Nachhaltigkeitsberichte

Nachhaltigkeit muss messbar sein

 

13. August 2013 - Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) erweitert seinen Nachhaltigkeitsleitfaden für die Immobilienwirtschaft. Neu in der dritten Auflage des Leitfadens sind Empfehlungen für ein Nachhaltigkeitsreporting und Vorschläge für nachhaltigkeitsorientierte Mietverträge. „Die Zeiten reiner Absichtserklärungen sind vorbei. Nachhaltigkeit muss messbar, vergleichbar und transparent sein, um Verbindlichkeit zu erhalten“, sagt Thomas Zinnöcker, Vize-Präsident des ZIA. „Die Erweiterungen des ZIA Nachhaltigkeitsleitfadens enthalten konkrete Umsetzungsvorschläge für immobilienwirtschaftliche Unternehmen, um ihnen den Weg in eine nachhaltige Zukunft zu erleichtern.“

Nachhaltigkeit erhält unternehmensstrategische Relevanz | © greenIMMO
Nachhaltigkeit erhält unternehmensstrategische Relevanz | © greenIMMO

Nachhaltigkeit wird zunehmend zum Wettbewerbsfaktor

 

Standardisierte Reportings eignen sich dazu, nachhaltigkeitsorientierte Aktivitäten nachzuweisen und zu dokumentieren. Der ZIA empfiehlt Immobilienunternehmen in seinem Leitfaden eine Orientierung an den Leistungsindikatoren und Kennzahlen des international gebräuchlichen Standards der Global Reporting Initiative (GRI). Um das Reporting zu vereinfachen, sollte ein unternehmensspezifisches Referenzportfolio zusammengestellt werden, das einem repräsentativen Querschnitt des Gesamtportfolios entspricht und aus dem die Daten für das Gesamtportfolio hochgerechnet werden können. Standardisierte Nachhaltigkeitsreportings dienen einer höheren Transparenz und Vergleichbarkeit der nachhaltigen Qualitäten von Unternehmen und Immobilienportfolios. Eine Untersuchung der GRI und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigt, dass die Anzahl der Immobilienunternehmen, die ein Nachhaltigkeitsreporting vorlegen, nicht nur im englischsprachigen Raum, sondern inzwischen auch in Deutschland deutlich zugenommen hat. Im Jahr 2012 ist ihre Zahl auf neun angestiegen. Europaweit sind es 42, weltweit 77.

 

Die neue Version des ZIA-Nachhaltigkeitsleitfadens enthält ferner eine Anleitung, wie Mietverträge gestaltet werden können, um Vermieter und Mieter zur nachhaltigen Bewirtschaftung und Nutzung einer Immobilie zu veranlassen. Mietverträge und Mietvertragsklauseln, die den Gedanken der Nachhaltigkeit miteinbeziehen, werden auch als „Green Leases“ bezeichnet. Sie stellen zwischen beiden Vertragsparteien Transparenz hinsichtlich der Nachhaltigkeitsziele her. Green Leases kommen bisher vor allem im Bereich der Gewerbeimmobilien im englischsprachigen Raum zur Anwendung. Der Leitfaden soll einen Beitrag dazu leisten, Green Leases auch auf dem deutschen Immobilienmarkt zu etablieren.

 

Weitere Infos finden Sie hier.

Nicht für die Galerie: IVG veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht 2012

 

11. Juli 2013 - Die Nachhaltigkeit ihrer Objektbewirtschaftung transparent und detailliert darzustellen, gelingt bislang nur wenigen deutschen Immobilienunternehmen. Vielfach bemisst sich die "grüne Strategie" an den verliehenen Green Building-Zertifikaten könnte man meinen - sofern es denn einen strategischen Ansatz im Bezug auf Nachhaltigkeit überhaupt gibt. Der kürzlich von der IVG veröffentlichte Nachhaltigkeitsbericht 2012 setzt hier andere Maßstäbe: Nachhaltigkeit nicht für die Galerie, sondern als Instrument für eine zukunftsorientierte Immobilien- und damit Unternehmensausrichtung.

Licht ins Dunkel bringen: IVG-Immobilie "The Squaire" | © Martin Joppen
Licht ins Dunkel bringen: IVG-Immobilie "The Squaire" | © Martin Joppen

Den detektivischen Rechercheaufwand, der zur objektbezogenen Datenerhebung über Wärme, Strom- und Wasserverbrauch notwendig war, kann man nur erahnen. Er wird immens sein, aber die Arbeit lohnt sich, wie der Bericht zeigt. Denn es geht, wie die Kommentierungen zeigen, nicht um "Tue Gutes und sprich' darüber". Hier wird der Anspruch formuliert, Nachhaltigkeit aktiv mitzugestalten und voranzutreiben. Ob bei der Energiewende, im Hinblick auf eine zeitgemäße Immobilienbewertung oder zur künftigen Einbindung von Mietern in Form von "grünen Mietverträgen" - ohne Detailinformationen ist dies nicht möglich. Den Fokus außerdem auf die operative Umsetzung - allen voran auf die flächendeckende Einführung von Green Leases - zu legen, macht den Bericht um so lesenswerter. Zum Schluss zeigt sich: Nachhaltigkeit ist keine abstrakte Größe, sondern eine konkrete Form langfristigen Unternehmertums. Und damit gehört der Bericht auf jeden Nachttisch eines verantwortungsvollen Entscheiders in der Immobilienwirtschaft.

 

Den Bericht finden Sie hier zum Download.

 

360report: Die neue Software-Lösung für Nachhaltigkeitsberichte

 

17. Mai 2013 - Immobilienunternehmen werden immer nachhaltiger – und tun gut daran ihre Nachhaltigkeit messbar zu machen und zu kommunizieren. 360report bietet nun die erste mittelstandsgerechte Software-Lösung für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Nachhaltigkeitsbericht mit 360report in wenigen Tagen Das Berliner Unternehmen 360report GmbH bietet seit Anfang Februar die erste Vollversion seiner speziell für mittelständische Unternehmen entwickelten Software-as-a-Service-Lösung 360report an.

Engagiert für mehr Transparenz und Nachhaltigkeit | © 360report
Engagiert für mehr Transparenz und Nachhaltigkeit | © 360report

Nachhaltigkeitsbericht mit 360report in wenigen Tagen

 

Das Berliner Unternehmen 360report GmbH bietet seit Anfang Februar die erste Vollversion seiner speziell für mittelständische Unternehmen entwickelten Software-as-a-Service-Lösung 360report an. Die Software ermöglicht es Unternehmen, innerhalb weniger Tage und ohne spezifische Vorkenntnisse alle relevanten Daten zu den eigenen Nachhaltigkeitsleistungen aufzunehmen und daraus automatisch einen sofort publizierbaren Nachhaltigkeitsbericht nach allen wichtigen globalen Standards (GRI, UN Global Compact, ISO 26000) zu erstellen. Darüber hinaus kann aus den Daten automatisch eine CO2-Bilanz nach Greenhouse Gas Protocol erzeugt werden.

 

Der Einstieg in die Berichterstattung wird durch 360report maßgeblich erleichtert bzw. vielen Unternehmen überhaupt erst ermöglicht. Einzigartig an der Software ist die benutzerfreundliche Eingabe-Logik, die den Anwender durch den gesamten Prozess der Berichterstellung führt und die Datenaufnahme auch ohne Vorkenntnisse innerhalb weniger Tage ermöglicht. Nach der Dateneingabe kann der fertige Bericht auf Klick als PDF- oder Word-Dokument ausgegeben, nachträglich noch bearbeitet und mit dem eigenen Design versehen werden. Für die Aufbereitung zu einem firmenindividuellen Bericht bietet 360report attraktive Service-Angebote an.

Nachhaltigkeitsberichte in der Immobilienbranche noch selten

 

Green Buildings, Ressourceneffizienz und ökologische Materialien sind mittlerweile ein wichtiger Bestandteil der Immobilienwirtschaft. Doch nur ein sehr geringer Anteil der Branche hat bis dato einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Grund dafür ist nicht mangelndes Engagement in der Immobilienbranche – zahlreiche Unternehmen bemühen sich bereits aktiv in Hinblick auf ökologische und soziale Aspekte -, sondern der hohe finanzielle und personelle Einsatz, den die Datenaufnahme und die Erstellung eines Berichts bisher erforderte.

Doch eine strategische Aufstellung in Sachen Nachhaltigkeit ist ausgesprochen sinnvoll, denn die strukturierte Datenaufnahme, ein professionelles Datenmanagement und die Ableitung von unternehmensspezifischen Nachhaltigkeitszielen bringt kurzfristig messbare ökonomische Einsparungen und sichert langfristig den Unternehmenserfolg. Die Datenaufnahme macht die Nachhaltigkeitsaktivitäten messbar und damit auch ökonomisch bewertbar. Ein professioneller Nachhaltigkeitsbericht fördert eine positive Außenwirkung und sorgt für Vertrauen bei Kunden und Geschäftspartnern. Er dient weiterhin auch der internen Überprüfung und Optimierung der Nachhaltigkeitsstrategie. Immobilienunternehmen sollten daher bewusst Verantwortung übernehmen und ihre Nachhaltigkeits-Bemühungen mittels eines Nachhaltigkeitsberichts kommunizieren. Hierzu bietet 360report die ideale Hilfestellung.

Nachhaltigkeitsberichte in Immobilienwirtschaft die Ausnahme

 

7. Januar 2013 - Auch wenn Green Buildings und Öko-Zertifikate nicht mehr aus der Immobilienwirtschaft wegzudenken sind, so beschränkt sich die Integration von nachhaltigen Prozessen vielfach auf Gebäude. Die Übersetzung von Nachhaltigkeit in Unternehmensrichtlinien und Strategien bleibt häufig außen vor, wie die Ergebnisse eines kooperativen Forschungsprojektes der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigen. Lediglich 9 der größten 140 Immobilienunternehmen veröffentlichen demnach einen Nachhaltigkeitsbericht – gerade einmal 6 Prozent.

 

Hingegen sind viel mehr Unternehmen im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) aktiv, sowohl unter ökologischen als auch unter sozialen Gesichtspunkten. Doch es fehlt an strukturiertem Vorgehen und einer entsprechenden Dokumentation, um schlüssige Nachhaltigkeitsberichte zu formulieren. Dadurch werden ökonomische Potenziale nicht identifziert, wie der spannende Beitrag hier zeigt.

Bilfinger Berger veröffentlicht ersten Nachhaltigkeitsbericht

 

27. August 2012 - Bilfinger Berger veröffentlicht erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht und stärkt damit sein Profil als wichtiger Anbieter nachhaltiger Produkte und Services. Gleichzeitig gibt der Konzern als eines der ersten im MDAX gelisteten Unternehmen eine Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex ab. In dem Bericht stellt Bilfinger Berger sowohl sein Leistungsspektrum zur Steigerung der Nachhaltigkeit von Industrieanlagen, Kraftwerken und Immobilien als auch den eigenen Beitrag zur Ressourcenschonung und Verbesserung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen vor.

„Bilfinger Berger erbringt die Mehrheit seiner Leistungen im Feld der Nachhaltigkeit“, erklärt Roland Koch, Vorstandsvorsitzender von Bilfinger Berger. „Das wollen wir als Teil unserer strategischen Ausrichtung zukünftig noch stärker hervorheben. Unser erster Nachhaltigkeitsbericht leistet einen wichtigen Beitrag dazu.“ Bilfinger Berger will sich im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie als bedeutender Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Verbesserung von Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz positionieren. Weitere Infos sowie den Kurzbericht finden Sie hier.

Union Investment veröffentlicht ersten umfassenden CSR-Report

 

30. Mai 2012 - Erstmals veröffentlicht der Fondsanbieter einen Corporate Social Responsibility-Bericht, der über die Nachhaltigkeit von Immobilien hinaus Auskunft über das nachhaltige Handeln des gesamten Unternehmens gibt.

 

"Egal ob Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Aktionäre oder ganz allgemein die Gesellschaft – jeder erwartet heute von einem Unternehmen, dass es nachhaltig handelt. Dabei hat Nachhaltigkeit ganz unterschiedliche Dimensionen: ökologische, ökonomische und vor allem soziale. Entsprechend vielschichtig sind die Ansätze für mehr Nachhaltigkeit, und doch folgen alle dem gleichen Ziel: Verantwortung übernehmen für das eigene Handeln. Damit Verantwortung kein Lippenbekenntnis bleibt, ist jedes Unternehmen gefordert, Strukturen und Prozesse konsequent auf mehr Nachhaltigkeit auszurichten. Und es muss den Nachweis erbringen, in welcher Weise sein Handeln wirkt." - so der Textauszug von der unternehmenseigenen Webseite. 

 

Den CSR-Bericht mit der ersten umfassenden Umweltbilanz des Immobilienfonds-Portfolios können Sie hier herunterladen. 

PwC-Studie: Bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung liegen deutsche Unternehmen vorne

 

12. Juli 2011 - Wie klar und offen informieren Unternehmen ihre Investoren oder Kunden über Nachhaltigkeit? Das hat PwC in der Studie "Unternehmerische Verantwortung im Zeitalter der Transparenz" für die größten Aktiengesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht. Das Ergebnis: Deutschlands Unternehmen liegen in dem Vergleich der nicht-finanziellen Berichterstattung vorne: 87 Prozent der DAX-Unternehmen geben hier Nachhaltigkeitsberichte heraus. Führend ist die Energie-Branche.

 

Investoren, Medien und Öffentlichkeit erwarten von Unternehmen immer stärker, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden und sich für nachhaltiges Wirtschaften einsetzen. Viele Konzerne geben daher inzwischen eigene Nachhaltigkeitsberichte heraus. Doch wie aussagekräftig ist diese nicht-finanzielle Berichterstattung? Das hat PwC in einer Studie untersucht. Die Nachhaltigkeitsexperten analysierten dafür die Kommunikation von 89 Unternehmen der größten Aktienindizes in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie bewerteten die Informationen zu 18 Indikatoren, die auf internationalen Richtlinien zur Berichterstattung beruhen, auf einer Skala von 0 bis 100 Prozent.

 

Anforderungen an die Berichterstattung

 

Eine transparente Nachhaltigkeitsberichterstattung zeichnet sich gerade dadurch aus, dass ein Unternehmen auch auf den Dialog mit seinen Stakeholdern und dessen Ergebnisse eingeht, das gehört zu den inhaltlichen Anforderungen an die Berichte. Weitere Kriterien sind beispielsweise:

  • Darstellen der grundlegenden Nachhaltigkeitsstrategie und der Steuerung
  • Aufzeigen von Zielkonflikten und Lösungen
  • Externe Prüfung des Berichts, um die Glaubwürdigkeit der Kommunikation zu erhöhen
  • Orientierung an international anerkannten Leitlinien zur nicht-finanziellen Berichterstattung (zum Beispiel GRI G3-Leitlinien der Global Reporting Initiative)

 

Vorreiterbranchen: Energie, Chemie und Bau

 

In der Studie haben die PwC-Experten auch untersucht, wie die einzelnen Branchen mit diesen Anforderungen umgehen. Besonders gut schneiden die Branchen ab, die schon lange unter kritischer Beobachtung der Stakeholder stehen. An Platz 1 steht die Energiebranche, sie kommuniziert mit einem Wert von 85,6 Prozent besonders umfassend und transparent. Ihr folgen die Chemiebranche und das Bauwesen. Nachzügler-Branchen sind die Bereiche Dienstleistungen, Unterhaltung und Immobilien.

 

Hier geht's zum Download der Studie.

 

(Quelle: www.pwc.de)

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Die Industrieinitiative „Chemie³“ zeigt, wie eine Branche strategisch an der Festlegung und Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen arbeitet. Darüber diskutierten die Teilnehmer einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung. Dabei wurde auch entschlosseneres Handeln für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft eingefordert.
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Klimaschutz, Mülltrennung, soziale Gerechtigkeit – das lässt sich lernen. Kitas, Schulen und Unis sollen Wissen zu nachhaltiger Entwicklung vermitteln, fordern Bildungs- und Umweltexperten. Dazu gebe es zwar viele Projekte, aber keine strukturelle Verankerung. Nun hat die UNESCO-Konferenz in Japan ein Weltaktionsprogramm für nachhaltige Bildung verabschiedet. Was ändert das?
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Die Weltbank entwickelt neue soziale und ökologische Regeln für die Projekte, die Entwicklungsländer mit ihrer Hilfe finanzieren. Der erste Entwurf wird derzeit international diskutiert und von NGOs, Gewerkschaft und Umweltgruppen scharf kritisiert. Jetzt reisten Vertreter der Weltbank nach Deutschland und stellten sich der Diskussion.
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