jerry Yudelson | Bild: Jerry Yudelson

Oktober 2016 - Jerry Yudelson, den das Tech-Magazin WIRED 2011 zum "Godfather Of Green" ernannte, gilt weltweit als einer der renommieresten Experten für nachhaltige Gebäude. Im Frühjahr 2016 sorgte er mit seinem Buch "Reinventing Green Building: Why Certification Systems Aren't Working And What We Can Do About it" in den USA innerhalb der Green Building-Community für Aufsehen. Darin fordert er die Abkehr vom teuren, komplizierten und ineffizienten Zertifizierungssystem LEED und plädiert stattdessen dafür, digitale Technologien und Software für eine bessere Performance von Gebäuden einzusetzen. Schließlich sei das "Smart Building" das Modell der Zukunft. Wie kaum ein anderer, kennt der am Caltech und an der Harvard University ausgebildete Bauingenieur die weltweite Gebäudezertifizierungsindustrie von innen. Acht Jahre war er selbst Mitglied im US Green Building Council und hat während dieser Zeit als LEED Fellow rund 3.500 Fach- und Führungskräfte der Bauwirtschaft auf das Zertifizierungssystem trainiert. greenIMMO wollte von ihm wissen, welche Vorteile das - zumindest hierzulande - bislang im Forschungsstadium befindliche "Smart Building" bietet. Lesen Sie hier das Interview mit ihm.  


Die Next Generation der Immobilien- und Bauwirtschaft: Zwischen alten Hierarchien und neuen Arbeitswelten

 

Interviews mit drei Nachwuchstalenten

 

Januar 2016 - Die Immobilien- und Bauwirtschaft steht vor einem Generationswechsel:  Während sich die Babyboomer auf den Ruhestand vorbereiten, übernehmen die sogenannten "Digital Natives" sukzessive  das Steuer. Mit den Jungen zieht frischer Wind durch die Flure, der dazu beiträgt, dass Zukunftsthemen (endlich) vorangebracht werden. Dringender Nachholbedarf besteht etwa bei der Innovationsbereitschaft von Immobilienunternehmen und Baufirmen. Wollen sie nicht den Anschluss an das digitale Zeitalter verlieren, müssen sie sich den veränderten Gegebenheiten schnellstmöglich anpassen. Und zwar sowohl im Hinblick auf ihre eigene Unternehmenskultur, als auch im Sinne zukunftsfähiger Immobilien und Services. Zudem ist die Abwesenheit von Frauen in leitenden Funktionen ein Anachronismus, obwohl sie jeweils die Hälfte aller Beschäftigten stellen. Wie also gewinnen die beiden als konservativ geltenden Branchen kluge Köpfe, die das Immobilien- und Baugeschäft querdenken und sich trauen, überkommene Strukturen aufzubrechen? Oder anders gefragt: Was muss sich aus der Sicht von Studenten/innen, Absolventen/innen und Berufsanfängern/innen ändern, damit sie langfristig ein Interesse und Spaß daran haben, in der Immobilien- oder Bauwirtschaft zu arbeiten? greenIMMO hat mit zwei Vertreterinnen und einem Vertreter der nächsten Generation gesprochen.

Aufgenommen im Hamburger Gängeviertel in 2009 | © Dagmar Hotze
Aufgenommen im Hamburger Gängeviertel in 2009 | © Dagmar Hotze

Langfassung der Webdoku "Auf der Suche nach der Immobilie der Zukunft"

 

17. Dezember 2015 - Aufgrund der zahlreichen Anfragen, ob es die drei Teile der 2014 für die EXPO REAL entstandene Webdoku "Auf der Suche nach der Immobilie der Zukunft" auch als Langfassung für Vorlesungen und Präsentationen gibt, hier also die 15-minütige Long Version.  Gute Unterhaltung und viele Erkenntnisse.